Die postapokalyptische Welt ruft, und wir lassen uns nicht zweimal bitten. Mit "PAM" geht es ins zerstörte Ödland, um ein brutales Rennen nach dem anderen zu absolvieren. Ob das Spiel auch hält, was es verspricht, lesen Sie hier in diesem Review.
Story
"PAM - Post Apocalyptic Mayhem" ist nicht das erste Rennspiel, in dem die Zerstörung der anderen Teilnehmer mehr oder weniger das Wichtigste oder zumindest das Lustigste ist. Vor ungefähr einem halben Jahr haben wir "Crasher", ebenfalls ein PC-Spiel, das über Steam gespielt wird, getestet und die Euphorie hat sich, bescheiden ausgedrückt, in Grenzen gehalten. Nun wollen wir sehen, wie das Renngemetzel "PAM" aussieht, dazu wollen wir mit einem Trailer beginnen.
Wie man bereits sieht, geht es in der Welt von "PAM" ordentlich zur Sache. Um es so richtig krachen zu lassen, stehen einige Fahrzeuge zu Verfügung, wie der Schulbus "Childhood Dreams", der Holztransporter "Logger", der Buggy "Space Cowboy", oder auch ein kleines, abgedrehtes Auto mit einem Einhorn. Jedes dieser Autos unterscheidet sich in der Geschwindigkeit, der Beschleunigung, und dem Handling.
Im Ödland geht die Post ab
Damit man sich nun auf den Rundkursen gegen die anderen durch- und absetzen kann, stehen alle paar Meter bunte Tonnen auf der Strecke. Diese gibt es in den vier Farben grün, gelb, rot, blau . Während die grüne Tonne den Turbo-Boost wieder auffüllt, sind die anderen drei Tonnen dazu da, um die drei verschiedenen Waffen eines Fahrzeuges zu aktivieren. Denn jedes Gefährt hat eine Waffe vorne, hinten und an der Seite. Die entsprechenden Farben aktivieren die zugehörige Waffe. So bekommt man durch die rote Tonne die Heckwaffe freigeschaltet. Natürlich hat jedes Fahrzeug drei individuelle Angriffe, und so können Sie mit dem "Logger", dem Holztransporter, ein paar Holzstämme auf die Strecke werfen, um die nachfolgenden Autos zu beschädigen und zu zerstören. Mit dem "Space Cowboy" zünden Sie eine riesige Flamme, die ein paar Sekunden hinten aus dem Auto schießt und jeden grillt, der dem Buggy zu nahe kommt. Die Angriffe, die für die nachfolgenden Autos gedacht sind, sind natürlich ideal für die engen Passagen, bei denen es kein Entrinnen für die Gegner gibt. Hier gibt es jetzt zwei Trailer zu den oben genannten Fahrzeugen "Logger" und "Space Cowboy".
Hingegen sind die Frontalangriffe super für Aufhol- und Überholmanöver. Hier wurden besonders mit dem "Einhorn-Mobil" viele Kills errungen. Dafür muss man sich nur dem Gegner nähern, am besten mit einer kräftigen Portion Turbo-Boost, um ihn dann mit dem Einhorn aufzuspießen. Auch wenn sich das Spiel bis zu dem Punkt, und nach den ersten paar Rennen, sehr gut präsentiert, so muss man doch sagen, dass viele der Fahrzeuge ähnliche Angriffe nutzen. So werden meistens beim Heckangriff irgendwelche Gegenstände verstreut, die meist tödlich für die Verfolger enden. Denn ob jetzt Minen, Baumstämme, oder auch Panzerbarrikaden abgelegt werden, ist dann auch schon egal.
