Großwild- und Möchtegern-Jäger aufgepasst! Activision veröffentlichte nun mit „Cabela’s Dangerous Hunts 2011“ eine neue Jagdsimulation für die PlayStation 3, die Xbox 360 sowie die Nintendo Wii. Mit dabei ist ein Top Shot Elite-Gewehrcontroller, der eine Nachladefunktion wie eine Pumpgun, ein Zielfernrohr als auch eine längenverstellbare Schulterstütze besitzt. Im folgenden Review möchten wir Ihnen die Nintendo Wii-Version des Titels genauer vorstellen.
Story?!?
Das Spiel bietet auch, man glaubt es kaum, einen Storymodus. In diesem Modus geht es mit einem kurzen Video los, in dem gleich ein riesiger Grizzly, oder etwas Vergleichbares, auftaucht. Später finden Sie sich mit Ihrem Bruder und Ihrem Vater auf Großwildjagd. Doch zunächst müssen Sie Ihren Jagdinstinkt erst unter Beweis stellen. Nach ein paar Zielschießübungen gilt es schon, einen Hirsch zu erlegen, und das ganz alleine. Dafür wechseln Sie in den „Jagdmodus“, in dem Sie beim Blicken durch das Zielfernrohr Fährten oder Ähnliches entdecken können. Dies funktioniert, da der Gewehrcontroller eine rote Linse hat und somit das gezeigte Bild filtert. Beim normalen Blick auf den Bildschirm sehen Sie pures Farbchaos. Hier ein kurzer Story-Trailer:
So spüren Sie das Objekt der Begierde auf und erlegen es mit einem gezielten Schuss. Spannend dabei ist die Tatsache, dass man stets voll fokussiert ist und ständig mit herausspringenden Wölfen, Bären oder ähnlichem Getier rechnen muss. Man ist sozusagen voll angespannt und kann es kaum erwarten, den Zwölfender zu Strecke zu bringen und so unserem Vater und Bruder zu zeigen, wo der Hammer hängt. Schnell ist der Hirsch gefunden und erlegt, und schon geht das Abenteuer weiter. Eine Raubkatze attackiert Ihren Vater, weshalb Ihr Charakter, ohne Ihr Zutun, abdrückt und die Raubkatze verletzt. Wie es sich für einen guten Jäger gehört, darf man Tiere nur töten, nicht aber verletzen, da sie sonst, laut den Aussagen unseres abgekämpften Vaters, wild und unberechenbar werden. Zuerst dürfen wir noch unsere Trophäe, ein Hirschherz, verputzen und dann geht das Abenteuer in die nächste Runde. Die verwundete Raubkatze soll erlegt werden.
Neben dem Storymodus gibt es auch die Schießstandfunktion. Hier müssen Sie stets Ihr Können unter Beweis stellen, um immer neue Schauplätze freizuschalten. Gemessen wird Ihr Erfolg anhand von Punkten, die bei ausreichender Anzahl mit einer Medaille belohnt werden. Wenn Sie beispielsweise in den ersten drei Levels jeweils eine Bronzemedaille ergattert haben, dürfen Sie sich auf neue Schießstände freuen, die Sie beispielsweise in die Wüste oder in den Wald entführen. Mir persönlich hat dieser Modus viel besser gefallen, da man hier vollkommen on Rails (auf Schienen) agiert. Man kann sich aufs Schießen konzentrieren und muss nicht auch noch durch den Wald laufen oder sich nicht ständig im Kreis drehen, aus Angst, aus dem Hinterhalt von einem Wolf oder Bär attackiert zu werden. Mehr dazu lesen Sie im Abschnitt Gameplay.
Den Anfang macht hier der vorher angeschnittene Schießplatzmodus. Hier können Sie wahlweise alleine oder mit bis zu drei Mitspielern auf die Jagd gehen. Schade ist hier allerdings, dass Sie beim VS. Modus um den Top Shot Elite-Controller streiten müssen. Der zweite Spieler muss dann auf die WiiZapper-Steuerungsmethode oder die Nunchuck-Methode ausweichen, womit ein fairer Vergleich nicht wirklich möglich ist.
