Ein illegales und zugleich hochdotiertes Rennen von der amerikanischen West- zur Ostküste, mit Ihnen in der Hauptrolle. Klingt auf den ersten Blick sehr spannend, vor allem weil eine Million als Preisgeld wartet. Besteht das waghalsige Rennen quer durch die Staaten unseren Test? Die Antwort finden Sie im folgenden Review!
Story
San Francisco um 07:37 Uhr: Nebel zieht auf und an einem Pier geht’s richtig zur Sache. Ein Auto wird samt eines Insassen ins Meer geschoben. Wie sich in weiterer Folge herausstellt, sind Sie dieser nun am Meeresgrund gefangene Fahrzeuglenker. Was liegt näher, als die Scheibe zu zerschlagen um dem sicheren Tod zu entkommen. Genau! Nichts! Deshalb machen wir das auch in der Form eines kleinen Minispiels. Markierungen geben an, wo die Scheibe angeklickt werden muss, um aus dem Gefängnis zu flüchten.
Wieder am Pier angekommen schnappt der Held Matt ein wenig Luft und freut sich zunächst dem Tod von der Schippe gesprungen zu sein. Doch was ist das? Eine attraktive Frau steht plötzlich vor ihm und lädt ihn zu einem Rennen von der West- zur Ostküste ein. Das Preisgeld von einer Million sowie die sexy Beifahrerin kann er gut brauchen, weshalb er nach anfänglichem Zögern dann noch einwilligt. Es liegt nun an Ihnen, ob Matt als erster die Ziellinie an der Ostküste überquert oder nicht.
Hier ein kinoreifer Trailer zum Spiel, der vom Star-Regisseur Michael Bay stammt:
Auf der nächsten Seite lesen Sie mehr zum Gameplay!
Die 3DS-Version unterscheidet sich nicht nur bei Storydetails von den HD-Versionen (PC, Xbox 360 und PS3), sondern auch in Sachen Gameplay. Klar fährt man hier wie dort Rennen und davon genügend. Aber die Passagen zu Fuß, die als neues Feature in der kultigen „Need for Speed“-Reihe angekündigt wurden, sind am 3DS nicht vorhanden. Dafür hat man sich aber etwas kreatives einfallen lassen: Es wird mit aufwendigen 3D-Videos im Comic-Stil (ähnlich wie bei „Driver: San Francisco“ oder „inFamous“) sowie 3DS-typischen Minispielen für Abwechslung gesorgt.
Los geht’s mit einem Rennen quer durch San Francisco. Sie müssen das Ziel in einer vorgebenen Zeit erreichen und sich dabei mit dem Gegenverkehr, kurvenreichen Streckenabschnitten sowie den Gesetzeshütern herumschlagen. Das geht aber leicht von der Hand und wird mit einem Sprung über eine Straßenblockade beendet. Bei diesem Sprung können Sie auch einen Stunt vollführen, wofür Sie nur die vorgegebene Ziehbewegung am Touchscreen machen müssen. Solche Stunteinlagen kommen im weiteren Verlauf noch etliche Male vor und halten den Spieler bei Laune.
Hier ein per Hand aufgenommenes Gameplay-Video, das das erste Level zeigt:
Nachdem die erste Mission nur der Anfang ist, haben wir auf der nächsten Seite noch mehr Features des Singleplayer-Modus erläutert. Weiters widmen wir uns noch dem Thema Grafik & Sound!
In den ersten Rennen sind von Verfolgungsjagden, Duellen bis hin zum Zeitrennen gleich zu Beginn einige Varianten im Spiel verankert. Aufgewertet wird das Ganze durch die vorher genannten Minispiele. Dabei müssen Sie eine Scheibe zerschlagen, einen Wagenheber aufpumpen oder beispielsweise die Reifen wechseln. Sowas habe ich bei einem Rennspiel bislang noch nicht erlebt und ich muss sagen, der Mix aus beinharter Rennaction mit Casual-Minispielen gefällt mir richtig gut. Neben dem Storymodus samt verschiedener Rennmodis gibt es noch einen Herausforderungsmodus, der ebenfalls für etwas Abwechslung sorgt.
