Mit „Global Ops: Commando Libya” veröffentlichte der Publisher bitComposer Games vor Kurzem einen nicht nur politisch brandaktuellen, sondern auch spielerisch ansprechenden Titel. Coole Sprüche, knallharte Action und rasante Cutscenes prägen den Third-Person-Shooter. Lesen Sie in unserer folgenden Preview mehr.
Story
Die Geschichte beginnt im Vorspann mit dem Absturz eines B52-Bombers am 21. Jänner 1968. An Bord des Flugzeugs befinden zur Zeit des Crashs im ewigen Eis vier Wasserstoffbomben. Drei können geborgen werden, während einer der zerstörerischen Sprengköpfe verschollen bleibt. Zeitsprung: 21. Mai 2011. Viktor Yabievdenko, seines Zeichens hohes Tier der russischen Mafia, hat die genaue Absturzstelle ermittelt und macht sich an die Bergung der vierten Bombe.
In einem Briefing erfahren wir, ein zweiköpfiges Special Ops-Team, von der Misere. Ein Recon-Team wird bereits vermisst und nun ist es an uns den Russen davon abzuhalten, die Waffe einzusetzen oder zu verkaufen. In der Folge führt uns der Weg zuerst ins ewige Eis, wo wir Viktors Hubschrauber vom Himmel holen können, die Bombe jedoch bereits auf dem Weg nach Nordafrika ist. Hinweisen folgen wir nach Libyen, wo es nach einer Jagd durch den unübersichtlichen urbanen Dschungel im Lager einer paramilitärischen Miliz zum Showdown kommt.
„Global Ops: Commando Libya“ verzichtet zu Recht auf ein einführendes Tutorial, denn die Steuerung ist denkbar einfach. Dazu jedoch später mehr. Wir beginnen also direkt mit unsrer ersten Mission, deren Ziel es ist, an Bord des Schiffes von Yabievdenko zu gelangen. Dazu muss sich unser Zwei-Mann-Team jedoch durch die gesamte Basis des Feindes schießen – zunächst zu Fuß, später mit einem Radpanzer.
Auch wenn der vom Computer gesteuerte Partner manchmal hinterherhinkt oder im Weg ist, vermittelt das Spiel über weite Strecken ein Gefühl von Coop. Hauptsächlich entsteht dies durch die Dialoge, die die beiden Elitesoldaten miteinander führen. Man muntert sich auf, jubelt sich zu und warnt sich gegenseitig vor Gefahren. Vom ersten Moment an ist man von der Story gefesselt und erpicht darau,f sie zu einem guten Ausgang für die westliche Welt zu bringen.
Durch den geographischen Wechsel nach Libyen kommt man relativ bald in den Genuss eines zweiten komplett konträren Settings mit unübersichtlichen Straßenschluchten, Szenen in der Kanalisation und einer Reihe natürlicherer Umgebunge. Am Ende kämpft man sich noch durch ein weitläufiges Gebäude. Trotz einer etwas kurzen Spielzeit bleibt das Spiel so enorm abwechslungsreich und spannend.
Die altbekannte Unreal 3 Engine befeuert die Grafik des Taktik-Shooters. Das sorgt zum einen für ein solides optisches Erlebnis, zum anderen jedoch für keine verblüffenden Augenöffner. Somit siedelt sich „Global Ops: Commando Libya“ im guten Mittelfeld an und bietet keinen Grund zur Klage. Im Rahmen der technischen Mittel sind die Settings detailliert gestaltet und auch die Animation der Charaktere lässt wenige Wünsche offen.
Der Sound unterstreicht über weite Strecken gekonnt das packende Gameplay, greift aber gelegentlich auch etwas daneben, wenn beispielsweise das Anschleichen an eine vermeintlich leere Kirche mit Musik untermalt wird, die sich eher für eine wüste Schießerei eignen würde. Diese Ausreißer sind aber die Ausnahme. Alles in allem bietet der Titel ein überzeugendes optisches und akustisches Paket, das sich vor dem Vergleich mit ähnlichen Games nicht zu verstecken braucht.
