General Nas3do vs. Pumpkin
Meine Truppen haben vor meiner Stadt Aufstellung genommen. Ich plane, nicht durch den Wald sein Haupttor anzugreifen, sondern den Wall meines Gegners, der sich selbst "Pumpkin" nennt, zu umgehen, um ihn über die Flanke anzugreifen. Alles in allem scheint seine Verteidigung recht schwach zu sein - so wie es scheint, besteht seine ganze Verteidigung nur aus einer Handvoll Nah- und Fernkämpfern, ich rechne nicht mit viel Gegenwehr. In wenigen Minuten sollte die Schlacht entschieden sein!
Gerade als ich meine Truppen in Bewegung setzen will sehe ich, dass der Feind mit diesem kleinen Verband nach Norden, in meine Richtung zieht. Ich ändere meinen Plan und beschließe, seine Armee auf offenem Feld zu vernichten, um dann in aller Ruhe die Stadt einnehmen zu können. Ich schicke meine 20 Armbrust- und 25 Bogenschützen ein Stück nach vorne und befehle, die feindliche Armee unter Beschuss zu nehmen. Wenn alles so klappt, wie ich es mir vorstelle, sollte seine Armee die meinige nicht einmal erreichen - und wenn doch, dann nur extrem dezimiert. Es scheint zu klappen, doch plötzlich geht sein Burgtor auf - und heraus stürmen etwa 15 berittene Bogenschützen und feuern zurück! Ich muss mich um diese primäre Gefahr kümmern, es entsteht ein Bogenschützengefecht. Seine Nahkämpfer kommen währenddessen immer näher an meine Fernkämpfer heran, es wird gefährlich. Ich schicke auch meine Nahkämpfer nach vorne, doch mit Ausnahme meiner Reiter ist keine Einheit schnell genug, um die Armbrustschützen rechtzeitig zu erreichen! Meine Reiter allerdings stürmen nach vorne und kommen gerade noch rechtzeitig, um sich zwischen meine Fern- und Pumpkins Nahkämpfer zu stellen. Meine Reiter sind zwar zahlenmäßig hoffnungslos unterlegen, sind aber jeweils wesentlich stärker als die feindlichen Truppen. Somit ist der Kampf recht ausgeglichen. Trotzdem bete ich, dass meine restliche Armee auch endlich in Position für den Angriff geht. Doch als es soweit ist, sind meine Reiter bereits allesamt gefallen. Nun sind jedoch meine Ritter da und diese fahren fürchterlich in die Reihen meines Gegners, innerhalb kürzester Zeit ist seine gesamte Nahkämpfer-Armee vernichtet! Doch es bleiben immer noch seine Bogenschützen auf den Pferden. Diese schießen immer noch eifrig auf meine Leute und zu allem überfluss strömen schon wieder neue Soldaten aus seiner Burg, unter anderem weitere Bogenschützen.
Allmählich gerate ich ins Hintertreffen, mir bleibt nur die Flucht nach vorne. Ich lasse meine sehr schwer dezimierten Armbrustschützen weiterfeuern und schicke meine Ritter in einem Verzweiflungsangriff einfach nach vorne - in der Hoffnung, dass ein paar den Feind erreichen und vielleicht noch einige seiner Fernkämpfer niedermetzelen können. Ich weiß, dass meine Wirtschaft weit besser aufgebaut ist als die des Feindes, also kann ich vermutlich bald wieder angreifen - im Gegensatz zu ihm! Zu meiner größten überraschung scheint aber Pumpkin meine Leute vollkommen zu übersehen, sie erreichen praktisch unversehrt die feindlichen Bogenschützen! Sofort greifen meine Ritter an und jetzt entpuppt sich, dass die gegnerischen Bogenschützen nicht nur sehr schlechte, sondern ganz miserable Nahkämpfer sind. Ich treibe den Feind zurück, einer nach dem anderen fällt unter der (auch von mir) unerwarteten Macht meines Angriffs! Gerade als ich glaube, vielleicht doch noch den Sieg davontragen zu können, schießt ein Bogenschütze auf der Stadtmauer einen brennenden Pfeil in den Boden, wo meine Leute gerade sind! Innerhalb einer Sekunde verwandelt sich das Schlachtfeld in ein brennendes Inferno! Pumpkin hatte offensichtlich vor Beginn der Schlacht den Boden vor seiner Stadt mit Öl präpariert! Meine Leute gehen in Flammen auf, ein paar kann ich noch retten, aber an eine Einnahme der Stadt ist nun nicht mehr zu denken. Diese Handvoll Soldaten, die mir geblieben ist, reicht niemals aus, um die Stadt zu nehmen. Ich werde mich wohl oder übel zurückziehen müssen! Aber ich kann darauf setzen, dass meine Wirtschaft so perfekt funktioniert, dass ich bald wieder angreifen kann.
Etwa eine Stunde später ist der Kampf entschieden. Pumpkin setzt mir noch schwer zu, kann aber nicht in die Stadt eindringen. In meinem Gegenangriff schließlich reiße ich mit zwei Katapulten seine Stadtmauern ein und stürme seine Stadt. Drinnen hat er noch eine Armee stehen, die mich angreift, doch diesmal ist es kein Problem für mich, unterstützt von Katapulten und Ballisten, den Feind zu vernichten und schließlich seinen Bergfried einzunehmen! Ich habe gesiegt!
Mit stolz geschwellter Brust stehe ich auf, gehe ins Wohnzimmer, in dem der zweite PC steht, und gratuliere meinem 11-jährigen Bruder, dass er mich in dieser Netzwerkschlacht um ein Haar besiegt hätte ...
|
|