Geht ohne mich weiter…
...mein Schatz-o-Meter schlägt noch aus! Auf den ersten Blick würde man glauben, es handelt sich bei „Hamliton’s Great Adventure“ um ein Jump and Run-Spiel. Sie finden sich in einer Welt wieder in der Sie Trauben, Münzen, Schlüssel und dergleichen sammeln und Hindernisse überwinden müssen. All das soll auch noch in der schnellst möglichen Zeit passieren, damit Sie mehr Punkte abstauben. So kann es sein, dass Sie obwohl Sie alles eingesammelt haben, trotzdem weniger Punkte haben als Ihr Kumpel im gleichen
Level, weil er um einiges schneller war. Den Fortschritt Ihrer Plünderei zeigt Ihnen dabei stets ein so genannter Schatz-o-Meter an, der sogar eine Anzeige für gefundene Schätze pro Minute besitzt. Umso verblüffender werden Sie dreinschauen, wenn Sie merken, dass es nicht einmal einen Jump-
Button gibt. Weiters ist das Spiel ist ein Musterbeispiel dafür, wie ein gelungenes
Koop-Spiel auszusehen hat. Sie haben einerseits die Möglichkeit, Ernest am Boden über Treppen und zwischen den Fallen hindurch zu steuern, während er Münzen sammelt, zeitgleich können Sie jedoch auch den Vogel Sasha in luftigen Höhen steuern und so Schalter, Trauben und Schätze erreichen und Ernest somit kräftig unter die Arme greifen. So gesehen hätte Herr Hamilton ohne seinen Vogel bei weitem nicht so viel drauf wie „Indiana Jones“.
Grafik und Sound
Kleinigkeiten wie die surrende Fliege im Startmenü oder die Stimme des Frosch-Diebes zeichnen dieses Spiel in Sachen Sound aus. Auch die Musik ist durchaus in Ordnung, nichts Besonderes, aber sie lädt zu Abenteuern ein. Synchronisation gibt es keine, dafür Laute wie Seufzer oder ähnliches, die bei den Sequenzen zwischen den einzelnen
Levels die Emotionen zum Ausdruck bringen sollen. Dies ist nichts Weltbewegendes, passt jedoch gut mit den gezeichneten, auf alten Polaroids dargestellten Storysequenzen zusammen und lässt ein leicht nostalgisches Gefühl aufkommen, welches den Spieler an alte Adventure-Klassiker erinnert. Die in- Game-Grafik selbst lässt für dieses Genre auch keine Wünsche offen und ist liebevoll und idyllisch gestaltet. Drehende, farbige Münzen, teils fixe Elemente, teils bewegliche (wie einstürzende Pfade) auf einem netten Hintergrund. Sasha und Ernest wurden auch schön animiert und somit verdient die Grafik zumindest die Note gut.