Gameplay
Nach einer seltsamen Kurzintro, die irgendwie ruckelig wirkt und mit für meinen Geschmack nicht wirklich schwimmgerechter Musik unterlegt ist, heißt es rein ins virtuelle Wasser.
Multiplayer, Schwimmerkarriere oder doch lieber nur schnelles Spiel in der Rolle einer Schwimmgröße wie eben Michael Phelps? Für den Anfang bietet sich das Mini-
Tutorial an, das kurz erklärt, wie man beim Freestyle (Kraul) das Publikum anheizt, richtig startet und zu Rennende anschlägt.Um die Wende müssen Sie sich nur auf höheren Schwierigkeitsgraden – genannt Seasons im Sinne einer Karriere – kümmern. Ach ja, und Sie erfahren natürlich, wie man auf den Längen mit dem richtigen Maß auf die Tube drückt.
Mit dem richtigen Maß? Ja, genau, hier offenbart sich die eine wirkliche Stärke des Titels. Einfach nur mit vollem Tempo loslegen ist so sinnvoll wie im realen Sport, nämlich gar nicht. Es erst einmal, mit einem guten, aber nicht übertrieben Pacing zu schwimmen. Dadurch baut man Zusatzenergie auf, die dann beim wirklich schnellen Endspurt zum Tragen kommt – praktisch die nötigen Reserven für das Finish, die ja auch im wahren Leben so oft Athleten fehlen, die auf den ersten Längen all zu sehr Gas gegeben haben. Eine wirklich gelungene Idee!
Leider kann der Rest von „
Michael Phelps – Push the Limit“ da nicht mithalten. Das Publikum anheizen würde für mehr Stimmung sorgen, wenn ich den Eindruck hätte, dass da wirklich eines ist. Für die anderen drei Disziplinen (ein Lagenrennen gibt es offenbar nicht) gibt es kein
Tutorial, da heißt es im ersten Rennen rausfinden, welche Bewegungen das Spiel erwartet. Der Karrieremodus, der einen durch einige große Schwimmarenen rund um die Welt führt und Wettkämpfe gegen bekannte Namen in Aussicht stellt, ist solide, mehr nicht. Denn da verschenkt der Titel schon einiges an Potenzial bei der
Avatar-Erstellung.