Eine witzige Story, Alien-Zombies, Extras, Powerups, Babies retten, Bomben entschärfen und vor allem bunte Baller-Action sind für Sie Dinge, die zu einem unterhaltsamen Videospiel gehören können? Dann sind sie hier richtig! Lesen Sie unseren Review zu „Alien Zombie Megadeath“.
“Du bist ein einsamer Weltraumreisender und tust dies und das“
„Alien Zombie Megadeath“ hat eine witzige simple Story, die jedoch voll und ganz zu dem Spiel passt. Am besten lässt sie sich mit den ersten Worten erklären, die man in der Tutorial-Mission liest: „Du bist ein einsamer Weltraumreisender und tust dies und das. Du fliegst in deinem Raumschiff herum und besuchst alle möglichen Planeten. - Das sind Alien Zombies. Sie wollen alle Weltraumreisenden zerstören, die irgendwas tun im Weltraum.“
Dieses Intro bringt gleich mal einen gesunden Lacher zu Beginn vom „Alien Zombie Megadeath“. Es ist eindeutig beabsichtigt, die Story ein wenig ins Lächerliche zu ziehen und das ist auf keinen Fall schlecht. Egal, wie viele witzig aussehende Alien Zombies man dann im Spielverlauf massakriert, man hat immer ein gesundes Schmunzeln für jeden dieser Bösewichte parat.
Waffen, Bomben, Babies und viele bunte Alien Zombies
„Alien Zombie Megadeath“ ist ein 2D-Shooter im Arcade-Stil. Jeder Level besteht aus mehreren horizontalen Plattformen, auf denen man sich hin und her bewegen und von Ebene zu Ebene springen kann. Dabei erscheinen links und rechts Bösewichte und bewegen sich auf den Spieler zu. Nun gilt es Angriffen und Gegnern auszuweichen und diese mit seinem Spaceblaster zu eliminieren.
Erlegte Alien Zombies, von denen man im Spielverlauf 20 verschiedene bunte Arten zu Gesicht bekommt, hinterlassen kleine funkelnde Kristalle. Diese muss man einsammeln um Punkte auf den Score zu packen. Zufällig erscheinen dann auch immer wieder größere Kristalle, die einem logischerweise mehr Punkte bescheren. Man hat in jeder Mission drei Leben, welche aber durch Powerups wieder aufgestockt werden können. Weiters gibt es Powerups um Gegner zu verlangsamen, Jet-Packs und Waffen, welche man weise einsetzen muss, da sie meistens nur temporär bleiben.
Insgesamt hat man mit 70 Level sehr lange Spielspaß dank „Alien Zombie Megadeath“. Es gibt primäre Level und auch Spezial-Stages - erfreulich, dass nicht jede Mission nach dem selben Schema abläuft. Denn die Grundidee des Gameplay birgt an sich das Risiko, sehr eintönig zu werden. Dieser Gefahr haben die Entwickler mit verschiedenen Missionstypen entgegen gewirkt. Manche Mission erfordern es, alle Alien Zombies zu erledigen, andere wiederum, diesen nur mit einem gewissen Zeitlimit auszuweichen. Wieder andere Level verlangen vom Spieler, Space-Babies vor den Alien Zombies zu retten oder Bomben zu entschärfen, während ervon den Alien Zombies angegriffen wird.
Es gibt eine Missionskarte, welche alle Missionen anzeigt und erklärt, wie viele Medaillen man noch sammeln muss, um die nächste Mission frei zu spielen. Jeder Level hat insgesamt vier solche Trophäen, wobei es eine immer für den geschafften Level gibt. Andere Medaillen sind beispielsweise durch eine gewisse Punktezahl zu erreichen, eine gewisse Anzahl an getöteten Alien Zombies oder eine gewissen Anzahl an gerettetn Babies.
Missionen einfach nur zu schaffen, reicht also irgendwann nicht mehr aus. Man muss zu älteren Stages zurück, um weitere Medaillen zu erspielen. Weiters gibt es Online-Leaderboards und PlayStation-Trophies ebenso wie freispielbare Raumanzug-Designs für die Hauptfigur, welche einen weitere Motivations-Faktoren darstellen.
Grafik und Sound
„Alien Zombie Megadeath“ präsentiert sich leider nicht als grafisches Meisterwerk. Hauptfigur und Alien Zombies sind nett gestaltet, jedoch steckt nicht allzu viel Liebe zum Detail dahinter. Einige Informationen im Menü oder auf der Missionskarte sind aufgrund zu kleiner und unscharfer Schrift unübersichtlich und leider schwer zu lesen bzw. zu erkennen.