Am Schießplatz gilt es, drei Medaillen zu erreichen. Dafür müssen Sie eine gewisse Punkteanzahl überschreiten. Je nachdem, wie viele Punkte Sie schaffen, erhalten Sie die entsprechende Medaille und je nachdem, wie viele Medaillen Sie in allen verfügbaren Schießplatzszenarien erreicht haben, werden neue Schießplatzlevels freigeschalten. Dank der abwechslungsreichen Szenarien sowie dem großen Umfang an Levels sorgt dieser Modus wirklich für Gefallen.
Hierbei erwartet Sie typische Railshooter-Action. Ihr Charakter bewegt sich von alleine und Sie müssen nur alles, was Ihnen vor die Flinte läuft, mit gezielten Schüssen zur Strecke bringen. Mit dabei sind auch Powerups, wie unendliche Munition, doppelte Punktezahl und vieles mehr. Diese Powerups können Sie einsammeln, in dem Sie bestimmte Tiere (Powerup-Symbol ist über dem Tier zu sehen) töten. Nebenbei gibt es noch Sonderziele wie Bienenstöcke oder ähnliche Dinge, die Ihre Punktezahl weiter in die Höhe treiben. Auch Combos sorgen für einen gehörigen Punkteschub.
Auf der anderen Seite gibt es noch den vorher kurz angeschnittenen Storymodus. Hier müssen Sie selbst mittels Nunchuck durch den Wald laufen und sich mit dem Top Shot Elite-Controller umschauen. Diese Steuerungsvariante ist auch unter anderem aus anderen Wii-Shootern, wie zum Beispiel „Sniper Elite“ bekannt. Das Problem dabei ist, dass Sie selbst immer im Kreis drehen müssen, um nicht aus dem Hinterhalt von wilden Tieren attackiert zu werden. Doch diese Tiere sind bei weitem nicht die Gefahr, die geht nämlich von der unausgeklügelten Steuerung aus. Man hat eher mit sich selbst zu kämpfen, um die Tiere zu entdecken und genau zu zielen. Ich verstehe nicht, warum man hier auf das On-Rails-System verzichtet hat? Das Spiel wäre soviel lustiger, wenn man nicht pausenlos mit einem gezielten Orientieren im Wald beschäftigt wäre. So hat man zwar das Freiheitsgefühl, nicht auf Schienen zu sein, aber dafür schwenkt der Spielspaß in Frust über. Oft wird man von mehreren Wölfen oder ähnlichem Getier gleichzeitig attackiert und man weiß gar nicht, in welche Richtung man zuerst schauen soll. Schade! Hier wäre wahrlich viel mehr drinnen gewesen. Warum nur hat man nicht auf ein System wie in „House of the Dead: Overkill“ gesetzt?
Im Storymodus müssen Sie somit mit Lebensverlusten durch heranstürmende Tiere rechnen. Gut, dass überall im Wald Medipacks, Munition und weitere versteckte Objekte zu finden sind. Doch nicht nur positive Dinge können gefunden werden, auch angriffslustige Bärenfallen warten auf unvorsichtige Jäger. Alles in allem ist das Gameplay im Schießstandmodus äußerst unterhaltsam und man geht auch gerne mit Freunden auf die Highscorejagd. Schade, dass der Storymodus hier nicht folgen kann. Das Balancing aus der Bewegungsfreiheit und der angreifenden Tiere ist einfach nicht optimal. Hätte man hier auch auf das On-Rails-System gesetzt wäre das Ganze wesentlich spannender.
Vor einiger Zeit veröffentlichten 505 Games und bigben Interactive Nintendo Wii-exklusive Jagdsimulationen. Beide Spiele landeten im Mittelfeld, ohne für Begeisterung zu sorgen. Bei beiden Simulationen war man wie angewurzelt, und die Objekte der Begierde rannten quasi nur vor die Flinte. Ganz im Gegensatz dazu läuft das Geschehen bei „Caleba’s Dangerous Hunts 2011“ ab. Im Storymodus rennen Sie komplett frei durch den Wald und auch im Schießstandmodus wechseln Sie dank Rail-Action mehrmals die Schauplätze. Auch das Spielgefühl fühlt sich bei „Cabela’s Dangerous Hunts 2011“ wesentlich realistischer an. Die Grafik ist einfach hübscher und auch das Spielverhalten ist viel authentischer.
