Spider-Man ist zurück und schwingt sich in „Spider-Man: Edge of Time“ gleich in zwei Inkarnationen zum Sieg über einen zeitreisenden Schurken, der versucht,per Zeitportal die Vergangenheit zu verändern. Ob Sie sich diesmal von der mutierten Spinne beißen lassen sollten, erfahren Sie in unserem Review.
Story
Spider-Man ist ein zeitloser Superheld; nicht dass er unsterblich wäre, aber im Marvel-Universum stülpen sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Menschen die Spinnenmaske über den Kopf, um über das von Kriminalität gebeutelte New York zu wachen. In „Spider-Man: Edge of Time“ kollidieren die Äras des Spider-Mans des Jahres 2099 mit jenem der Gegenwart. Denn ein Schurke reist aus der Zukunft zurück durch die Zeit, um die Geschichte zu ändern, und die Spinnen beider Zeitlinien müssen zusammenarbeiten, um den ursprünglichen Lauf der Zeit wieder herzustellen.
Bei „Edge of Time“ handelt es sich um ein klassisches Action-Beat’em Up. Spidey schwingt, läuft und krabbelt durch Gänge und vermöbelt dabei Gruppen wie Wachen und Schurken. Der Gegenwarts-Spider-Man setzt hierbei zusätzlich eine Spezialfertigkeit ein, die ihn kurzfristig schneller macht, Spidey 2099 lenkt Gegner kurzerhand mittels der Illusion eines zweiten Spider-Man ab, um sie dann überraschend anzugreifen.
Im Spiel wechseln Sie immer wieder zwischen den zwei Zeitzonen, wobei die Helden über eine „Quanten-Verbindung“ kommunizieren, die Aktionen beider Zeiten mit Ergebnissen in beide Richtungen belohnt. Es haben übrigens auch die Taten des Zukunfts-Spider-Man Auswirkungen auf die Vergangenheit. Über eingesammelte Energie-Punkte können Sie schließlich im Laufe des Spiels auch Ihren Helden mit einigen Upgrades aufmotzen – einige Verbesserungen betreffen beide Protagonisten, andere nur einen.
Grafik und Sound
Natürlich sieht Spider-Man gut aus, wenn er in 3D durch die weiten Gänge schwingt, aber leider sind die Räume grundsätzlich seltsam konstruiert und wirken leer. Die Sounduntermalung ist stimmig und auch die Synchronstimmen passen recht gut. Das größte Problem, das die Optik zum Teil stark beeinträchtigt, ist die Kamera, die sich zwar über das D-Pad einstellen lässt, was aber leider viel zu oft überhaupt erst nötig wird, weil die Perspektive ein recht doofes Eigenleben entwickelt. Sie dreht sich beim Laufen viel zu langsam hinter den Charakter, blickt beim Klettern auf Wänden manchmal durch den Charakter hindurch in irgendwelche Richtungen, was absurd aussieht, und macht so die ansonsten unheimlich linear gestalteten Levels trotzdem unübersichtlich.
Spidey steuert sich solide über das Circle-Pad, und sein Spider-Man-Sinn wie auch die Attacken und das Schwingen funktionieren auf offenen Flächen sehr gut. Versuchen Sie aber nicht, aus dem Schwingen heraus auf einer Wand oder gar kopfüber zu landen. Entgegen seinen Auftritten in anderen Medien schafft unser Held das einfach nicht. Das schnelle, flinke Gameplay wird so schnell zur Folter.
Atmosphäre
Schwingen wie Spider-Man reißt einen sofort mit, doch leider ist er durch die Steuerungsprobleme auf dem Boden leichter unterwegs und so entfaltet sich die typische Spider-Man-Atmosphäre nie vollständig.
Zusammenfassung
Spider-Mans Abenteuer am Rande der Zeit macht anfangs Spaß, enttäuscht aber recht schnell, da das Gameplay schnell eintönig wird, die Levels unübersichtlich sind und Spidey einfach nicht das kann, was sich Fans des Comic-Helden in einer Spielumsetzung wünschen würden. Echte Spider-Man-Fans sollten auf bessere Spiel-Umsetzungen ihres Lieblingshelden warten und dieses Spiel lieber auslassen.
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