Hier liegt allerdings auch gleich ein Kritikpunkt begraben. Gleich am Beginn gibt es ein
Level, in dem man mit einem Konvoi unbemerkt ein Lager infiltrieren soll. Sie können allerdings auch darauf verzichten und einfach zum nächsten
Checkpoint rennen. Das wäre ja nicht weiter schlimm, aber auf einmal kommt ein Ladebildschirm, Sie befinden sich in einem neuen Levelabschnitt, können nicht mehr zurück und die Feinde, die Sie zuvor noch verfolgt haben, sind mir nichts dir nichts verschwunden? Soll das der hochgelobte Realismus sein, den sich der Titel auf die Fahne schreibt?
Die Möglichkeit, auf Gewalt zu verzichten, kann allerdings nicht in allen Missionen genutzt werden, denn oft ist es einfach das Ziel, eine bestimmte Person auszuschalten. Weiters schränkt das Leveldesign, den Handlungsspielraum auch ein wenig ein. Wenn Sie nun eine kreative Route wählen und das Areal verlassen, dann bleiben Ihnen ganze fünf Sekunden um ins Gebiet zurückzukehren, andernfalls sind Sie tot. Ja, wirklich gestorben! Hier hätte man doch etwas kreativer sein können und das Gebiet durch Felsen, Zäune oder ähnliches begrenzen können, als so einen unglaubwürdige Lösung dem Spieler aufzudrücken. Ob dieser Ansatz besser ist als die berühmten unsichtbaren Wände, sei dahingestellt. Nichtsdestotrotz muss man sagen, dass „
Sniper: Ghost Warrior“ kein reines Sneak-Stealth-Spiel ist. Der Sinn ist zwar, möglichst nicht aufzufallen, was dank der Tarnung und dem Feintuning bei der Gegner-
KI meistens klappt, aber es gibt auch die „
Rambo“-Möglichkeit.
Gameplay
Bis auf die bislang beschriebenen Punkte gibt es nicht viele Kritikpunkte am Gameplay. Sie rennen mit einer Pistole, einem Scharfschützengewehr sowie der typischen Standardausrüstung (Spritzen, Seil, Messer usw...) herum und versuchen, möglichst effizient vorzugehen. Das Durchsuchen der Häuser oder Hütten lohnt sich dabei, ähnlich wie bei Rollenspielen der Marke „
Final Fantasy“. Sehr oft sind Geheimnisse oder Medizin versteckt, die jeder Kämpfer im Feindesland brauchen kann.