Wenig Neues gibt es an der Steuerungsfront. Zielen, Schießen, in Deckung gehen, Nachladen – mehr braucht es nicht, mehr gibt es nicht. Einziger Kritikpunkt ist der fehlende Zielpunkt, der sich normalerweise in der Mitte des Bildschirms befindet, wenn man nicht aktiv zielt. Somit sind Schüsse „aus der Hüfte“ ungemein schwierig und man ist bei jedem Schusswechsel zum Zielen gezwungen. Dies ist jedoch weniger ein Problem als einfach Gewöhnungssache. Denn durch einfaches Rechtsklicken zielt man ohnehin angenehm und kann mit dem dann angezeigten Fadenkreuz wunderbar alle Widersacher niedermähen.
Ansonsten spielt sich „Global Ops: Commando Libya“ wie vergleichbare Titel aus diesem Genre. Die Steuerung sitzt spätestens nach der ersten Mission und lässt dann sämtliche Gehirnkapazitäten frei, um sich dem spannenden Gameplay hinzugeben.
„Global Ops: Commando Libya“ verfügt über drei Multiplayer-Modi, die auf verschiedenen Maps mit verschieden vielen Spielern ausgetragen werden. Leider gibt es keine Onlineplattform und so bleibt einzig die Möglichkeit via LAN zu spielen. Ideal für Pausen im Großraumbüro oder für gemeinschaftliches LAN-Party-Zocken mit Freunden, in diesem Bereich hat „Global Ops: Commando Libya“ also durchaus Klassiker-Potenzial.
Durch die realistische Story und die Verbundenheit des kleinen Teams taucht man als Spieler sofort ins Geschehen ein, das einen vom ersten Moment an fesselt. Trotz der durchschnittlichen Grafik haben die Entwickler offensichtlich viel Arbeit ins Detail gesteckt und so freut man sich über jeden wehenden Vorhang, explodierenden Hubschrauber und über jedes realistische Mündungsfeuer. Vor allem die coolen Sprüche und die Dialoge zwischen den Teampartnern vermitteln eine gewisse Frische, die auch über Stunden die Motivation aufrecht hält und „Global Ops: Commando Libya“ mit dem gewissen Etwas ausstattet, das für lang anhaltenden Spielspaß verantwortlich ist.
Ein beachtlicher Pluspunkt sind die verschiedenen Settings, die sich während der Spielzeit dem Spieler präsentieren. So kommt man während der acht Stunden knallharter Action in den Genuss ständiger wechselnder Umgebungen, ohne dadurch jedoch den roten Faden der Handlung zu verlieren. Eine Szenerie fügt sich stimmig in die nächste und die raschen Wechsel vermittelt ständig den Eindruck von Dynamik und Zeitdruck.
Für 27,99 Euro bekommt man hier wirklich solides Entertainment geboten. So kann der Shooter in Sachen Unterhaltungswert sicher einige Spiele, die gut das Doppelte kosten, ausstechen und deutlich hinter sich lassen. Die gute Story, die von Beginn an vertraute Steuerung und der treue Partner machen „Global Ops: Commando Libya“ zu einer positiven Spielerfahrung, die sogar ein gewisses Suchtpotential hat. Ich für meinen Teil hab zumindest beim Testen die Zeit vergessen, bin doch einige Stunden auf der Suche nach der Bombe gewesen und hab sie am Ende auch gefunden. Im Dienste des Guten, auf der Jagd nach den Bösen. Ein gutes Gefühl. Ein gutes Spiel.
Die Vorteile für registrierte User auf GamingXP werden nach Abschluss der Beta-Phase noch weiter ausgebaut. Helfen Sie mit, das beste GamingXP aller Zeiten zu bauen!
Melde dich gleich jetzt für die Closed Beta des XP Clubs an! Es erwarten sich coole Community-Aktiväten und attraktive Preise! Hier geht's zum XP Club!