Durchs Erreichen von speziellen Zielen und das Bewältigen der einzelnen Rennabschnitte erhalten Sie Fähigkeitspunkte, die zugleich Ihren Rang verbessern. Durch diese Rufverbesserung erhalten Sie auch ständig neue Tuningteile sowie fahrbare Untersätze für Ihren Fuhrpark.
Grafik und Sound
Optisch stechen vor allem die Videos im Comic-Stil hervor, von denen wirklich viele vorhanden sind. Klasse ist dabei, dass die Videos auch mit einem 3D-Effekt versehen und komplett mit einer deutschen Sprachausgabe unterlegt wurden. Das Spiel selbst ist auf einem hohen Niveau und gibt sich im Vergleich zu den anderen Rennspielen („Asphalt 3D“ oder „Ridge Racer 3D“) keine Blöße. Die Streckenpräsentationen sind nicht berauschend, aber im Vergleich zu anderen Rennspielen sicher nicht schlechter. Klasse sind dafür die Stunts, die in einer Slow-Motion-Einstellung wiederholt werden. Für ein wenig Realismus im Spiel sorgt zudem noch das Schadensmodell, das im Vergleich zu HD-Rennspielen lächerlich, aber für ein ein Spiel am 3DS absolut ok ist. Soundtechnisch gibt’s neben der Vertonung der Dialoge noch donnernde Renngeräusche sowie ein Soundtrack der absolut zum Spiel passt.
Bevor wir zur Zusammenfassung samt Wertung kommen, möchten wir noch ein paar Worte zum Mehrspieler-Modus sowie der arcadelastigen Steuerung verlieren!
Die Steuerung ist sehr arcadelastig, ähnlich wie bei den beiden anderen Rennspiele dieses Jahr am 3DS. Das bedeutet, das man auch als Neuling und nicht gerade Rennspiel-affinier Spieler schnell damit zurecht kommt. Man kann auch gegen die Leitplanke fahren, um sich so etwas Stabilität zu holen, und der gute alte Turbo-Boost ist auch mit an Bord. Dieser Geschwindigkeitsspender wird durch waghalsige Manöver wie fahren auf der Gegenfahrbahn aufgeladen. Auch im Nitro-Modus kann man den Wagen noch einfach steuern, weshalb der Titel für alle Spielergruppen geeignet ist.
Was wäre ein Rennspiel ohne dem Kampf Mann gegen Mann? Genau – nur halb so lustig! Deshalb spendierte EA dem Spiel auch das altbekannte Autolog-Feature, das zum gegenseitigen Herausfordern animiert. Gespielt werden kann lokal wie auch online mit bis zu acht bzw. bis zu vier Spielern und als Goodie gibt’s noch eine StreetPass-Funktionalität in Form empfohlener Autolog-Events.
Atmosphäre
Die Atmosphäre lebt vor allem von den 3D-Videos, die wirklich genial sind und die eigentlich banale Story ziemlich gut erzählen. Die Video halten den Spieler gepaart mit den abwechslungsreichen Rennvarianten bei Laune, was für ein Rennspiel schon ziemlich beachtlich ist.
Das Wichtigste kommt zum Schluß: Die Zusammenfassung samt Wertungsbox finden Sie auf der nächsten und zugleich letzten Seite!
„Need for Speed: The Run“ hat mich sehr positiv überrascht. Ich fragte mir anfangs, was wohl rauskommt wenn man zwei Spiele der Reihe in einem Jahr veröffentlicht, und ich muss wirklich sagen, dass meine Erwartungen in allen Belangen übertroffen wurden. Die Rennen sind abwechslungsreich gestaltet und die 08/15-Story wird dank der hochwertigen Videos sehr gut transportiert. Dazu kommen die vielen Freischalt-Goodies sowie die Autolog-Funktion, die Sie ständig unter Spannung halten. „The Run“ ist am 3DS alles andere als ein simples Autorennspiel, sondern vielmehr ein rundum gelungenes Rennabenteuer.
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