Eigentlich schon lange veröffentlicht, gab es erst nach der Reaktivierung des PSN Stores wieder die Möglichkeit dieses Plattformspiel zu testen. Wie sich dieses Arcadegame und der namenlose Held schlägt, erfahren Sie in diesem Bericht.
Story
In "Outland" geht es um das ewige Thema des Guten und des Bösen. Ordnung gegen Chaos, fast so wie bei "Battle vs. Chess". Zwei Schwestern, die die Welt erschufen. Das kann doch nur zu Konflikten führen. Wir stehen mittendrinn und beginnen mit einem Trailer.
Bereits zu Beginn präsentiert sich uns ein wunderbarer Anblick. Im Vordergrund sehen wir die schwarzen Plattformen, während sich im Hintergrund ein belebte Landschaft zeigt. Mit einem leicht Gelb-Orangestich werden Bäume, riesige Zahnräder und Ketten dargestellt. Die Farbe wechselt in einem sanften Übergang von gelb zu orange und endet schließlich in einem leichten Grün. Diese farblichen Änderungen zeigen sich bereits nach den ersten paar Schritten und Sprüngen. Doch keine Zeit zum Genießen der schönen Landschaft. Ganz im Stile von "Prince of Persia" springen, klettern und kämpfen wir uns durch die verschiedenen Levels und Plattformen. Dabei sind die Bewegungen der Spielfigur so fließend und rund, dass man fast schon lieber zusehen möchte, um das Spiel zu genießen. Nach ein kurzer Einspielzeit bekommt der Krieger einen Flashback und man kommt in eine Zeit, die bereits Tausende von Jahren vergangen ist. In dieser Zeit ist man ein, mit allen möglichen Kräften ausgestatteter, Held. Hier wird uns jetzt erklärt, was es mit der magischen Geisterenergie auf sich hat. Als dieser Held besitzt man bereits beide Energien, die des Lichts und die des Schattens. Hervorgehoben werden die Einsätze der Energie durch eine farbliche Unterlegung des Charakters. Aktiviert man die Lichtenergie, schimmert der ansonsten schwarze Hauptdarsteller in einem blitzenden Blau. Feuerrot zeigt er sich, wenn die Schattenenergie aktiv ist. Der Sinn und das Zusammenspiel der beiden Energien, zeigt sich bei den ersten beiden beweglichen Plattformen. Eine leuchtet rot und die andere blau. Je nachdem, welche Energie man aktiviert hat, leuchtet die Plattform entsprechend hell. Will man jetzt, über die beiden Plattformen, nach oben springen, muss man zuerst die Farbe der unteren aktivieren, und dann, während des Sprungs, schnell auf die andere Farbe wechseln. Ähnlich verhält es sich bei den Laserstrahlen, auf die der Held immer wieder trifft. Rote Laserstrahlen absorbiert der "rote Held" ohne Probleme, während dieser bei den blauen Strahlen an Gesundheit verliert, und umgekehrt. Auch bei den Feinddarstellern in diesem Spiel funktioniert das so. Rotleuchtende Gegner müssen mit der Lichtenergie besiegt werden. Ist man selber im "Dunkelenergie-Modus" erleidet man aber dafür, durch so einen Gegner, keinen Schaden. Auch bei den Bossgegnern kommt der ständige Wechsel zwischen den beiden Energien zum Tragen. Wer das nicht beherrscht, hat in den späteren Levels wenig Chance. Dabei ist das Spiel sehr angenehm zu spielen, da es genügend Speicherpunkte gibt, die im Falle des Ablebens durchaus nützlich sind.
Wenn man nicht gerade damit beschäftigt ist, zu springen, klettern und Gegner zu schlachten, dann ist der Held auf der Suche nach Vasen aller Größen. Sind diese geknackt, gibt es einen wahren Goldregen. Denn wie es sich für ein waschechtes Jump'n'Run gehört, müssen auch Münzen gesammelt werden. Diese können dann zum Upgraden des Helden eingesetzt werden. So können Sie sich mehr Lebenskraft und Energie besorgen. Haben Sie keine Lust, alleine zu spielen, steigen Sie ins Onlinegeschehen ein. Im Koop-Modus suchen Sie sich einen Partner und springen dann zu zweit von Plattform zu Plattform. Leider gibt es diesen Koop-Modus nur online, und keine Offline-Splitscreen-Variante.
Die Grafik kann sich hier mehr als sehen lassen. Auch wenn es sich um ein simples Arcadespiel handelt, so sieht es für seine Verhältnisse richtig gut aus. Der wunderschöne, bewegte Hintergrund und die fließenden Bewegungen des Helden machen "Outland" zu einem wahren Geheimtipp. Musikalisch kann das Spiel ebenfalls mit seiner direkten Konkurrenz mithalten. Die mystischen Klänge und die tiefe Stimme des Erzählers schaffen eine ungemein packende Atmosphäre.
Steuerung
Die Steuerung ist einwandfrei. Alle Tasten werden erklärt und nach einer Zeit hat man den Dreh heraus. Ohne Probleme springt man von einer Wand zur anderen, hangelt sich das letzte Stück nach oben, rutscht unter einem Laserstrahl durch, steht auf und verpasst einer Ameise einen Kinnhaken mit dem Schwert, so dass diese in die Luft geschleudert wird. Hier haben wir wirkliche eine tolle Steuerung, die punktgenau funktioniert.
Atmosphäre
Wie bereits oben geschildert, schafft es "Outland", den Spieler in die Welt des Kriegers und der beiden Schwestern zu versetzen. Der tolle, eingefärbte Hintergrund, die mystische Musik und die überaus geniale Steuerung bescheren uns ein grandioses Arcadespiel. Bei diesen vielen positiven Punkten kann auch über die eher seichte Geschichte hinweg gesehen werden.
Mit "Outland" bekommen die Arcadespiele einen starken Vertreter. Das Jump'N'Run Spektakel um den namenlosen Helden wurde derart gekonnt in Szene gesetzt, dass man nur mehr schwer davon los kommt. Verglichen mit der Neuauflage des "Prince of Persia" für die PS3 kann man "Outland" nur zum Sieg gratulieren.
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