Gameplay
Die auffälligsten Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger finden sich zum einen im Umfang und zum anderen in vielen kleineren, wenn auch nicht unwichtigeren Details. „
Conduit 2“ verfügt über 16 Kampagnenmissionen, „
The Conduit“ schaffte es hier nur auf neun. Im Multiplayermodus kann man sich auf zwölf
Maps, in 14 verschiedenen Spielmodi austoben und auf ein Spielerranking von 60 hinarbeiten. Als Vergleich: der Vorgänger verfügte lediglich über sieben
Maps, neun Spielmodi und ein Maximalranking von 25. Angenehmes bringen auch die anderen Neuerungen, so gibt es beispielsweise keine spielflussstörenden Cutscenes, sondern durch das Gameplay getriggerte „scripted sequences“. Die Steuerung wurde in vielerlei Hinsicht optimiert und erweitert, dazu aber später mehr. Die Customization der Charaktere im Mulitplayermodus wurde maßgeblich verbessert und bietet nun ein breites Spektrum an individuellen Gestaltungsmöglichkeiten, so beispielsweise auch einen weiblichen
Avatar. Vor jedem Spielbeginn lässt sich nun ein Ausrüstungssetup aus mehreren wählen, die sich natürlich im Laufe der Zeit zum Besseren verändern. Die verbesserte Grafik, die Unterstützung für Wii MotionPlus und das neue Wii Headbanger-Headset sowie der neue Splitscreenmodus tun das Übrige zum Abrunden eines gelungenen Shooterkonzepts.
Grafik und Sound
Da die ebenfalls von High Voltage Software entwickelte Quantum3
Engine bereits zum Entwicklungsstart zur Verfügung stand, konnte sich das Developerteam bei „
Conduit 2“ voll und ganz auf das Gamedesign konzentrieren. Und davon profitiert der Spieler enorm. Gab es beim Vorgänger noch einiges bei Grafik, Sound und Gameplay zu kritisieren, scheint beim Zweitling alles zu einem Guten zusammen zu kommen. Die Settings sind detailreich und holen aus der Wii mit Sicherheit jedes Quäntchen Power heraus. Im Singleplayer freut man sich über atmosphärische Leveldesigns, wunderbar dargestellte Gegner und Bosse und beeindruckende Special Effects. Auch im Multiplayermodus nimmt die Liebe zum Detail kein Ende und so vermag man mit ein wenig Routine die gegnerischen beziehungsweise verbündeten Spieler an ihrem
Avatar erkennen. Auch hier beeindrucken die Spielstätten mit Abwechslungsreichtum und jeder Menge Shooterflair. Der Sound fügt sich nahtlos in das Gesamtkonzept und sorgt für mal erhöhten Puls und mal für die nötige Aggressivität. Fazit: In dieser Sektion lässt sich aus der Wii wahrscheinlich kaum mehr herausholen, als „
Conduit 2“ herauszuholen vermag.