Die Stadt Gongmen ist gerettet, doch der Drachenkrieger Po hat keine Zeit sich auszuruhen, denn das nächste große Abenteuer wartet schon. Ob „Kung Fu Panda 2“ wie die Faust aufs Auge passt oder eher ein Schlag unter die Gürtellinie ist, erfahren Sie in unserem Review.
Story
Der fiese Shen ist besiegt, die Stadt Gongmen befreit, China und Kung Fu gerettet, doch die einstigen Heerscharen des bösen Pfauen starten weiterhin Angriffe; die Überfälle und Belagerungen der zerstreuten Wölfe und Gorillas scheinen zu organisiert, zu sehr auf ein noch unbekanntes Ziel gerichtet, um zufällig zu sein. Po und die furiosen Fünf machen sich auf, um dem Ganzen nachzugehen.
So führen Sie Po und jeweils einen der furiosen Fünf durch Kämpfe gegen Gegnerhorden, wobei sich Entwickler Griptonite bei der DS-Version für ein eigenständiges Kämpfsystem entschieden hat. Wo bei den anderen Plattformen 3rd-Person-Action auf dem Programm steht, ist Po’s DS-Auftritt ein rundenbasiertes Kampfstrategie-Spiel im RPG-Stil und von der Kampfmechanik Titeln wie „Chrono Trigger“ oder „Final Fantasy“ gar nicht unähnlich. Sie wählen die jeweilige Attacke aus und hoffen, dass Sie, sofern der Gegner nicht niedergestreckt wird, in der darauffolgenden Runde noch stehen, um erneut Hiebe auszuteilen. Wobei es kaum viel zu hoffen gibt, da die Spielerangriffe nach einem Schere-Stein-Papier-System so überpowered sind, dass Sie selten mehr als ein paar Kratzer davontragen werden. Dem gegenüber steht mit „Five Card Fu“ ein ins Spiel eingebautes Mini-Game, in dem Karten mit bestimmten Punkten an den Seiten so auf einem Spielfeld zu platzieren sind, dass sie angrenzende Karten übertrumpfen (oder gleiche Punktezahl aufweisen), wodurch auf 3x3 Karten der Sieg ähnlich dem Reversi-Prinzip erzielt wird. Ein sehr taktischer Kontrast zum hoffnungslos unbalancierten Hauptspiel.
Grafik und Sound
Die Grafik ist DS-mäßig pixelig. Da hat man auch auf Nintendo’s Handheld schon Schöneres gesehen, wobei die Charaktere auf dem oberen Bildschirm in doch anschaulichem 2,5D animiert und die Bewegungen flüssig sind und Sie sich zwischen Kämpfen auf einer recht tristen Überblickskarte bewegen. Der Sound ist thematisch passend, wenn auch wenig abwechslungsreich, leider fehlten – anscheinend – die Rechte zur Stimmensynchronisation, die Charaktere bleiben nämlich stumm und kommunizieren nur durch elendslange (und teilweise nichts aussagende) Text-Passagen.
Gesteuert wird via Stylus über den unteren Bildschirm, wobei Sie lediglich Schaltflächen in Menüs anklicken oder Karten quer über das Spielfeld ziehen. Funktioniert gut und ohne Fehler.
Das Spiel bietet die Möglichkeit, „Five Card Fu“ gegen einen menschlichen Kontrahenten im lokalen Wi-Fi zu spielen, wobei beide Spieler das Spiel im DS haben müssen.
Atmosphäre
Trotz dem viel zu einfachen Gameplay fängt „Kung Fu Panda 2“ Spieler atmosphärisch gut ein. Fans von Po’s Abenteuern wie auch Freunde der rundenbasierten Kämpfe fühlen sich sofort wohl. Zugegeben, „Chrono Trigger“ ist es keins, aber das Schere-Stein-Papier-System bringt etwas mehr Tiefgang in das eh schon viel zu einfache Kampfgeschehen und die Story ist ebenfalls recht nett gelungen.
Trotz aller Mankos ist „Kung Fu Panda 2“ ein gelungenes Spiel und obwohl sich die Genre-Platzhirsche wie „Final Fantasy“ und „Chrono Trigger“ weder in Sachen Spielmechanik noch in der Story um ihren Platz an der Spitze sorgen müssen, bringt Po’s DS-Abenteuer einen Hauch frische Luft in das unterschätzte Genre der runden-basierten Kampf-RPGs. Mit dem einfachen Schwierigkeitsgrad und dem „Kung Fu Panda“-Setting ideal für jüngere Gamer.
Die Vorteile für registrierte User auf GamingXP werden nach Abschluss der Beta-Phase noch weiter ausgebaut. Helfen Sie mit, das beste GamingXP aller Zeiten zu bauen!
Melde dich gleich jetzt für die Closed Beta des XP Clubs an! Es erwarten sich coole Community-Aktiväten und attraktive Preise! Hier geht's zum XP Club!