Richtig, also wird schnell ein Tennisball ausgepackt, das Trockenfutter bereitgestellt und eine Schüssel Wasser ebenso angeboten. Ihr Tierchen wird es Ihnen danken! Sie dürfen es darüber hinaus mit dem Stylus am Touchscreen streicheln, und das anfängliche
Tutorial zeigt Ihnen, wie Sie dem Haustier Tricks beibringen. Mein Labrador lernte zum Beispiel schon im zweiten Anlauf den Sitz-Befehl, den Sie auch akustisch hinterlegen dürfen. Hierbei ist es aber dem System egal, ob Sie „Sitz“, „Sitz di nieder“ oder „Gurkensalat“ sagen, die Hauptsache ist, dass Sie der Handlung ein akustisches Signal zuordnen. Nach und nach schalten Sie mehrere Tricks frei, so darf Ihr Tierchen Männchen machen, Rollen vollführen oder sich einmal im Kreis drehen. Das Ballspiel funktioniert ganz gut, so dürfen Sie mit dem Stylus zunächst Schwung holen, bevor Sie den Ball werfen. Ihr Hündchen läuft dann mit wedelndem Schwanz dem Feind hinterher, das sorgt für Stimmung von der ersten Minute an! Darüber hinaus dürfen Sie auch noch Shampoo verwenden, Ballons und die
AR-Karten des 3DS benutzen, für Ihr Tierchen einkaufen gehen oder auch an Wettbewerben teilnehmen: Hier stehen Ihnen der Disc-Wettbewerb (Frisbee werfen und im Flug fangen), Coursing (einen Parcours absolvieren) oder auch der Gehorsamkeitstest zur Verfügung. Alle Veranstaltungen sind in fünf Schwierigkeitsstufen unterteilt, bei denen es um den Junioren-, Amateur-, Profi-, Meister- sowie Nintendogs-Pokal geht. Für Abwechslung ist also gesorgt, doch wie lange kann diese halten? Das ist jedem Spieler selbst überlassen, gehen wir weiter zur technischen Seite des Spiels...
Grafik und Sound
Die Hündchen und Kätzchen können nahezu jeden, egal ob jung oder alt, entzücken. Sie können die Tierchen zum Beispiel streicheln und einseifen, indem man einfach über das Fell fährt, oder auch Gegenstände zum Spielen (Gummiball, Schlüsselanhänger) in den Raum werfen. All dies sieht zuckersüß und auch realistisch aus, vor allem in 3D. Der 3D-Effekt kommt zwar immer gut rüber, doch wenn die niedlichen Haustierchen zum Bildschirm kommen und Sie ablecken oder Ihnen eine Geschenkspackung reichen, spielt der 3DS seine gesamte Stärke aus. Die Animationen sowohl in den Wettbewerben als auch im freien Spiel können durchaus überzeugen, und im Vergleich zum Vorgänger „
nintendogs“ gefällt das Game sehr gut, wobei auch Teil eins technisch alles andere als übel war. Das am meisten gelobte Feature ist - wie für einen 3DS-Launchtitel üblich - doch der 3D-Effekt, und dieser kann nur sporadisch wirklich glänzen. Die vorhin angesprochene Situation, bei denen Ihnen Ihr Tierchen ein Päckchen überreicht, lässt erahnen, wie gut 3D aussehen kann, doch im Alltagsspiel verkommt 3D eher zur Nebensache. Auch in den Wettbewerben spielt es sich zweidimensional doch leichter und vor allem flüssiger: Die Bildwiederholrate scheint um das Doppelte zu steigen, wenn Sie im 2D-Modus spielen. Es ist auch ungewohnt, wenn Sie eine Pause einlegen - fast ist es, als müsste man sich jedes Mal wieder neu an den Effekt gewöhnen.
Akustisch macht „
nintendogs + cats“ nichts falsch, so treffen Nintendo-typische Tunes auf die Effekte des kleinen Hunds oder der niedlichen Katze. Ohrwurmfaktor wie bei „
Super Mario“, „
Cut The Rope“, „
Tiny Wings“ oder dergleichen dürfen Sie allerdings nicht erwarten, so heißt es, Ohren zu und durch, genießen Sie die Fahrstuhlmusik. Bei den Wettbewerben kommt Stimmung auf, zu Hause ist es extrem ruhig, doch zum Glück dürfen Sie sich Schallplatten zulegen und so etwas gegen die Unterbeschallung unternehmen.