Wenn Almas Hass den Himmel über Fairport verdunkelt, sind Sie besser anderswo! Denn das einst kleine, psychisch begabte Mädchen setzt ihren Rachefeldzug gegen Armacham fort. Dieses Mal ist sie auch noch schwanger, wie bereits am Ende von Teil 2 zu sehen war. Warum das Spiel vielleicht trotzdem nicht die Erwartungen von „F.E.A.R.“ – Fans erfüllt, lesen Sie im folgenden Review.
Es wird emporsteigen aus einem Meer aus Blut
Die Rede ist von Almas Nachwuchs. Denn als wäre eine Alma nicht schon genug, um Sie schlaflose Nächte, zusammengekauert unter eurer Bettdecke verbringen zu lassen, bekommt sie in Teil drei auch noch Nachwuchs. Als wäre das nicht schon genug, müssen Sie sich als Pointman oder Paxton Fettel (dazu mehr im Gameplay) auch noch gegen Horden von Armacham Soldaten, die verrückt-gewordenen Einwohner der Stadt und andere grausame Kreaturen durchschlagen. Das alles findet mitten im postapokalyptischen Fairport statt, in der Alma ihre Wehen auslebt und das nicht zu knapp! Das alles klingt nach einer vielversprechenden Story und „Mami, ich schlaf heut Nacht bei dir im Bett“- Stimmung, dem ist jedoch leider nicht so. Ich würde gerne irgendetwas Positives im Bezug auf die Story sagen, jedoch fällt mir nichts ein. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass nicht mehr Monolith für die Entwicklung des dritten Teils verantwortlich waren, sondern das Zepter an Day 1 Studios weiterreichten, vielleicht war dieser Schritt zu blauäugig. Die Story ist verwirrend und kaum vorhanden. Zu Beginn finden Sie sich in einem Gefängnis wieder, wo Ihnen ihr bereits in Teil 1 verstorbener Bruder Paxton zur Flucht verhilft und Sie fortan leitet. Ihr Ziel ist es, Alma aufzuhalten. Zwar gibt es immer wieder kurze Rückblenden auf den Versuchskaninchen-Alltag, als Point Man und Paxton noch Kinder waren, aber auch das gibt der einfach nicht vorhandenen Story keinen Tiefgang. Es wirkt alles aufgesetzt und plastisch. Das ist schade, da dadurch viel von der Unerklärlichkeit und dem Mystischen der Alma-Geschichte verloren geht. Dies geht soweit, dass man oft gar nicht mehr so richtig weiß, was gerade sein Missionsziel ist. Schade…