Flugsimulatoren gibt es wie Sand am Meer. Wir haben uns ein schönes Exemplar mit Action für Sie herausgesucht!
Viele Menschen träumen vom Fliegen, von der Schwerelosigkeit und vom Freiheitsgefühl. Wenn es dann in Richtung der Flugsimulatoren geht, schrecken viele vom Grad der Komplexität zurück – das ewige Tasten-Suchen des „Flight Simulator“ von Microsoft hat Spuren hinterlassen. Auch einfache horizontal scrollende Shoot ‘em Ups sind keine große Sache mehr – vor allem das futuristische Design hat hier viele verschreckt. Nun, SuperMono scheint die Zeichen der Zeit erkannt zu haben …
Einfach, aber doch fordernd
Der Siegeszug von „MiniSquadron“ (und somit für Entwickler SuperMono) hat auf dem iPhone, Palm- und Android-Geräten begonnen(Link zur offiziellen Website), setzt sich jetzt aber auch auf der PSP und PS3 fort: Mit einfacher Steuerung und dem bekannten Sammel-Wahn verbunden haben die Entwickler (Grip Games für die PSP – die Väter von „Blimp: The Flying Adventure“) ein einsteigerfreundliches und fesselndes Flieger-Spiel geschaffen, das schnell zu begeistern weiß.
Ohne eine große Story rundherum müssen Sie in der Kampagne insgesamt acht Levels mit jeweils 12 Wellen von Gegnern überstehen und dabei möglichst viele Punkte kassieren, und das natürlich möglichst schnell. Abgeschossen sollten Sie dabei auch nicht werden, aber das versteht sich ja von selbst. Was gleich zu Beginn in der 3D-Umgebung mit Parallax-Scrolling (mehrere Ebenen) auffällt, ist, dass die Steuerung außergewöhnlich ist: Sie steuern das Flugzeug nicht aus der eigenen Perspektive, sondern geben an, wohin das Luftschiff sich bewegen soll. Einfach, aber effektiv!
Eine Karte mit UFOs
Auf der Karte, auf der sich das Geschehen in der Karibik oder auch im Urwald abspielt, bewegen Sie sich nach rechts und links, stoßen dann aber auch auf unsichtbare Grenzen, an denen Sie einfach abprallen. Das ist etwas verstörend, da man beispielsweise auch in den Sturzflug übergeht, wenn man zu hoch fliegt – oder eine Warnung bekommt, sobald man zu tief über dem Boden schwebt. Haben Sie Voraussetzungen für ein neues Flugzeug geschafft, blinkt eine bunte Schrift am Bildschirm – insgesamt wollen 50 Flugzeuge freigeschalten werden.
Natürlich dürfen auch Waffen nicht fehlen: Ihr Schiff hat entweder von Haus aus starke Geschütze oder kann durch eines der zwölf Pick-Ups temporär verbessert werden. So können Sie nicht nur schießen, sondern sich auch mit einem Riesenlaser oder Streubomben zur Wehr setzen. Die Gegner wehren sich allerdings auch, und das Gefecht wird besonders dann spannend, wenn Sie gegen beispielsweise 18 Widersacher durch die Lüfte fliegen. Ein direktes Feedback auf den Grad der Schäden an Ihrem Flugzeug sehen Sie nur anhand Ihres Qualms, den Sie hinter sich herziehen. Nur die Punkte sowie die Leben gesamt und die Gegneranzahl der aktuellen Welle werden am Head Up-Display angezeigt.
Nach jeweils drei überstandenen Wellen wird auch im Level selbst zwischengespeichert – automatisch. Wenn Sie zudem schöne Abschüsse geschafft haben, aber auch wenn Sie abgeschossen werden, friert das Spiel kurz ein und ein Zoom auf Sie oder den Gegner folgt, begleitet mit einem markigen Text.
Übrigens: Jedes Flugzeug hat eigene Charakteristika, die Sie sich entweder im Hangar oder vor dem Einsatz in der Mission genau ansehen können und sollten. Neben dem Kampagnen-Modus wartet auch ein Überlebensmodus auf Sie – schade nur, dass die Entwickler den Multiplayer-Modus, der von den Smartphones bekannt ist, ausgespart haben.
Grafik, Sound und Steuerung
Die Grafik ist im Comic-Stil schön gelungen, besonders die Details an den Flugzeugen sind sehr gut erkennbar und tragen zum Spielspaß bei. Besonders bei großer Gegneranzahl am Bildschirm kommen die Effekte gut zum Tragen – und dann packen Sie am besten noch den Riesenlaser aus. Übrigens: Auch gegen Fluggänse müssen Sie vorgehen – wenn hier mal Greenpeace nicht demonstriert, wenn die Federn fliegen …
Abgesehen von der klassischen Musik rund um Chopin etc. sind vor allem die Absturz- und Explosionsgeräusche Motivation pur für den Spieler. Hier wird man aufgebaut, weiterzumachen – im Kampf gegen Bomber und UFOs.
Die Steuerung ist eingängig und simpel. Bald schon schlagen Sie Loopings, die durch den Kondensstreifen schön untermalt werden, und setzen sich geschickt an das Heck Ihrer Widersacher, um sie auszuschalten. Abgesehen von der Kontrolle der Flugrichtung und des Schießens gibt es sowieso keine Optionen der Steuerung. Einfacher geht es fast nicht mehr!
Zusammenfassung
Ja, das Spiel ist nicht ohne Grund auf iOS, Palm und Android sehr erfolgreich – vor allem aufgrund der Touchscreen-Steuerung und des Multiplayers. Bei den Minis muss sich der Titel mit Spielen wie „Twin Blades“ oder „A Space Shooter for 2 Bucks!“ messen – und hat es nicht besonders einfach. Auf der einen Seite macht das Spielprinzip Spaß, aber andererseits fehlt mir die Geschichte, die Langzeitmotivation und so banale Features wie ein Tutorial oder eine Erklärung zu den Power-Ups. Schade, hier hätte man mehr daraus machen können. Was bleibt ist ein netter Comic-Shooter für zwischendurch, der aber einiges an Potenzial und Charme verspielt hat.
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