Endlich wieder ein Fun-Racer auf der PSP! Ich habe mich so gefreut – und wurde herb enttäuscht.
Wer hat nicht “Micro Machines” geliebt? Der soll bitte jetzt aufzeigen. Angefangen von den kleinsten Spielzeug-Autos der Welt, die man prima sammeln konnte, bis hin zu den kultigen Arcade-Rennspielen auf dem PC. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir Duelle auf einer Tastatur, bei denen man versuchte, den Gegenspieler durch Blockieren der Tasten außer Gefecht zu setzen. Das waren noch Zeiten … seufz!
Erinnerungen
Nun aber genug des Schwelgens, denn immerhin macht sich Nordcurrent mit „Monochrome Racing“ daran, den Minis-Spielern eine Neuauflage des Spielerlebnisses von damals zu bieten – ob das gelingt, werden wir sehen. Sie wählen anfangs aus einem von drei Profilen und stürzen sich auch gleich in die Karriere. Davor sehen Sie jedoch, dass Sie auch fünf Achievements freischalten können – wieso nur fünf? Da fragen Sie den Falschen.
In der Werkstätte kaufen Sie nach und nach bis zu zwölf Fahrzeuge, die Sie dann – genügend Bargeld durch gewonnene Rennen vorausgesetzt – in sieben Kategorien verbessern können. Vom Benzinkanister bis zum Motor gibt es für alles Upgrades. So weit, so gut.
Anfänglich stehen Ihnen sieben der 85 (!) Strecken zur Verfügung. Mit jedem Sieg, der Ihnen auch ordentlich Geld in die Hauskassa spült, schalten Sie weitere Strecken frei. Aber wie fühlt sich das Spiel an? Nun, wie der Name schon sagt, wartet eine schwarz-weiße Welt auf Sie, nur die Autos sind farbig dargestellt und düsen aus der Vogelperspektive durch die Gegend.
Ein Fehler?
Doch schon nach drei Sekunden Spielzeit wissen Sie, dass Sie mit diesem Spiel einen Fehler gemacht haben: Die Grafik-Engine ruckelt, die Steuerung ist nervig ungenau und das Spiel macht dank fehlender Story und dem eintönigen Pokal-Sammeln langfristig so viel Spaß wie ein Eis im Winter auf einem nicht geräumten Parkweg zu schlecken.
Daran können auch die reichlich vorhandenen Powerups, die Sie schneller und besser werden oder Ihre Widersacher langsamer und verletzlicher machen, nichts ändern. Auf der Wii mag das Spiel noch Spaß machen, hat es dort doch einen Vier-Spieler-Multiplayer-Modus, den ich hier schmerzlich vermisst habe. Schade, dass hier so gepfuscht wurde! In jeder Kurve müssen Sie Angst haben, von der Strecke zu fahren. Da Ihre Gegner kaum Fehler machen, haben Sie dann nämlich meist schon verloren und klicken sich monoton und monochrom zur nächsten Strecke vor. Langweilig!
Grafisch kann mir „Monochrome Racing“ durchaus gefallen, die Top-Down-Perspektive ist nett umgesetzt, die Autos wirken detailliert. Doch man kann sich natürlich auch toll auf ein paar Grafiken konzentrieren, wenn man keine Zwischensequenzen oder eine Story zu erstellen und erzählen hat …
Die Hintergrundmusik, vor allem in den Menüs, hat mir gefallen, wirkt technisch-modern und motivierend, ist aber somit auch das Einzige, was wirklich irgendwie Ansporn bietet. Die Soundeffekte sind eher lasch, worüber ich aber gnädig hinwegsehe.
Die Steuerung ist wirklich misslungen: Nur allzu oft ist man irritiert, drückt in die falsche Richtung und fliegt von der Strecke. Natürlich muss jeder Wagen anders sein, aber muss man es von Anfang an schwierig machen, wenn es doch ein Fun-Arcade-Racer hätte werden sollen?
Dieser Titel ist nicht nur monochrom, sondern auch monothematisch, monoton, mono... Mono bedeutet ja „ein-“, was mich zum Schluss bringt, dass die Entwickler wirklich einfach nur einen einfältigen Aufhänger haben wollten, um einen „Micro Machines“- oder „MicroVolts“-Klon zu produzieren. Der sieht vom Style her ansprechend aus, hat aber rein gar nichts hinter der Fassade, was Fans anspricht. Diesen Reinfall finde ich schade und gefährlich – Hände weg, liebe Minis-Fans!
Die Vorteile für registrierte User auf GamingXP werden nach Abschluss der Beta-Phase noch weiter ausgebaut. Helfen Sie mit, das beste GamingXP aller Zeiten zu bauen!
Melde dich gleich jetzt für die Closed Beta des XP Clubs an! Es erwarten sich coole Community-Aktiväten und attraktive Preise! Hier geht's zum XP Club!