Sie stehen auf Piratenabenteuer wie „Monkey Island“? Dann könnte Sie das Piraten-Adventure „Jolly Rover“, das nun von Lace Mamba als Special Edition neu aufgelegt wurde, wie für Sie geschaffen sein. Wir haben den Titel für Sie unter die Lupe genommen und für Sie das folgende Review verfasst.
Das kann ohne weiteres sein, denn das 2D-Point & Click-Adventure aus dem Hause Brawsome wurde am 8. Juni 2010 erstmals veröffentlicht. Allerdings handelte es sich dabei nur um ein digitales Release. Die Boxversion samt Bonus-Konzeptzeichnungen und Bonus Soundtracks wurde nun von Lace Mamba veröffentlicht. Hier ein kurzer Trailer zum Spiel:
Nach einem kurzem Intro, in dem die Story kurz eingeleitet wird, geht’s auch schon ans Eingemachte. Im Spiel schlüpfen Sie in die Rolle von Gaius James Rover, und gleich zu Beginn finden Sie sich auf einem großen Piratenschiff als Gefangener wieder, der sich aus seiner Zelle befreien muss. Die Zellentür zu öffnen, wäre ja zu einfach, und schnell werden die Erinnerungen an „Monkey Island“ wach. Hier fällt die Lösung recht leicht, vor allem, weil gleich zu Beginn erklärt wird, das man durch einfaches Drücken der Leertaste alle Hotspots anzeigen lassen kann. So stolpert man, im wahrsten Sinne des Wortes, in den nächsten Raum, wo schon die nächste Aufgabe wartet. Ein Papagei will befreit werden, und dafür muss man den Käfig des Papageis öffnen. Dafür muss ein Schal mit Öl getränkt, mit dem das Schloss geölt und daraufhin das Schloss mit einem Schlüssel aufgesperrt werden.
Dieser Papagei begleitet Sie nun als treuer Helfer, der Ihnen in kniffligen Situationen gegen Bezahlung gerne hilft. Beispielsweise können Sie ihn mit Keksen bezahlen, damit er Ihnen hilft, das gemeine Klopfzeichen für eine Luke, die auf das Deck führt, herauszufinden. In weiterer Folge ankert dieses Piratenschiff, auf dem Sie ein Gefangener waren, im Hafen einer nahegelegenen Insel, und Ihr Abenteuer beginnt so richtig.
Das Spiel ist ein typischen Point & Click-Adventure der alten Schule. Zwar nicht so alt wie „Zak McKracken“ oder „Maniac Manson“, aber es dürfte wohl „Monkey Island“ für diesen Titel Modell gestanden sein, denn das Setting ist bis auf die Tatsache, dass ausschließlich Hunde in „Jolly Rover“ als Charaktere herumlaufen, ähnlich. Sie rennen also herum, erfüllen Aufgaben, sammeln Kekse sowie Silbermünzen und schlängeln sich durch die Story, die nicht übermäßig berauschend ist. Typische Rätsel, wie man sie aus Adventures kennt, Voodoo-Zauber, die für Abwechslung und Tiefgang sorgen, sowie viele Dialoge, die auch hier und dar eine Portion Humor in sich haben, erwarten Sie. Damit Sie sich einen Eindruck vom Gameplay verschaffen können, möchten wir Ihnen an dieser Stelle ein kurzes Video vorstellen, das die ersten Minuten des Spiels zeigt:
Alles in allem bietet das Adventure keine großen Überraschungen, und die Rätsel sind eher an Casualspieler als an Adventureprofis gemessen, trotzdem weiß das Gebotene in Sachen Gameplay zu überzeugen.
Grafisch kann der Titel mit Adventures des letzten Jahres, wie zum Beispiel „Lost Horizon“ oder „Gray Matter“ bei weitem nicht mithalten, doch muss man auch sagen, dass dem Entwickler Brawsome mit dem Titel ein guter Einstieg in das 2D-Comicadventure-Genre gelungen ist. Unter anderem gibt es 60 Schauplätze und 25 voll animierte Charaktere im Spiel, die dem Ganzen etwas Leben einhauchen.
Auch am Sound gibt es nicht viel auszusetzen, da das komplette Spiel voll vertont und lokalisiert wurde. Zwar gibt es für die deutschen Adventurefans nur Untertitel, dafür klingt das hörbare Englisch der Charaktere richtig gut.
Steuerung
Im Bezug auf die Steuerung sind die Entwickler keine großen Risiken eingegangen, womit auch Casual-Spieler keinerlei Probleme mit dem Titel haben dürften. Alles wird per Mausklick ausgeführt und zusätzlich gibt es noch die Leertaste, die Ihnen die Hotspots, auf Wunsch anzeigt.
Die Atmosphäre lebt von der englischen Sprachausgabe sowie den animierten Charakteren, wenn diese auch „nur“ Hunde sind. Die Story ist mittelmäßig und die Spieldauer dürfte für etwas langsamere Spieler bei rund fünf Stunden liegen.
Alles in allem ist „Jolly Rover“ ein solides Point & Click-Adventure in einer 2D-Comicwelt, die ausschließlich von Hunden bewohnt wird. Die Story ist mittelprächtig, die Grafik und der Sound ganz ok und das Gameplay sowie die Steuerung orientieren sich an Genregrößen.
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