„Harry Potter: Und die Heiligtümer des Todes Teil 2“ erscheint passend zum Film nun auch auf der Xbox 360. Im Spiel kämpft man sich mit verschiedenen Charakteren durch hitzige Gefechte, um an den dunklen Lord zu gelangen. Actionreiches Ambiente und ansprechende Grafik bringen noch mehr Spannung.
Story „Harry Potter: Und die Heiligtümer des Todes Teil 2“ hält sich wie seine Vorgänger, so gut es geht, an die Story sowie an die darin vorkommenden Personen des von David Yates verfilmten Meisterwerks, der Autorin J. K. Rowling. Im letzten Teil von Harry Potter muss Harry den dunklen Lord Voldemort besiegen, um endlich Frieden nach Hogwarts zu bringen. Jedoch wird das nicht so leicht, wie Harry sich das vorgestellt hat und viele dunkle Zauberer stellen sich ihm und seinen Freunden in den Weg. Jedoch schafft es Harry sich, bis zu Voldemort durchzukämpfen und damit beginnt die spannungsgeladene Schlacht. Im Spiel kämpft man als Harry, Hermine oder einer von Harrys Freunden gegen die dunklen Mächte und versucht, die verbliebenen Horkruxe zu zerstören. Von einem Einbruch in das Verlies der Bank sowie die darauf folgende Flucht bis hin zur Verteidigung Hogwarts und letztendlich der Bezwingung Voldemorts erlebt man viele Abenteuer in der Zauberwelt.
Nach einem kurzen Intro ins Spiel startet man in dem Verlies der Bank, um dort einen Horkrux zu finden und zu zerstören, danach muss man sich durch die düstere Kanalisation retten. Fast das gesamte Spiel über geht man durch dunkle Gebäude oder über offene schon etwas ramponierte Schlachtfelder. Das Gameplay ähnelt sehr stark einem Shooter wie „Call of Duty“ und in so manchem Spielabschnitt muss man nur auf Gegner losschießen, um einen Freund zu beschützen. Es kommt auch öfters vor, dass man plötzlich an einen ganz anderen Ort wechselt, um dort einen anderen Charakter zu spielen, was einem begeisterten Spieler schnell die Lust am Spiel verderben kann. Mit sieben verschiedenen Zaubern, die man sehr schnell erlernt und durch unterschiedliche Tastenkombinationen auswählen kann, kommt es auch manchmal vor, dass man einfach nur wild auf den Controller drückt, um nervige Gegner abzuwehren. Leider beherrschen alle Charaktere diese Zauber und keiner hat sozusagen einen Spezial-Zauber, die ihn einzigartig macht. Zwischendurch muss man noch Herausforderungen oder spezielle Erfolge freischalten. Jedoch erlaubt EA einem nicht, mit seinen Freunden zusammen loszuziehen, „Harry Potter: Und die Heiligtümer des Todes Teil 2“ kann man nur im Singleplayer bestreiten.
Grafik und Sound
Grafik und Sound sind hingegen wieder top. Der Sound macht so manche Szene noch grusliger und lässt den Spieler glauben, er ist gerade selbst im Film. Mit einer durchgehenden Hintergrundmusik wird immer versucht Spannung aufzubauen, was dann meistens auch gelingt. Die Charaktere sind gut gestaltet und wirken daher auch sehr realistisch. Kleidungsstücke aus dem Film lassen sie noch besser aussehen. Die Gebäude sowie der Boden wurden ansprechend gestaltet und lassen die Schlachtfelder richtig gut aussehen.
Die Steuerung ist nicht gerade einfach gehalten, da viele verschiedene Zauber zu Verfügung stehen und man daher oft ein bisschen nachdenken muss, bevor man den Richtigen ausgewählt hat. Allerdings befindet sich im Pause-Menü eine Anzeige mit den bereits erlernten Zaubern und den dazugehörigen Tastenkombinationen mit denen man sie auswählt. Weiters erleichtert EA dem Spieler das Zielen - mit einem Tastendruck hat man den Gegner schon anvisiert.
In „Harry Potter: Und die Heiligtümer des Todes Teil 2“ gibt es keinen wirklichen Multiplayer. Lediglich eine Bestenliste ist vorhanden, um sich mit Spielern aus aller Welt zu messen. Mit so einer kurzen Spielzeit hätte EA beim Multiplayer mehr leisten können.
Atmosphäre
Die Atmosphäre wird sehr gut durch passenden Sound sowie die düsteren Kammern, in denen die Schlachten statt finden, erzeugt. Jedoch, wie bereits zuvor erwähnt, kann diese tolle Atmosphäre schnell zunichte gemacht werden, wenn man mal wieder von einer Person zur anderen springt, um an einem anderen Ort gegen andere Gegner zu kämpfen. Dadurch, dass die Kamera direkt hinter dem Charakter platziert ist, erlebt man jede Schlacht hautnah mit.
Im Großen und Ganzen ist „Harry Potter: Und die Heiligtümer des Todes Teil 2“ ein recht ansehnliches Action-Adventure. Jedoch sollte man keine Rätsel oder knifflige Aufgaben, welches in früheren Teilen der Fall war, erwarten. Die Story wird in hitzige Gefechte verpackt und man muss sich die meiste Zeit gegen dunkle Zauberern zur Wehr setzen. Mit einer kompletten Spielzeit von gerade mal vier Stunden hätte man sich mehr erwarten können.
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