Grafik und Sound
Wie gerade erwähnt, ist die Optik von “Cabela’s Dangerous Hunts 2011” über die Grafik von vergleichbaren Wii-Jagdsimulationen zu stellen. Spannend dabei ist, dass es sich hier um einen Multiplattformtitel handelt und die Optik trotzdem besser ist als bei vergleichbaren Exklusivtiteln. Der Storymodus sorgt mit netten Storyeinblendungen in Spielgrafik für Gefallenm was auch auf die Vielzahl an verschiedenen Tieren und Schauplätzen zutrifft. Die Animationen der getroffenen Tiere ist nicht oscarreif, aber alles in allem in Ordnung.
Soundtechnisch gibt’s ebenfalls nicht viel zu meckern. Typische Jagdgeräusche gepaart mit Kommentaren wie Sniper-Mode oder ähnliches sorgen für die nötige Motivation und Konzentration.
Ich war anfangs skeptisch, als ich den Top Shot Elite-Controller zusammengebaut habe und den Nunchuck sowie die Wii-Remote im Controller versenkt hatte. Ich war einfach gespannt, wie gut die Steuerung funktioniert. Am Anfang des Spiels wartet eine kurze Kalibrierung, bei der die linke obere Ecke sowie die rechte untere Ecke anvisiert werden muss. Die Positionierung der Knöpfe wirkt durchdacht und macht auch Spaß. Das Gewehr liegt dank der verstellbaren Schulterstütze perfekt in der Hand und auch schnelle Manöver werden sehr gut erkannt. Auch im Vergleich zu anderen Gewehrcontrollern, wie die Schrotflinte aus „Deer Drive“, der Revolver aus „The House of the Dead: Overkill“ oder das Snipergewehr aus „Sniper Elite“, lässt der Top Shot Elite-Controller keine Wünsche offen. Vor allem dank der Individualisierungsmöglichkeit schlägt sich hier „Cabela’s Dangerous Hunts 2011“ mehr als nur wacker.
Wie bereits eingangs erwähnt wurde, gibt es auch einen Mehrspielermodus. Dieser beschränkt sich allerdings nur auf den Schießstandmodus. Hier können Sie in verschiedenen Spielmodi gegeneinander auf Highscorejagd gehen. Besonders spannend hierbei ist der Zwei-Spieler VS. Modus, wobei man auch sagen muss, dann man für einen fairen Vergleich zwei Top Shot Elite-Controller benötigen würde.
Atmosphäre
Die Atmosphäre ist wirklich gelungen. Wie bereits erwähnt ist man in beiden Modi stets voll fokussiert und rechnet stets mit heranstürmenden Bären, Löwen oder sonstigem Getier. Die Nachladefunktion als auch das Handling des Controllers sorgen für ein unterhaltsames Spielgefühl.
Wäre im Spiel nur der Schießplatzmodus enthalten, wäre zu wenig wahrlich zu wenig Inhalt für eine Topwertung vorhanden. Jetzt hat man den Storymodus, der eigentlich ganz unterhaltsam werden hätte können, doch dank des Verzichts auf das On-Rails-System schlägt der Spielspaß eher in Frust über. Schade, warum hat man hier nicht auf das erfolgreiche Rail-Shooter-System vertraut? Alles in allem schlägt sich der Titel aber trotzdem wacker und ist klar über vergleichbare Jagdsimulationen auf der Wii zu stellen. Für mich ist „Cabela’s Dangerous Hunts 2011“ zur Zeit das beste Jagdspiel auf der Wii.
Die Vorteile für registrierte User auf GamingXP werden nach Abschluss der Beta-Phase noch weiter ausgebaut. Helfen Sie mit, das beste GamingXP aller Zeiten zu bauen!
Melde dich gleich jetzt für die Closed Beta des XP Clubs an! Es erwarten sich coole Community-Aktiväten und attraktive Preise! Hier geht's zum XP Club!