Rush'N Attack Ex-Patriot Xbox 360
Erscheinungstermin: 30.03.2011 Mehr Infos
Plattform: Xbox 360
Genre:
Release: 30.03.2011
Vertrieb: Konami
Entwickler: Vatra Games
Webseite: Visit
USK-Einstufung: ![]()
Rush'N Attack Ex-Patriot
von patrickg (freier Mitarbeiter) 26.04.2011
Im Sinne der modernen Retro-Revival-Bewegung teils vergessener Spiele aus den 80ern hat Konami nun mit „Rush’N Attack: Ex-Patriot“ ein Reboot à la „Bionic Commando“ hingelegt, oder es zumindest versucht – ob „Rush’N Attack“ überzeugt, lesen Sie in unserem Review.
Gameplay„Rush’N Attack: Ex-Patriot“ ist eine Art „Stealth-Sidescroller“ – „Metal Gear Solid“ trifft „Super Mario“. Gelegentliche Jump’n’Run-Passagen werden von Anschleichen und blutigem Ausweiden oder von Verstecken und Überrumpeln dominiert. Ihr etwa 50 cm langes Rambo-Messer, das ohnehin bei Stealth-Angriffen schon absolut mächtig ist, wird ab und an von gefundenen Schusswaffen ergänzt, die Sie trotz stark limitierter Munition wie einen Jedi mit Laserschwert durch die gegnerischen Reihen schnetzeln lässt.
Story
Um das Tunguska-Event von 1908 ranken sich viele Mythen und Legenden. In „Rush’N Attack: Ex-Patriot“ wird dort nun ein magisches Erz abgebaut, das zur Erschaffung von Supersoldaten verwendet wird. Um der Sache Herr zu werden, sendet die US-Regierung einen Fallschirmtrupp aus „Ninja-Badasses“, der aber gefangen genommen wird. Sie übernehmen die Rolle von Morrow, einem der Messer schwingenden Nahkampf-Profis, der aus dem russischen Gefängnis fliehen, seine Kameraden retten und die mysteriösen Umstände um sich herum aufklären soll.Grafik und Sound
Optisch ist „Rush’N Attack: Ex-Patriot“ ok, wenn auch nicht wirklich auf der Höhe der Zeit, die Kill-Animationen sind anfangs aufregend, auf Dauer aber nervig und zu lang; der Detailreichtum könnte größer sein und die Dialogmenüs sind Geschmackssache, jedoch hätte der unscheinbare, stets eine Maske tragende Protagonist mehr Liebe im Design vertragen können; gleichermaßen wäre etwas mehr Abwechslung bei der Gestaltung der Gegner nett gewesen. „Rush’N Attack: Ex-Patriot“ hat ingame auch keine echte Musikuntermalung, sondern ist von Klingengeräuschen und Soundeffekten wie der Gefängnissirene dominiert.Steuerung
Die Steuerung ist wahrscheinlich „Rush’N Attack: Ex-Patriot“’s größtes Problem, denn sie ist ungenau und reagiert genau dann nicht, wenn es um zeitlich korrekt koordinierte Sprungfolgen geht. Freischaltbare Combos sollen direkte Kämpfe mit Feinden aufpeppen, jedoch gelingt dies, dank der seltsamen KI, irgendwie nicht.Atmosphäre
Atmosphärisch hätte „Rush’N Attack: Ex-Patriot“ noch Potential, auch wenn der USA-Russland-Konflikt des kalten Krieges im Videospiel-Medium bereits ausgeschöpft zu sein scheint, jedoch verschenkt das Spiel dies durch die flache Story, die einen nicht wirklich zu packen vermag. Besonderer Frust steigt durch die Steuerung auf, wenn den kampfbetonten Abschnitten der Levels kurze Plattform-Abschnitte entgegenstellt werden, die mit dem Klempner Mario in drei Sekunden überstanden wären, Morrow jedoch wegen den zehn notwendigen Anläufen deutlich mehr Zeit und Mühe abverlangen. Absolutes No-Go des Spiels: ein fataler Bug, der den Spieler nach dem Tod an einer bestimmten Stelle manchmal wieder an den Anfang des Levels versetzt, was nicht weiter schlimm wäre, wäre nicht eine gewisse Stelle des Levels nur einmal passierbar – dank Autosave ohne separate Speicherfunktion bleibt hier als einziger Ausweg der Neustart der Kampagne. Diese Spiele könnten Sie auch interessieren:
PROS
- Setting grundsätzlich nett
CONS
- Schlampige Steuerung
- Bugs
- Lieblos gestaltet

