Eine Hack’n’Slay/Shooter-Orgie als übermächtiger Space Marine gegen Horden von Orks. Reines „button mashing“ oder doch eher taktischer Shooter – lesen Sie selbst, ob der Genrewechsel Warhammer gut getan hat.
Story
Da Orks eine Außenstation des Empires überfallen und die dort stationierten Truppen deutlich unterlegen sind, werden die Space Marines ausgesandt, um dem verbliebenen menschlichen Kontingent im Kampf beizustehen. Also stürzen Sie sich fröhlich aus ihrem fliegenden Transportmittel, um mittels ihres Jet Packs auf dem orkschen Flak-Schiff zu landen, dieses auseinander zu nehmen und somit eine sichere Landung Ihrer restlichen Crew zu gewährleisten.
Auf dem Planeten „gelandet“ beginnen Sie nun (anfangs alleine, später mit Ihren Space Marines-Kollegen) sich durch Schlauchlevels und Massen von grünen Gegnern zu kämpfen. Zu Beginn nur mit Pistole und Messer ausgestattet erhält man jedoch relativ schnell bessere Waffen – sowohl für den Nah- als auch Fernkampf, sowie Granaten und auch den „Wildheitsmodus“. Letzterer füllt sich durch das Erledigen von Gegnern auf und kann, sobald er komplett aufgeladen ist, aktiviert werden, um den Space Marine in eine noch effektivere Nahkampfeinheit zu verwandeln – höherer Schaden und automatische Lebensenergieregeneration sind die Folge.
Die andere Möglichkeit, wie man seine Lebensenergie wiederherstellen kann, ist im Nahkampf einen Gegner zu betäuben und ihn mit einer Art „Finishing-Move“ das Zeitliche segnen zu lassen. Man wird mit einer waffenabhängigen Animation belohnt, die auf Dauer jedoch nicht sehr abwechslungsreich ausfällt. Man kann auch auf Nahkampf-Kombos zurückgreifen, die je nach gewählter Waffe leicht variieren können.
Der Wechsel zwischen Hack’n’Slay und Shooter macht, das Spiel vom Start weg sehr abwechslungsreich und wird durch das Sprungmodul (eine Art Jet Pack) noch facettenreicher. Mit diesem kann man in luftige Höhen aufsteigen, um dann mit brachialer Gewalt auf seine Gegner niederzufahren und sie in roten Blutnebel zu verwandeln. Dies hinterlässt natürlich auch Spuren auf unserer Rüstung, deren edles Blau und Gold immer wieder durch das rote Lebenselixier unserer Feinde geziert wird.
Grafik und Sound
Insgesamt hinterlässt die Grafik einen befriedigenden Eindruck. Die Animationen und Effekte sind nicht zu verachten und auch die vorherrschende Detailarmut wird ob der Massen an Gegnern gut kaschiert. Das Grundrauschen, sowie die expliziten Soundeffekte sind absolut stimmig. Einziges Manko ist die teilweise sehr schlechte Lippensynchronisation.
Steuerung
An die Steuerung hat man sich schnell gewöhnt. Einzige Schwierigkeit, die ich anfangs hatte, war es mit dem Sprungmodul, den herabstoßenden Angriff zielgenau auszuführen – was sich mit der Zeit aber auch legte.
Die Schlaulevels und die nicht wirklich abwechslungsreiche Umgebung sind zwar nicht das Gelbe vom Ei, jedoch passt das Gesamtsetting meiner Meinung nach und ist in sich stimmig.
Zusammenfassung
Wer sich ausgeklügelte Taktik gegen intelligente Gegner erwartet ist hier im falschen Spiel. Wer jedoch gerne viele Gegner niedermäht und auch noch die Abwechslung von Hack’n’Slay und Shooter sucht, findet mit „Warhammer 40.000: Space Marine“ einen super Zeitvertreib für einige Stunden.
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