Man nehme einen Topf, gebe eine gute Portion Tower Defense als Basis hinein, vermixe es mit gut gewürzter Third-Person-Action und einer Prise Schwierigkeitsgrad – so das Rezept für den Hybrid „Orcs Must Die!“ Macht diese Kost auch wirklich süchtig? Das erfahren Sie in unserem Review.
Story
Als Lehrling eines mächtigen Kriegsmagiers verteidigen Sie den mysteriösen Rift, der von Wellen von Orks, Fluggetier und Ogern angegriffen wird – nur um sich nach dem unglücklichen Ableben Ihres Meisters, der auf Blut ausgerutscht und mit dem Kopf aufgeschlagen war, alleine den grünen Horden entgegenzustellen. Der Abschluss Ihrer Zauberer-Lehre? Learning by doing. Und was Sie tun, ist Orks zu töten – viele, viele Orks!
Orcs greifen an und Sie müssen verhindern, dass diese den magischen Rift erreichen, um ihn zu schwächen und zu zerstören. Dabei ist das Spiel kein klassisches Tower Defense im engeren Sinne, denn neben Fallen und Blockaden steht Ihnen auch ein kleines Waffenarsenal und die Magie der elementaren Mächte zur Verfügung. Das Clevere am Spielprinzip von „Orcs Must Die!“ ist darüber hinaus die Möglichkeit der Kombinationen; so müssen Sie Ihre persönliche Offensiv-Power zusammen mit den Fallen gekonnt einsetzen, da weder das eine noch das andere alleine zum Sieg führt. Weiters lassen sich auch einzelne Fallen verknüpfen, wie z.B. verlangsamende Bodenplatten mit aus der Wand fahrenden Äxten, was Ihnen eine bessere Wertung für Combos und Stil verschafft. Grünhäuter lassen sich z.B. bremsen, aufspießen, in Abgründe stoßen oder anzünden – werden Sie kreativ!
Grafik und Sound
„Orcs must die!“ ist grafisch in einem sehr heiteren Stil gehalten; bunt, farbenfroh und kontrastreich. Mitsamt dem Setting könnte es in einer leicht verniedlichten Form direkt aus „World of Warcraft“ stammen. Eine angenehme Alternative zu den vielen von Grau- und Braunstufen dominierten Blockbuster-Spielen. Die Sounduntermalung des XBLA-Titels ist in der Aufbauphase entspannt, entfesselt aber nach dem Start des Angriffs Rock- und Metal-Klänge, die sehr gut unterstreichen, dass Sie in Kürze von grünhäutigen Kriegern überlaufen werden.
Die Steuerung von “Orcs Must Die!“ ist recht schnell erlernt und gut umgesetzt. Durch Waffen und Fallen lässt sich flott navigieren und auch das Aufstellen von neuen Waffen während des Kampfes geht schnell und ohne Komplikationen.
„Orcs Must Die!“ hat keinen Multiplayer-Modus im engeren Sinn, gerade bei Maps mit mehreren Eingängen wäre dies allerdings eine coole Option für Online-Spiel gewesen. Für Freunde von Punkte-Ranglisten gibt es aber Online-Leaderboards.
Atmosphäre
„Orcs Must Die!“ macht süchtig. Das typische „Ein Level noch!“, dem bekannterweise zumeist noch etliche und dafür wenig Schlaf folgen, entkommt einem hier schneller als man denkt. Jede Angriffswelle ist aufs Neue spannend und das knappe Budget für Fallen verpflichtet einen zum direkten Metzeln mitten im Geschehen – da schmelzen die Stunden nur so dahin!
„Orcs Must Die!“ ist eine wunderbare Erweiterung für das Tower Defense-Genre und würzt es mit genug Action auf, um es noch interessanter und süchtig machender zu gestalten. Eine klare Empfehlung für alle Fans des Genres und für alle, die es schon immer mal versuchen wollten.
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