Springen, jetzt! Flagge setzen! Nein, wieso? Ich hab‘ doch gedrückt … das gibt’s einfach nicht!
Was ist denn schon unmöglich? Nichts, oder? Naja, wenn Sie „n +“, „Braid“ oder andere Indie-Games gespielt haben, die in der weltweiten Spiele-Community für Aufsehen gesorgt haben, dann wissen Sie, dass es wirklich hammerschwere Spiele gibt, die Sie zum Verzweifeln bringen können. Wir stellen Ihnen hier einen neuen Anwärter auf den Thron vor. Die Entscheidung, ob Sie sich in diesen Zwiespalt zwischen Freude und Wahnsinn begeben, liegt bei Ihnen.
Einfach, aber beinhart
Das Spielprinzip ist simpel. In fünf Levels (inkl. dem „Original Level“) steuern Sie ein Quadrat, das sich automatisch nach vorne bewegt. Sie können nur durch Springen den tödlichen Spitzen und Flächen ausweichen. Dazu ist exaktes Timing erforderlich, das Sie manchmal wirklich zum Verzweifeln bringen kann.
Per Schultertaste können Sie Flaggen setzen oder auch wieder entfernen, an denen Sie nach einem virtuellen Tod gleich wieder starten können. Praktisch, doch ist dies nur der Übungsmodus. Wahre Experten spielen die Levels ohne Flaggen durch – bei jeder Explosion werden Sie wieder an den Beginn rückgesetzt. Wirklicher Wahnsinn, oder?
Einen kleinen Tipp habe ich aber noch: Wenn Sie eine Treppe aus Würfeln hochspringen müssen, halten Sie die X-Taste gedrückt, denn dann haben Sie das richtige Timing und müssen nicht jedes Mal korrekt drücken, was fast nie gelingt.
Nach 859 Versuchen
Ja, wie ein Hohn steht am Bildschirm, wieviele Versuche Sie bereits gebraucht haben: Nach 859 Versuchen haben wir dann den ersten Level geschafft. Ja, im Übungsmodus! Unglaublich … Übrigens: Erst wenn Sie den vorherigen Level geschafft haben, schalten Sie den nächsten frei.
Insgesamt 12 Medaillen, also Achievements, warten darauf, von Ihnen erobert zu werden. Nach 500 Versuchen ohne auszusteigen und den 999 Sprüngen gesamt haben Sie immerhin schon zwei erhalten. Die Statistiken verleiten Sie auch zu einem Grinsen, wenn Sie sehen, dass Sie gesamt 3.770 Sprünge und 1.296 Versuche bisher gebraucht haben. Das sagt schon einiges aus …
Grafik, Sound und Steuerung
Eine abstraktere und simplere Grafik kann man sich für ein Videospiel fast nicht vorstellen. Dennoch haben die Entwickler von FlukeDuke hier ganze Arbeit geleistet und einen wirklich guten Stil zuerst auf die Xbox, dann auf die mobilen Plattformen gebracht. Übrigens: Sie sehen auch nicht immer, was genau von rechts kommt, da der Rand verschwommen ist, wodurch PSP-Spieler keinen Vorteil gegenüber anderen mobilen Plattformen genießen.
Die Musik passt im normalen Modus genau zum Level. Am besten laut aufdrehen und direkt mit der Musik mitgehen. Im Übungsmodus werden Sie mit einem monotonen Sound abgestraft. Naja, es muss ja Unterschiede geben.
Die Steuerung ist – mit einem Wort – einfach, genial einfach. Schnell setzen Sie Flaggen, können diese wieder wegnehmen (zwar nicht mehr wieder setzen, so dass Sie sich bei einem Fehldruck ziemlich ärgern werden). So muss ein süchtig machendes Spiel gesteuert werden …
Zusammenfassung
Keine Ladezeiten, schnelles Gameplay, extrem ehrgeizfördernd – was kann ein Spiel, das so auf die Geschicklichkeit abzielt, besser machen? Aber Achtung: Extremes Frustpotenzial ist ebenfalls vorhanden, weswegen das Spiel ausschließlich für Profis empfehlenswert ist. Die ca. 3 Euro sind aber sehr gut investiert und das Spiel darf in keiner Sammlung fehlen. Viel Spaß beim Ärgern!
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