Kinder-Sitcom-Fans aufgepasst! Disney veröffentlichte nun ein gleichnamiges Nintendo DS-Spiel zur Disney-Sitcom „Die Zauberer von Waverly Place“, welches wir für Sie unter die Lupe genommen haben. Zu welchem Urteil wir gekommen sind, lesen Sie im folgenden Review!
Waverly What?
Sollten Sie die Sitcom „Die Zauberer vom Waverly Place“ nicht kennen möchten wir Ihnen die Sitcom nun kurz vorstellen. Es handelt sich dabei um eine Disney-Serie, die erstmals am 27. Oktober 2007 in den USA im Disney Channel ausgestrahlt wurde. Aufgrund des Erfolgs und der guten Einschaltquote schaffte es die Serie auch nach Deutschland, wo sie am 8. März 2008 erstmals im Disney Channel am Bildschirm zu sehen war. Mittlerweile wird eine vierte und letzte Staffel der Serie produziert, die mit einem Film abgeschlossen werden soll. In der Serie dreht sich alles um die fünfköpfige Familie Russo, die ein Geheimnis hat. Sie können zaubern. Der Grund dafür ist Vater Jerry, der ein ehemaliger Zauberer ist, und seine Zauberkräfte aufgeben musste, um seine Frau Theresa heiraten zu können. Zusammen haben die beiden die drei Kinder Justin, Alex und Max. Hier das Intro der vierten Staffel:
Im gleichnamigen Videospiel schlüpfen Sie in die Rolle von Alexandra „Alex“ Margarita Russo, die in der Serie von Selena Gomez gespielt wird. Das Hauptziel darin ist es, den Mode-Albtraum von Alex, der mit dem Verschwinden eines Kleides beginnt, zu beenden. Dabei gilt es, eine Reihe von Zauberprüfungen zu meistern, neue Outfits freizuschalten und viele Zaubersprüche zu lernen. Zwischendurch spielen Sie auch die Geschwister von Alex. Hier ein Trailer des Nintendo DS-Spiels:
Gameplay
Wie läuft das Ganze jetzt genau ab? Ganz einfach. Sie erledigen eine Aufgabe nach der anderen. Jede dieser Aufgaben wird als Szene bezeichnet, in der verschiedene Aufgaben zu erledigen sind. Beispielsweise müssen Sie in der Gestalt eines Hamsters ein Labyrinth durchqueren, ein verschwundenes Kleid wiederfinden, Möbel verrücken oder in Hamster transformierte Schüler zurückverwandeln. Dabei gilt es eines zu beachten. Sie sollten möglichst nicht auffallen. Überall sind dubios aussehende Anzugträger, die stets ein Auge auf Ungereimtheiten werfen. Eine Anzeige an der unteren Bildschirmkante zeigt Ihnen an, wieviel Aufmerksamkeit Sie schon erregt haben. Dabei gilt es, beim Wirken von Zaubern nicht im Blickfeld der Aufpasser zu stehen, und auch die Zauberobjekte dürfen sich nicht im Blickwinkel der Anzugträger befinden. So erlernen Sie im Spielverlauf einen Zauberspruch nach dem anderen, finden Zauberbuchseiten, die teilweise sehr gut versteckt sind, sammeln neue Outfits und lösen Aufgaben. Das Ganze ist jetzt nicht extrem spannend, doch die Fans der Sitcom kommen mit den virtuellen Abbildern ihrer Stars voll auf ihre Kosten.
Die grafische Präsentation ist auf alle Fälle im Fernseher besser als am Nintendo DS, wobei man auch sagen muss, dass die Charaktere alles andere als Pixelmonster sind. Die Präsentation würde ich als gutes Mittelmaß bezeichnen. Allerdings hätte ich mir vielleicht hier und da einen Ausschnitt aus der TV-Serie gewünscht. Wenn ich an „Transformers: Kampf um Cybertron“ oder „Inazuma Eleven“ denke, finde ich es schon schade, dass hier eigentlich nur das Intro der Serie eingespielt wird.
In puncto Sound gibt es Durchschnittskost. Eine Melodie läuft pausenlos im Hintergrund, die nicht wirklich fesselnd oder abwechslungsreich ist. Das Ganze wird durch gelegentliche Soundeffekte unterbrochen. Das ist aber noch immer besser als das letzte Abenteuer von Harry Potter am Nintendo DS. Da konnte man nur Soundeffekte, keine Melodie und schon gar keine Sprachausgabe hören.
Steuerung
Die Steuerung wird zwar nicht wirklich erklärt, doch findet man sich nach wenigen Minuten auch ohne Tutorial zurecht. Mit dem Touchpen führen Sie Zaubersprüche aus, verrücken Gegenstände, verwandeln Hamster in Menschen und vieles mehr, während Sie mit dem Steuerkreuz die Spielfigur bewegen. Schade finde ich es auch, dass man nicht mit dem Drücken der A-Taste die Dialoge weiterschalten kann. Man muss in Gesprächen pausenlos mit dem Stylus auf den Touchscreen drücken. Das hat allerdings den Vorteil, dass man den Stylus getrost immer in der Hand halten kann und mit der anderen Hand ständig das Steuerkreuz bedienen kann.
Die Atmosphäre ist ganz ok, da einige bekannte Charaktere aus der Serie mit an Bord sind. Die Story, die erzählt wird, reißt jetzt niemanden vom Hocker, ist ganz ok und auch die grafische Darbietung lässt wenig Wünsche offen.
Alles in allem können die Fans der Sitcom beim Nintendo DS-Ableger ohne viele Bedenken zugreifen. Die Grafik ist gutes Mittelmaß, was auch auf die Atmosphäre und das Gameplay zutrifft. Die Soundeffekte könnten etwas besser sein und der Schwierigkeitsgrad könnte etwas höher angesetzt sein.
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