Am Freitag den 19. Mai dieses Jahers läuft mit dem Kinoblockbuster „Fluch der Karibik: Fremde Gezeiten“ der bislang vierte Teil der Reihe mit Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) in der Hauptrolle, an. Die Geschehnisse des neuen Teils können aber schon vor dem 19. Mai dieses Jahres nachgespielt werden, und zwar in der LEGO-Videospieladaption des Erfolgfranchise. In „Lego: Pirates of the Caribbean“ können Sie alle vier Teile spielen und wie sich das anfühlt, erfahren Sie im folgenden Review.
Story
Über die Geschichte müssen wohl nicht viele Worte verloren werden. Alle vier Teile angefangen von „Fluch der Karibik“ bis hin zum aktuellen Kinoblockbuster „Fremde Gezeiten“ können anhand von je vier Kapiteln nachgespielt werden. Dabei werden besondere Momente jeweils herausgepickt, die jedem Fan mit Sicherheit noch heute in Erinnerung sind. Auch die Charaktere wie Captain Jack Sparrow, Will Turner, Davy Jones und viele mehr sind im Spiel vertreten, weshalb auch ziemlich schnell „Fluch der Karibik“-Feeling aufkommt.
Hier eine wahre Trailerflut, die jeden Teil kurz vorstellt:
Gameplaytechnisch gibt’s für LEGO-Fans wenig Überraschungen. Wie auch beispielsweise in „LEGO Star Wars“ oder „LEGO Harry Potter: Die Jahre 1-4“ müssen Sie in den verschiedenen Levels möglichst viele farbige LEGO-Steine sammeln, Aufgaben meistern und Gegner in die Schranken weisen. Das Gameplay ist recht simpel gestrickt und für alle Altersklassen geeignet.
Selbes gilt auch für die Aufgaben, die nicht besonders schwierig, aber dennoch alles andere als langweilig sind. Sie rennen anfangs nur mit Will Turner durch die Gegend, bis weitere Charaktere aus dem Filmen Ihrer Meute bereichern. Unter anderem begrüßen Sie auch Captian Jack Sparrow, der allen „Fluch der Karibik“-Fans als stets betrunkener und ehrloser Weiberheld in Erinnerung geblieben ist. Selbes Bild verkörpert er auch im Videospiel. Witzig dabei ist, dass auch das virtuelle Abbild von Jack Sparrow ähnlich verwirrt herumtorkelt.
Genial finde ich auch die Adaption des Settings. So kommen Sie um Piratenduelle mit messerscharfen Säbeln nicht herum. Auch die Minispiele hier und dort wurden perfekt ins Piratensetting transportiert. So müssen Sie beispielsweise Fässer mit einer Kanone abschießen oder mit Hilfe von Jack’s Kompass versteckte Objekte im Sand finden.
Im späteren Verlauf müssen die Charaktere, die teils spezielle Fähigkeiten haben, geschickt kombiniert werden, um im Spiel voran zu kommen, doch das alles passiert auf eine spielerische Art und Weise, die auch Nicht-Fans von „Fluch der Karibik“ begeistern kann.
Alles in allem gibt’s in puncto Gameplay nichts, wirklich nichts auszusetzen. Der Umfang stimmt, die Art und Weise wie gespielt wird, stimmt, das Setting stimmt und auch die Abwechslung kommt nicht zu kurz. So und nicht anders sollte ein Videospiel in meinen Augen sein. Im Bezug auf das Gameplay ist der Titel der bislang beste, den ich bislang am Nintendo 3DS gespielt habe.
Grafik und Sound
Grafisch steht der Titel dem Gameplay in nichts nach. Die Präsentation sieht meiner Meinung nach besser als auf der Wii aus, und der 3D-Effekt kommt wirklich gut durch. Gemeinsam mit „PES 2011 3D“ ist das bislang der beste Titel, was die Ausnützung des 3D-Features angeht. Auch die Animationen sind einfach nur perfekt (etwa das typisch verwirrte Herumtorkeln von Jack Sparrow). Wie schon bei vielen anderen LEGO Ablegern passt hier auch die Mischung aus Hochglanz-Videos, HD-Texturen und klobigen LEGO-Steinchen optimal, weshalb hier nur das Prädikat Sehr gut verwendet werden kann.
Soundtechnisch gibt’s ebenfalls nicht viel zu meckern. Typische „Fluch der Karibik“-Sounds sind pausenlos zu hören, und auch auf das simlische Gebrabbel wurde hier weitgehend verzichtet.
Die Steuerung geht leicht von der Hand um birgt keine versteckten Tücken oder Überraschungen. Mit dem Steuerkreuz oder dem Schiebepad bewegen Sie den ausgewählten Charakter durchs Bild, mit den Knöpfen auf der rechten Seite des 3DS werden die Aktionen vollführt und mit den Schultertasten werden die Charaktere durchgewechselt. Weiters können die Charaktere auch mit dem Stylus per Touchevent gewechselt werden. Alles, wirklich alles geht leicht und intuitiv von der Hand und macht obendrein noch Spaß.
Einen Mehrspielerpart gibt es leider nicht. Schade, gerade dieser Koop-Modus macht das Spiel beispielsweise auf den HD-Konsolen erst so richtig interessant. Einzig eine Streetpass-Funktion namens Piratenduell wurde ins Spiel integriert.
Atmosphäre
Die Atmosphäre ist so gigantisch wie in kaum einen anderem Spiel. Die ohnehin schon unterhaltsame Story wird derart witzig erzählt, dass man sich oft das Lachen nicht mehr verkneifen kann. Die Mischung aus “Fluch der Karibik” und LEGO ist einfach nur genial und sucht ihresgleichen.
Alles in allem kann ich nur sagen, dass „LEGO Pirates of the Caribbean“ mit Abstand der bislang unterhaltsamste Titel am Nintendo 3DS ist, den ich bislang gespielt habe. Das Gameplay, das Setting, die Story, der Umfang, es stimmt einfach alles! Einziges Manko ist der fehlende Mehrspielerpart sowie die teils gekürzten Cinematics. Doch diese Mankos nimmt man für dieses Spiel gerne in Kauf.
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