Die erste Erweiterung zu „Wings of Prey“ ist nun auch im Handel erhältlich. Ob „Wings of Luftwaffe“ jedoch sinnvolle Ergänzungen bringt, lesen Sie in unserem Review…
„Wings of Prey“ ist ohne Zweifel eine der besten Flugzeug-Action-Simulationen auf dem PC. Dahingehend ist es wenig überraschend, dass nun die Erweiterung „Wings of Luftwaffe“ nicht nur als Download, sondern auch als Retail-Version im Handel erhältlich ist. Die 10 neuen Missionen, zwei Flugzeuge und 44 Skins sind dabei natürlich nur für Fans empfehlenswert. Doch sehen Sie selbst:
Erfahrene Spieler müssen für fast 15 Euro schon etwas Besonderes bekommen, um dies zu rechtfertigen. Für weniger erfahrene „Wings of Prey“-Spieler hört sich der Umfang nicht besonders viel an, doch die 10 Missionen bringen alles mit, was andere Vollpreisartikel als eigenständiges Spiel schaffen würden.
So sind Sie in mehreren historischen Szenarien unterwegs, um Ihre neuen Flugzeuge „Ju 88 A-4“ und die „P-39N-0“ zu erproben sowie diese anhand korrekter Daten auch wirklich ausfliegen zu können. Jede Mission beschäftigt Sie fast eine Stunde, wodurch wir auch auf eine Gesamtspielzeit von 10 Stunden kommen.
Noch dazu besteht die Möglichkeit im Ko-op-Modus mit bis zu drei anderen Spielern zu kämpfen und als Piloten der deutschen Luftwaffe einmal die andere Seite des Krieges zu erleben. In den meisten Spielen im Weltkrieg sind Sie je doch als Amerikaner unterwegs. Doch hier läuft es anders, denn die meisten bekannten Flieger sind ja auch deutschsprachiger Natur.
So fliegen Sie also über Britannien, Sizilien, der UDSSR, Belgien und Deutschland. Um die Missionen erfolgreich erledigen zu können, müssen Sie dabei Flugplätze bombardieren, feindliche Flugzeuge zerstören sowie Bodenziele eliminieren. Dies macht umso mehr Spaß, als die Missionen selbst immer wieder mal unterbrochen werden und neue Ziele hinzugefügt werden.
Steuerung und Technik
Technisch erwartet Sie bei „Wings of Luftwaffe“ ein grundsätzlich gleich gebliebenes „Wings of Prey“ mitsamt deren Stärken und Schwächen. Wobei – Schwächen hat die Grafik auf einem relativ gut ausgerüsteten System kaum. Schöne Himmelsgrafik, Bodendetails und toll modellierte Flugzeuge mitsamt Innenansicht brauchen sich vor kaum einer anderen Simulation zu verstecken.
Hinzu kommen auch noch die dramatischen Zwischensequenzen sowie ziemlich realistische Explosionen. Nicht nur feindliche Flieger, sondern auch die Bodenziele gehen in Flammen auf und rauchen durch Beschuss des eigenen Jägers.
Die Steuerung wiederum ist gewöhnungsbedürftig aber mit einiger Übung dennoch zu beherrschen. Sie können glücklicherweise auch ein weniger anspruchsvolles Modell auswählen und nach und nach mehr Realismus hinzufügen. Generell ist „Wings of Luftwaffe“ aber eher für Spieler gedacht, die sich ins Spiel reinknien wollen, da der Schwierigkeitsgrad nicht allzu einfach gestaltet ist.
Fans realistischer Flugzeug-Action-Simulationen werden um „Wings of Luftwaffe“ nicht herumkommen, noch dazu, weil diese mit Sicherheit „Wings of Prey“ besitzen werden. Die 15 Euro sind auf jeden Fall gut angelegt, da insbesondere der Koop-Modus viel Spaß mit sich bringt und auch die Einzelspielermissionen gute zehn Stunden Action bringen.
Wer „Wings of Prey“ noch nicht besitzt, hat eine wirklich gute Simulation versäumt und sollte dies vielleicht mal nachholen. Ob sich dann „Wings of Luftwaffe“ auch noch auszahlt, wird jeder Spieler für sich entscheiden müssen – sinnvoll ist die Erweiterung auf jeden Fall.
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