Das Fahrverhalten der meisten Fahrzeuge ist ebenso ganz gut geworden, wie die vielen Effekte, die beim Einsetzen der Waffen gezeigt werden. Leider spielt "Post Apocalyptic Mayhem", wie der Name schon sagt, in einer postapokalyptischen Welt, in der es nicht viel gibt, außer Sand, Autowracks und sehr viel zerstörte Umgebung. Selbst aber kann man nichts zerstören, weder brechen Häuser ein, noch können die Autowracks verschoben werden. Etwas das man vielleicht machen hätte können, um einen intensivere Atmosphäre zu schaffen. Zusätzlich zu diesen Punkten gibt es leider auch noch den überschaubaren Inhalt. Es werden zwar mit dem ersten DLC drei neue Fahrzeuge und eine neue Strecke hinzugefügt, doch mit dieser Extrastrecke kann "PAM" genau vier Kurse vorweisen. Das ist eindeutig zu wenig.
"PAM" bietet uns eine rundum zerstörte Welt. Wir fahren durch kaputte Häuser, bei Autowracks vorbei, springen von einem Autobahnabschnitt zum nächsten. Insoweit wird uns auf den vier Strecken viel geboten, und dennoch können die Rennen und die Umgebung nicht vollends überzeugen. Die Autos hingegen sehen super aus und passen richtig in das Szenario einer postapokalyptischen Welt. Auch die Effekte können sich sehen lassen. Beim Zünden des Boosts zum Beispiel wird der Bildschirm unscharf oder auch das Fahrzeug mit den Eisattacken, bei dem sich rund um das Chassis Frost ansetzt, sieht klasse aus. Die rockige Musik passte ebenfalls hervorragend zum Spiel, so wie auch die Geräuschkulisse während der Rennen. Links explodiert ein Fahrzeug, dann rechts, dann ist unser Auto dran. Überall kracht und knallt es. Gut so!
Steuerung
Die Steuerung ist extrem einfach und simpel gehalten. Beschleunigen, bremsen, lenken, der Einsatz der drei Waffen, der Turbo-Boost und auch die Handbremse sind übersichtlich belegt worden. Wobei dies das geringste Problem wäre, da man die Steuerung auch selber noch nach Wunsch anpassen kann.
Leider war zur Zeit der Testphase niemand online, aber wie bei den vielen Spielen, ist der Mehrspieler-Modus natürlich das Herzstück. Auch wenn man im Singleplayer den Schwierigkeitsgrad der Gegner verändern kann, so gibt es doch nichts Spannenderes als ein Gefecht mit menschlichen Mitspielern. Wie auch im Singleplayer wäre vielleicht auch für den Mehrspieler-Modus ein wenig mehr Abwechslung wichtig gewesen. Aber hier bleibt die Hoffnung, das einige Dinge noch per DLC verbessert werden können. Sonst erleidet dieses Spiel mit Sicherheit das gleiche Schicksal wie „Crasher“.
Grundsätzlich wird in "PAM" ein Setting geliefert, das eine postapokalyptische Welt glaubhaft präsentiert. Dennoch hätte es sicher nicht geschadet, einstürzende Häuser oder andere bewegte Hintergründe wie etwa in „MotorStorm Apocalypse“ in das Spiel zu implementieren. Was kann ein Actionrennspiel sonst noch liefern? Coole Autos und gut durchdachte Strecken. In diesen Punkten gibt es einen Daumen nach oben für das Spiel, auch wenn die Anzahl der Strecken sehr zu wünschen übrig lässt.
"PAM - Post Apocalyptic Mayhem" ist cool, aber viel zu kurz. Mit drei verschiedenen Attacken setzen Sie Ihre Gegner außer Gefecht und zerstören jeden, der Ihnen zu nahe kommt. Mit rockiger Musik, tollen Effekten und einer heißen Schlacht um die meisten Kills und Runden empfiehlt sich das Spiel für jeden Straßenrowdy. Leider ist der Spielumfang sehr begrenzt und bietet trotz eines ersten DLCs erst vier verschiedenen Strecken. Das ist eindeutig zu wenig und macht aus dem Spiel ein kurze Angelegenheit. Hoffentlich wird da in Zukunft noch mehr Material bereitgestellt.
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