Unter dem Namen „RACE Injection” bringt Publisher Namco Bandai nun eine Neuauflage der erfolgreichen Tourenwagensimulation „RACE 07“ auf den Markt. Ob es auch 2011 noch die Herzen der PC-Rennfahrer mit Vollgas erobern kann, erfahren Sie in der folgenden Review.
Das Paket
„RACE Injection“ verbessert die Erfolgsformel von „RACE 07“, indem es die besten und beliebtesten Features aus den fünf Erweiterungen – Formula RaceRoom, WTCC 2010, STCC The Game 2, GT Power und Retro – in einem Spiel vereint. Mit 23 zusätzlichen Fahrzeugen und 9 neuen Strecken bietet "RACE Injection" den Spielern die beachtliche Anzahl von 83 individuellen Automodellen. Unterteilt in 43 verschiedene Wagenklassen können diese mit Hilfe von mehr als 450 detailreichen Skins auf die persönlichen Bedürfnisse des Spielers angepasst werden.
Mit dem Wagen Ihrer Wahl rasen Sie in über 40 Strecken mit 60 unterschiedlichen Modifikationsmöglichkeiten um die ganze Welt. Fahrzeuge, Klassen und Strecken können untereinander endlos gemischt und angepasst werden. Dadurch ergeben sich Unmengen an einzigartigen und spannenden Kombinationsmöglichkeiten. Darüber hinaus gibt es natürlich noch die Möglichkeit in Rennen mit 25 Teilnehmern online anzutreten und sich mit den besten der Welt oder einfach mit Freunden zu messen.
Die Eckdaten sind somit bekannt, also ab auf die Strecke!
Vier Jahre sind in der Gaming-Branche eine kleine Ewigkeit. Damals war „RACE 07“ mit Sicherheit eines der besten und vor allem umfangreichsten WTC-Rennspiele auf dem Markt – speziell wenn man sich auf den Bereich Simulation fokussiert. Die enorme Spieltiefe, die bereits das Vorgängermodell auszeichnete, findet sich selbstverständlich auch in „RACE Injection“ wieder. Die Faszination, die aufgrund dieser Komplexität von der Rennsimulation ausgeht, ist ungebrochen und wird mit Sicherheit auch in der Neuauflage neue Fans finden und alte „RACE 07“-Veteranen begeistern.
Neben den fahrerischen Herausforderungen, die „RACE Injection“ für Spieler bereithält, ist natürlich auch der Umfang ein großes Plus. Inhalte aus immerhin fünf Erweiterungen halten gemeinsam mit dem Ursprungstitel Einzug in die Neuauflage. Wie bereits eingangs erwähnt, führt dies zu einer beeindruckenden Auswahl an Strecken, Autos, Klassen und Modifikationen. Das soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass „RACE Injection“ nach wie vor ein Spiel für diejenigen ist, die viel Zeit in eine realitätsnahe Rennsimulation investieren wollen. Denn für Gelegenheitsspieler ist der Titel immer noch eine eher frustrierende Angelegenheit.
Selbst im Anfängermodus kann man auf einige Trainingsrunden nicht verzichten, will man bei einem Rennevent nicht als Letzter ins Ziel rollen. Bereits hier ist die Konkurrenz knallhart und die Strecken verzeihen keine Fehler. Richtiges Anbremsen der Kurven, der richtige Beschleunigungspunkt und viele andere Kleinigkeiten erlernt man nur durch wiederholtes Absolvieren der Strecken und durch Kennenlernen des Fahrzeugs. Wer also nur schnell nach Feierabend ein paar Runden drehen will und dabei möglichst mit dem Bleifuß durch einfache Kurse brettern will, dem ist mit „RACE Injection“ nicht geholfen.
Die Inhalte soweit klar? Dann ab zu den „handwerklichen“ Aspekten!
Grafisch kann „RACE Injection“ natürlich nicht mehr mit aktuellen Titeln konkurrieren. Auch wenn sich das Spiel immer noch als recht ansehnlich präsentiert, erkennt man doch sehr schnell, dass in Sachen Grafik einige Jahre ins Land gezogen sind und heute andere Maßstäbe für Games dieser Art gelten. Obwohl man sich auf der Strecke ohnehin mehr auf das Fahren konzentrieren muss, lässt sich nicht vertuschen, dass Schatten, Streckengestaltung und Umgebungsdesign, obgleich immer noch gefällig, nicht mehr State of the Art sind. Ähnlich verhält es sich mit dem Menü, das zum Teil sehr textlastig und unübersichtlich anmutet – bei der Fülle an Inhalten aber wenig verwunderlich.
Der Spielsound ist damals wie heute großartig und lässt umgehend Rennflair aufkommen. Die Motoren heulen, der Boxenfunk gibt wichtige Details durch und die Verfolger vernimmt man bedrohlich grollend im Hintergrund. Auf und abseits der Strecke besticht „RACE Injection“ auch 2011 mit einem einmaligen Soundgewand, das zusätzlich zum authentischen Fahrerlebnis eine realitätsnahe akustische Erfahrung liefert.
Immer wenn es um Rennspiele geht, stecke ich aus Gewohnheit den Analog-Controller an, da ich persönlich damit einfach mehr Gefühl auf die imaginäre Straße bringe. Bei „RACE Injection“ kann man zwar mit ebendiesem Controller fahren, für die Menüführung benötigt man aber Maus und Tastatur. Zwar kein größeres Problem, aber dennoch ein kleiner Dämpfer, wie ich finde. So kann man beispielsweise mit der Start-Taste am Controller das Rennen pausieren, kommt jedoch nicht ins Spielmenü – dafür benötigt man die ESC-Taste. Davon abgesehen gibt es in Punkto Steuerung nichts zu bemängeln, einst wie damals wird man hier bestens bedient.
Ein abschließendes Kommentar und die Wertung gibt’s wie gewohnt auf der letzten Seite!
Alles in allem ist die Neuauflage von „RACE 07“ geglückt und allein der Umfang, der aus der Fusion der Erweiterungen mit dem Kernspiel entstanden ist, gibt Grund zum Loben. Trotz kleiner Abstriche in Sachen Grafik und Controller-Unterstützung ist „RACE Injection“ eine großartige Rennsimulation, die zwar Casuals verzweifeln lässt, aber Profis und Liebhaber umfangreichen und realitätsnahen Gameplays verzückt. Hier fahren PS-Gentlemen und Kurvenenthusiasten um atemberaubende Bestzeiten – wer glaubt das sei ein Zuckerschlecken, der irrt nun mal.
Die Vorteile für registrierte User auf GamingXP werden nach Abschluss der Beta-Phase noch weiter ausgebaut. Helfen Sie mit, das beste GamingXP aller Zeiten zu bauen!
Melde dich gleich jetzt für die Closed Beta des XP Clubs an! Es erwarten sich coole Community-Aktiväten und attraktive Preise! Hier geht's zum XP Club!