Gameplay
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Virtua Tennis“ geht nunmehr in die vierte Runde, und die Neuerungen lesen sich auf dem Papier prächtig: 19 Spieler stehen zur Auswahl, verbesserte Bewegungssteuerung (Move für PS3, Kinect für Xbox 360 und Wii Motion Plus), ein rollenspiellastiger Karriere-Modus, ein Spezialschlag-Feature als auch eine Menge an Minispielen zum Training für Spieler als auch Protagonist. Gleich nach dem Start fällt auf, dass SEGA sich trotz aller Zugänglichkeit Mühe gemacht hat, die Neulinge von den starken Spielern zu trennen. Während Sie nämlich mit einem Nadal oder Federer kaum ins Punkte raubende Aus schießen können, wird Ihnen dies mit einem Karriere-Anfänger deutlich öfter passieren. Im besagten Karriere-Modus dürfen Sie auf einem Brett Schritt für Schritt vorrücken und verschiedene Trainings absolvieren, um Ihren Charakter zu stärken. Egal, ob Sie Küken sammeln und vor geschossenen Bällen schützen müssen, bei stärker werdendem Wind einen Ballwechsel aufrecht halten müssen oder Zielscheiben treffen: Jedes einzelne Mini-Game macht Laune, vor allem auf den höheren Schwierigkeitsgraden. Allerdings dürfen Sie nicht alles absolvieren, sondern müssen mit Tickets eine gewisse Schrittzahl reisen, und so kommt es einfach vor, dass Sie bestimmte Trainings auslassen müssen, da Sie diese überspringen. Die Spiele und Turniere selbst laufen „
Virtua Tennis“-typisch ziemlich voraussehbar ab, nur Ihr jeweiliger Superschlag (Atomare Vorhand, Starker Aufschlag etc.) muss vor dem Einsatz aufgeladen werden. Im
Party-Modus oder Showkampf-Modus dürfen Sie auch mit Kinect-Unterstützung spielen, da schwitzt nicht nur der Charakter! Schade irgendwie, dass es auf diese beiden Modi beschränkt ist. Zum Tennis selbst bleibt nicht allzu viel zu sagen, denn die Regeln des Filzball-Spiels sind über alle Grenzen hinaus bekannt.
Der Realitätsgehalt ist in „
Virtua Tennis 4“ - wie schon angemerkt - etwas dürftig ausgefallen, so finden die einen Bälle irgendwie noch in den gültigen Bereich, während andere Schüsse, die weitaus machbarer erschienen, gar nicht erst zum Netz gelangen. Alles in allem macht dieses Spiel aber nicht viel falsch, denn die Zugänglichkeit zum Spiel sucht seinesgleichen. Der Karrieremodus mit seinen Reisetickets, die Sie nur eine bestimmte Anzahl an Felder vorrücken lassen, kann dem einen oder anderen Spieler vielleicht sauer aufstoßen, denn dieser war meiner Meinung nach in „Virtua Tennis 3“ besser gelöst. Aber sei es, wie es sei: Genauso wie dieses fragwürdige Rollenspielelement ist das sehr fernöstlich angehauchte Intro eine reine Geschmacksfrage, die wohl niemand so richtig zufriedenstellend beantworten kann. Ich kann für mich nur sagen: Es wäre besser gewesen, die Tickets zu umgehen und die einzelnen Schritte selbst bezahlen zu müssen. So können reichere Spieler mehr trainieren und sich auch öfters ausruhen, während man gerade als Anfänger strategisch vorgehen muss, um nicht mit einer Verletzung ins große Finale zu gehen. Warum dies so ist?