Ab in den Center Court, heißt es nun im vierten Ableger der “Top Spin”-Reihe. Das Spiel verspricht Tennisspaß mit aktuellen und vergangenen Profis, doch ob es sich hier tatsächlich um ein Ass oder um einen Schuss ins Aus handelt, erfahren Sie in unserem Review.
Story
Eine Karriere als Sport-Profi wünschen sich viele, und so ermöglicht Ihnen „Top Spin 4“ diesen Traum: Sie kreieren sich zu Beginn ein Alter Ego über Geschlecht, Spielstil, Kleidung etc. und los geht’s...
Am Anfang können Sie noch zwei Ihrer Fähigkeiten wie Vor- oder Rückhand etwas verbessern und sich dann auf den Platz begeben. Durch die Wahl eines bestimmten Coaches und erspielte Erfahrungspunkte können Sie Ihren digitalen Tennisprofi dann im Laufe der Zeit noch weiter aufbessern; starke Unterschiede im Spiel bringt dies jedoch nicht. Im Schnellspiel-Modus können Sie als einer der aktuellen Stars des Sports oder eine vergangene Tennisgröße gegen eine andere Tennisberühmtheit spielen – eine tolle Idee!
Grafik und Sound
Grafisch bietet „Top Spin 4“ nicht viel – Nintendos Wii mag nicht die Power unter der Haube haben, HD-Qualität zu produzieren, aber dieser Tennisplatz und seine Umgebungen sind wirklich pixelig und lieblos. Doch nichts gegen das Sound-Department, in dem Musik eigentlich gänzlich abgängig ist, denn die Soundausgabe des Spiels besteht nur aus dem für Tennisausschläge ach so typischen Stöhnen. Lust auf mehr macht das nicht.
Die beigefügten Screenshots stammen aus der Xbox 360 Version des Titels, da zur Wii-Version keine in ansprechender Qualität verfügbar sind.
Steuerung
Laufen mit dem Nunchuk-Analog-Stick und Schläger-Schwingen durch WiiMote-Schwingen, so simpel ist die Idee hinter der Steuerung von „Top Spin 4“. Sogar Sprinten und taktischere Manöver wie der namensgebende „Top Spin“ oder „Slices“ könnten durchgeführt werden, würden sie korrekt und immer vom System erkannt werden, was nicht der Fall ist. Die Laufsteuerung ist ungenau und das Schlagen entartet zum gefürchteten „WiiMote-Schüttel-Fest“. WiiMotion Plus-Unterstützung hätte hier vielleicht etwas geholfen, aber in dieser Form macht das keinen Spaß.
Es gibt die Möglichkeit, im Multiplayer-Doppel mit bis zu vier Spielern auf den Platz zu steigen, jedoch nur lokal. Es gibt keinerlei Online-Multiplayer in der Wii-Version.
Atmosphäre
Das den Sound dominierende Stöhnen der Spieler und die fehlende Musik-Untermalung bauen tatsächlich Tennis-Spiel-artige Atmosphäre auf, jedoch entsteht keine Spannung, da die Steuerung schnell an ihre Grenzen stößt und Glück damit immer mehr zum Faktor wird.
Zusammenfassung
Die Idee mit neuen und alten Tennisprofis ist gut, jedoch macht die missglückte Steuerung einfach keinen Spaß. Schade!
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