Timing und Konzentration – das haben schon die Shaolin-Mönche gepredigt. Nun sind Sie am Zug!
Nach Paul, der Krake, sind Oktopi, so der korrekte Plural, sehr gesellschaftsfähig geworden. Diesen Bezug auf den deutschsprachigen Raum hatten die Indie-Entwickler von Dakko Dakko bestimmt nicht. Das Team rund um alte Hasen der Branche, die schon an Titeln wie „Fable“ oder „PixelJunk Monsters“ mitgearbeitet haben und sich nun unabhängig gemacht haben, bringt nun ihren ersten Titel als PSN-Mini auf den Markt: Die zweidimensionalen Abenteuer rund um einen namenlosen Oktopus, der kurzerhand „Rotating Octopus Character“ (ROC) genannt wird.
Geschichte? Wer braucht sowas?
In einem Standbild ist alles rund um die Geschehnisse abgehandelt: Eine Rakete fällt ins Meer und die kleinen Oktopi werden quer über die Weltgeschichte verteilt. Nun muss unser ROC ausrücken, um alle wieder einzusammeln. Pro Abschnitt warten zehn Levels darauf, von Ihnen gemeistert zu werden. Sechs Kontinente und einen Weltraum-Abschnitt muss unser vielarmiger, oranger Freund besuchen – also warten 70 spannende Herausforderungen auf Sie, mit drehenden Plattformen, zielsuchenden Raketen und aggressiven Gegnern.
Die Steuerung dabei ist vollkommen simpel, das Spielprinzip aber süchtig machend: Sie rotieren in eine Richtung los, können die Richtung wechseln und springen. Sie springen aber immer automatisch bis zur nächsten Position, wo Sie sich anhalten können. Da auch genügend Feinde auf Sie warten, müssen Sie aufpassen, dass Sie diesen nicht direkt in die Arme springen. Zudem tauchen die Oktopi erst nach und nach auf, was teilweise lange Wege unter Zeitdruck durch die Levels nötig machen. Übrigens: Auf Tastendruck können Sie das Spiel auch kurz anhalten und nachdenken, was Sie als nächstes tun wollen.
Einen anderen Modus stellt der Challenge-Modus dar, wo Sie nacheinander die Levels aus dem Standard Modus unter Zeitdruck meistern müssen – zuerst in der Bronze-, dann in der Silber- und dann in der Gold-Zeit. Dass dies nach einer schwierigen Aufgabe klingt, ist wahr – und das ist sie auch, beweist aber mitunter auch die japanische Herkunft des Spiels und die Liebe in die Details des Entwicklers. Übrigens: Wenn Sie 50 kleine Perlen aufsammeln, bekommen Sie ein Extra-Leben – zudem können Sie das Spiel immer beim letzten Abschnitt neu starten, was den Frust-Faktor minimiert.
Die Grafik ist im Comic-Look gehalten, bringt gute Stimmung auf und vor allem der Hauptcharakter ist einfach knuddelig. Die Levels sind typisch japanisch gehalten.
Die Musik geht sehr gut ins Ohr. Auch die Soundeffekte passen zum Gesamtbild. Schade, dass nicht mehr von der Story enthalten ist.
Die Steuerung ist so simpel, dass die gesamte Anleitung ohne ein einziges Wort Text auskommt. Sehr nett!
Zusammenfassung
Dieses Spiel macht süchtig – Achtung! Sie wollen immer noch eine Ebene weiterkommen, die dann aber wieder schwieriger wird. Eigentlich geht es ja nur ums Timing, aber das Springen (zusammen mit dem Sound) macht soviel Spaß, dass die Jagd nach den Artgenossen zur Ehrensache wird und wir auch den Kampf mit bellenden Hunden und Autos aufnehmen. Dakko Dakko, gut gemacht, das Spiel hat wirklich etwas, das auch Hardcore-Zockern gefallen wird und frischen Wind ins Geschicklichkeits-Genre bringt! Zugreifen – heißt es für alle, die gerne eine gut bestückte Minis-Sammlung haben!
Die Vorteile für registrierte User auf GamingXP werden nach Abschluss der Beta-Phase noch weiter ausgebaut. Helfen Sie mit, das beste GamingXP aller Zeiten zu bauen!
Melde dich gleich jetzt für die Closed Beta des XP Clubs an! Es erwarten sich coole Community-Aktiväten und attraktive Preise! Hier geht's zum XP Club!