There‘s something strange in the neighbourhood! Who you‘re gonna call? The „Ghostbusters“! Dieser Slogan, beziehungsweise das Intro-Theme der „Ghostbusters“ ist wirklich auf der ganzen Welt bekannt. Nachdem im November 2009 „Ghostbusters: Das Videospiel“ veröffentlicht wurde, sind Ray, Egon, Winston und Peter wieder etwas in Vergessenheit geraten, doch nun veröffentlichte Atari den Arcadetitel „Ghostbusters: Sanctum of Slime“. Der Titel ist nun im PlayStation Network erschienen und wir haben uns den Titel für Sie angeschaut. Wenn Sie wissen möchten, ob es sich lohnt, neun Euro für den PSN-Titel hinzulegen oder nicht, sollten Sie sich das folgende Review nicht entgehen lassen.
Background
Der erste „Ghostbusters“-Film erschien 1984 mit den vorher genannten Protagonisten Egon, Ray, Winston und Peter in der Hauptrolle. Auch im zweiten Film, der 1989 erschien, waren die vier Herrschaften mittendrin statt nur dabei. Sind sie auch in „Ghostbusters: Sanctum of Slime“? Nein, leider nicht! Hier spielen Sie mit einem von vier pseudocoolen Geisterjägern. Schade, mussten die alteingesessenen Charaktere dem Wandel der Zeit weichen? Ich glaube jeder, der ein „Ghostbusters“-Spiel spielt, möchten mit den altbekannten Charakteren und nicht mit irgendwelchen pseudocoolen Figuren agieren. Dennoch, hier erst einmal ein Trailer zum Spiel:
Wie nicht anders zu erwarten, dreht sich alles um böse Geister, die nicht einfach nur zum Kaffeekränzchen vorbeikommen. Wieder einmal ist New York der Schauplatz des erbitterten Kampfes, und der Feind ist ein wirklich übler Geist, der aus einem jahrhundertelangen Schlaf erwacht und den Big Apple unsicher macht. Es liegt nun an Ihnen in der Rolle eines Geisterjägerneulings, der obendrein auch noch richtig cool ist, die Stadt zu retten.
Gameplay
Sie sehen die Geisterjäger aus einer Vogelperspektive, wodurch auch in Räumen und Häusern genügend Übersicht herrscht. Sie steuern einen der vier Geisterjäger, wobei die Optionen recht bescheiden sind. Es gibt die grandiose Auswahl von drei Waffen, wobei oft bei anderen Multiplayerspielen oft schon nur fürs Vorbestellen schon drei Extrawaffen auf den Spieler warten, die gezielt eingesetzt werden müssen. Es handelt sich dabei um eine „rote“, eine „gelbe“ und eine „blaue“ Waffe, und jetzt kommt der Clou! Die blau eingerahmten Geister greifen Sie am besten mit der blauen Wumme an, und so weiter. Schade, etwas mehr Taktik und Tiefgang hätte ich mir schon gewünscht. So rennen Sie von Abschnitt zu Abschnitt, pusten alle Gegner, die Gott sei Dank Geister sind und deshalb überall erscheinen können, weg, um zum nächsten Abschnitt zu gelangen. Dabei sollten Sie stets die Farbvariation beachten und stets die Feinde mit der richtigen Waffe angreifen, um nicht plötzlich in Ohnmacht zu fallen. Sollte das passieren, muss Sie ein Kollege wiederbeleben. (Klingt irgendwie nach „Wispin HD“ für iPad, nur noch actionreicher.)
Zwischendurch warten noch überdimensionale Bossgegner, die gar nicht so einfach zu besiegen sind. Vor allem nicht mit diesen inkompetenten KI-Kollegen: Sie rennen oft nur planlos herum, anstatt gezielte Attacken zu starten. Einzig das Wiederbeleben verstehen sie ein wenig. Oft rennen sie auch mitten im Gefecht zum Verwundeten, anstatt sich zuerst etwas Luft zu verschaffen, aber niemand ist perfekt.
Die Grafik ist selbst für ein 9 Euro-Spiel unterdurchschnittlich. Einzig die Bossgegner schauen nicht nach copy-paste-Monstern aus, aber sonst kann weder das Leveldesign, die Umgebung, die auch teilweise zerstört werden kann, und schon gar nicht die Comic-Einleitung überzeugen. Die Schrift bei der Comic-Einleitung ist so klein und unleserlich, dass Sie sogar auf 40“+ Fernsehern nicht leicht zu lesen ist.
Soundtechnisch erwartet Sie ein ebenso erschütterndes Bild. Der einzige Lichtblick ist das „Ghostbusters Theme“, die aber auch keine Neuerfindung ist.
Steuerung
Die Steuerung ist unpräzise und variantenarm. Im Prinzip beschränkt sich alles auf Rennen, im Kreis drehen, Schießen und das Waffenwechseln nicht zu vergessen. Das alles ist so einfach und intuitiv, dass ein kurzes Einblenden der Tastenbelegung am Anfang reicht.
Der einzige Pluspunkt des Titels ist der Mehrspielermodus, in dem Sie mit drei Freunden oder Kollegen zusammen auf Geisterjagd gehen können. Dieser Mehrspielermodus kann lokal als auch online gespielt werden und sorgt für einen Hauch von Spielspaß.
Eine Atmosphäre kommt dank der schlechten Comic-Einleitungen mit viel zu kleiner Schrift, den nicht detailarmen Umgebungen sowie dem lahmen Gameplay nicht wirklich auf.
Alles in allem bin ich wirklich enttäuscht. Als Fan des „Ghostbusters“-Franchise habe ich mir einfach mehr erwartet. Rausgekommen ist ein 08/15-PSN-Arcadeshooter, wie es schon unzählige andere gibt. Die Grafik, der Sound, die Atmosphäre überzeugen in keinster Weise und rechtfertigen nicht einmal im Ansatz den Anschaffungspreis von neun Euro. Einzig der Mehrspielermodus macht ein wenig Laune, es bleibt aber leider bei „ein wenig“.
Die Vorteile für registrierte User auf GamingXP werden nach Abschluss der Beta-Phase noch weiter ausgebaut. Helfen Sie mit, das beste GamingXP aller Zeiten zu bauen!
Melde dich gleich jetzt für die Closed Beta des XP Clubs an! Es erwarten sich coole Community-Aktiväten und attraktive Preise! Hier geht's zum XP Club!