Grafik und Sound
Schon „
Demon's Souls“ war nicht ganz perfekt. Obwohl die Gebiete durchaus sehr stimmungsvoll präsentiert wurden, konnte die Grafik und Spielwelt nicht mit den Referenzen des Genres mithalten. Die
Level wirkten mitunter ein wenig steril, gerade zerstörbare Objekte waren oft generisch platziert und es mangelte etwas an lebendigen Details in der Landschaft. In „
Dark Souls“ ändert sich hier etwas: Die Pflanzenwelt erscheint üppiger, Texturen feiner gezeichnet, die Farbpalette dezent vielfältiger (was nicht zwangsläufig von Vorteil sein muss), Bosse kleinteiliger und die gesamte Darstellung prächtiger, ohne die genannten Qualitäten zu verlieren. Allerdings sind die Vasen und Fässer noch immer etwas willkürlich verteilt, da hat From Software die herumliegenden Leichen schon besser und vor allem glaubhafter platziert.
„
Dark Souls“ spielt wieder in einer rauen, unverbrauchten Dark Fantasy-Welt, die beim Design wieder deutlich vom europäischen Mittelalter bestimmt ist, durch neblige Wälder, Sümpfe und Lavahöhlen führt, während die Kreaturen wieder wie künstlerisch angehauchte Mischwesen aus echter Tierwelt, klassischen Monstern und Eigenentwürfen wirken, die besonders bei den Bossen ebenso schaurig wie ehrfurchterregend daherkommen. Die Beleuchtung ist auch in „
Dark Souls“ wieder das Um und Auf, denn wo Sie nichts sehen, ist die Gefahr logischerweise am größten. Unter freiem Himmel sieht das Spiel wirklich gut aus und spielt im oberen Drittel mit, und wenn es finster wird, ist dies von From Software auch so beabsichtigt, um Ihnen so richtige Horrorvorstellungen zu verpassen.
Von akustischer Seite gibt es nur Lobeshymnen und die Information, dass sich Heimkinobesitzer die Hände reiben dürfen: In Höhlen fallen einzelne Wassertropfen von den Wänden herab, die Waffen klingen glaubwürdig – je nachdem, worauf Sie gerade schlagen – und die Sprecher sind auch gut besetzt. Kein hektisches Gedudel, niemals übertriebene Schlachtlaute, kaum Untotengegröhle, sondern stimmungsvolle Untermalung erwartet Sie in „
Dark Souls“.