Professor Layton hat mit seinem Assistenten Luke schon so einige Fälle gelöst. Nun ist es der „Der Ruf des Phantoms“, dem Hershel Layton nachgeht. Ob das neueste Abenteuer des scharfsinnigen Zylinderträgers, ähnlich wie die Vorgänger, überzeugt, erfahren Sie im folgenden Review.
Hierzulande hieß es für die Rätselfreunde bis zum November 2008 bzw. zum September 2009 warten, denn die beiden Ableger erschienen bei uns erst mit Verspätung. Auch hierzulande trafen die Entwickler mitten ins Herz der Nintendo DS-Besitzer. Nach dem Prinzip „Never change a wining team“ wurden in den Jahren 2008 und 2009 in Japan die beiden Ableger „Professor Layton und die verlorene Zukunft“ sowie „Professor Layton und der Ruf des Phantoms“ veröffentlicht, wovon letzterer erst jetzt bei uns erscheint.
Auf der nächsten Seite lesen Sie mehr über das Spielprinzip!
Das tolle am Titel ist, dass nicht nur die Story vom ersten Moment an fesselt, sondern auch das Gameplay überzeugt. Sie haben eine Vielzahl von Rätseln zu lösen, wovon über 170 im Spiel enthalten sind, die auch ziemlich gut zur erzählten Geschichte passen. So müssen Sie beispielsweise Knobel- und Logikrätsel meistern, die teilweise wirklich herausfordernd sind.
Bei fast allen Rätseln benötigen Sie die Notizfunktion, die es Ihnen ermöglicht direkt auf dem Rätsel herum zu zeichnen. Diese Notizen können Sie auch löschen und mehrmals bearbeiten. Ohne Papier und Stift ließen sich die Rätsel oft gar nicht lösen lassen. Doch man benötigt nicht nur einen Notizblock, sondern auch viel Hirnschmalz. Des Rätsels Lösung ist oft mehr als einfach, doch muss man teilweise wirklich alle Indizien erkennen und richtig deuten.
Sollte das alles nicht helfen, bleibt Ihnen noch die Möglichkeit, Tipps zu kaufen. Diese Tipps bezahlen Sie mit Hinweismünzen, die Sie im Spielverlauf finden können. Doch Achtung: Es gibt mehr Rätsel als Münzen, also gehen Sie sparsam damit um. Neben den bisher genannten Features gibt es noch ein sehr wichtiges bei den Rätseln zu erwähnen. Es erwarten Sie nicht nur Kopien von ca. zehn Spielchen, sondern eine riesige Palette von verschiedenen Rätseln.
Es gilt, eine Vielzahl von Orte zu besuchen, Menschen zu befragen und auch Minispiele (zB. Spielzeug-Zug – vergleichbar mit dem Spielzeug-Auto-Minispiel aus dem vorigen „Professor Layton“-Spiel) im berühmten Layton-Koffer zu absolvieren. Somit ist für massenhaft Unterhaltung gesorgt. Sehr gelungen finde ich neben den Videos auch die „Was zuletzt geschah!“-Einleitung beim Spielstart. Wenn Sie das Spiel speichern und später fortsetzen, wird zum Beginn nochmals das Wichtigste in Punkto Story erzählt, damit Sie gleich wieder wissen, was zuletzt geschah.
Nach dem Spielprinzip widmen wir uns auf der nächsten Seite der Optik, der Akustik und der Steuerung
Der Grafikstil ist vermutlich nicht jedermanns Sache, aber mir persönlich gefällt der niedliche Comic-Stil extrem gut. Dieser Stil ist aus den letzten Ablegern schon bekannt und dort hat er bewiesen, dass er optimal auf den Nintendo DS passt. Auch die Rätsel und Minispiele wissen voll und ganz im Bezug auf Design und Abwechslung zu überzeugen.
Soundtechnisch gibt’s nur einen kleinen Kritikpunkt. Zwar ist die Melodie im Hintergrund echt klasse und auch die Vertonung der Dialoge (deutsche Sprachausgabe auf hohem Niveau) sehr gelungen, aber warum hat man das nicht konsequent durch das ganze Spiel gemacht? Immer wieder warten Dialoge, die nur in Textform präsentiert werden. Schade, hätte man diese Schiene konsequent durchgezogen, wäre dem Gold-Award nichts mehr im Wege gestanden.
Der Stylus reicht!
Sämtliche Befehle werden mit dem Touchpen auf dem Touchscreen gegeben. Die Bewegungseingaben oder die Rätsel, wirklich alles wird per Touchpen erledigt. Die Steuerung ist wirklich präzise und auch die Erkennung der Eingabe funktioniert auch prächtig. Ganz egal, wie hässlich Sie die Zahlen bei Rätseln auf das Display kritzeln, das Spiel erkennt die Eingabe so gut wie immer richtig! Alles in allem kann man an der Steuerung nichts aussetzen, vor allem da auch alle neuen Steuerungsmöglichkeiten per Tutorial vorgestellt werden.
Auf der nächsten und zugleich letzten Seite finden Sie mehr zur Atmosphäre sowie unsere Zusammenfassung samt Wertungsbox.
Alleine, wenn man den Trailer ansieht, der nur einen Teil der Geschehnisse aufzeigt, ist man schon von der Story überzeugt. Das Gefühl intensiviert sich im Spiel noch, wodurch man das Zeitgefühl komplett verliert.
Alles in allem kann man den Entwicklern bei Level-5 nur gratulieren. „Professor Layton und der Ruf des Phantoms“ ist storymäßig der erste Titel der Reihe und fügt sich dabei optimal in die erfolgreiche Spielreihe ein. Es gibt nur minimale Schwachstellen, die getrost vernachlässigt werden können. Wie bereits erwähnt, erwartet Sie ein wirklich fesselndes Abenteuer voller Mysterien, Rätsel und Tiefgang im altbekannten Layton-Stil.
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