Der Soundtrack ist sehr monoton und kann einem schnell auf die Nerven gehen. Eine sich ewig wiederholende elektronische Background-Musik, welche an Minimal Techno mit „spacigen“ Sounds erinnert, zieht sich durch Menü und Missionsauswahl. Die Musik schaltet man nach kurzer Zeit gerne aus. Die Soundeffekte von Waffen und Alien Zombies dagegen sind passend und teilweise witzig. Sie retten „Alien Zombie Megadeath“ davor komplett auf Lautlos gespielt zu werden.
Glücklicherweise ist „Alien Zombie Megadeath“ kein Titel, der sich mit super Grafik und Sound beweisen müsste, da einzig und alleine Gameplay und Vielfalt im Vordergrund stehen - und das wissen PomPom Games vermutlich auch.
Steuerung
Bei einem simplen, schnellen Gameplay darf natürlich eine einfache und intuitive Steuerung nicht fehlen. Es gibt drei Steuerungstypen, die sich hauptsächlich darin unterscheiden, ob man jetzt mit dem Digi-Pad/linken Joystick, mir den Buttons “X” und “Dreieck” oder mit den Schultertasten des PlayStation-Controllers hinauf und hinunter springt.
Mit dem Digi-Pad/linken Joystick bewegt man sich links und rechts, bzw. springt hinauf und hinunter. Mit “Viereck” schießt man nach links und mit “Kreis” nach rechts, man kann aber auch mit dem rechten Joystick nach links und rechts schießen. Wenn die Schultertasten nicht fürs Springen konfiguriert sind, kann man mit “R2” und “L2” ebenfalls nach links und rechts schießen und mit den anderen beiden Schultertasten lassen sich Objekte und Babies aufheben. Bei den anderen Einstellungen dient “X” als Button zum aufheben.
Es reicht eigentlich die Tutorial-Mission, um sich an die sehr flüssig reagierende Steuerung zu gewöhnen. Nach weiteren zwei bis drei Missionen kommt sie einem dann so selbstverständlich vor wie das Gehen auf zwei Beinen.
Zu zweit macht das „irgendwas tun im Weltraum“ auch Spaß
„Alien Zombie Megadeath“ bietet sowohl einen Offline als auch Online einen Zwei-Spieler-Koop-Modus. Es gibt eigene Multiplayer-Missionen, die man auswählen und zu zweit spielen kann. Und so eine Plattform-Baller-Action ist zu zweit schon sehr spaßig. Man fängt dann nämlich schnell an Pläne zu hecken. Der Kollege soll sich zum Beispiel um die Alien Zombies kümmern, während man selbst Bomben entschärft oder Babies rettet. So erzielt man auch höhere Highscores, um weitere Trophäen zu erspielen. Spielmodi, Waffen und Powerups bleiben die selben wie beim Einzelspieler-Modus.
Schade ist nur, dass ich den Online-Multiplayer-Modus nicht testen konnte. Nicht weil ich keine Internetverbindung habe, sondern weil leider niemand „Alien Zombie Megadeath“ online zu spielen scheint. Egal ob man versucht einer Mission beizutreten oder eine zu erstellen, es ist nie jemand online, der mit einem spielen könnte. Wenn man jedoch Freunde hat, die ebenfalls „Alien Zombie Megadeath“ gedownloaded haben, kann man direkt und einfach auch online mit diesen auf Alien Zombie-Jagd gehen. Vermutlich spielen die meisten Leute nur innerhalb ihres Freundeskreises online.
Zusammenfassung
Das lächerlich-witzige Flair bricht das Eis zwischen Gamer und „Alien Zombie Megadeath“. Eine fesselnde Atmosphäre aufzubauen ist natürlich nicht leicht, wenn Grafik und Sound ein wenig zu wünschen übrig lassen. Aber es sind mit Alien Zombies überfüllte Stages, Baller-Action mit verschiedenen Waffen, wagemutige Ausweichmanöver und viele Extras, die Spieler in das Game hinein ziehen und nicht mehr los zu lassen scheinen.
„Alien Zombie Megadeath“ ist kein Titel, der allein durch Screenshots überzeugen könnte. Man sollte sich erst einmal den Trailer ansehen, um die Lust auf diesen spaßigen 2D-Shooter zu wecken, da man da besser das actiongeladene Spielgeschehen erkennen kann.
Wenn man sich dann traut den Titel zu erwerben, hat man auf keinen Fall daneben gegriffen. Denn mit intensiver Shooter-Action mit vielen Extras haben die Entwickler nicht zu viel versprochen und das Preis-Leistungs-Verhältnis von „Alien Zombie Megadeath“ ist bei einem Preis von €6.49 sehr gut.
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