Darüber hinaus gibt es aber noch mehr:
In einem Kampf wird nämlich kurz vor dem Beginn der Schlacht ein kleines Ziel eingeblendet, das beispielsweise den ersten Lebensangriff über 400 Punkten mit Erfahrungspunkten zum Aufstufen des Charakters oder so genannten PP (die Währung im Spiel) belohnt. Mit den PP können Sie dann auch diverse Dinge freischalten, darunter fallen im PP-Katalog etwa alternative Kostüme, das Freischalten von neuen Charakteren, neue Welten, Kampfstufen, Erfahrungsboni, Icons für das Menü, Hintergrundtunes und vieles mehr. Sie dürfen auch verschiedene Gegenstände Ihr Eigen nennen, die dann dem Lieblingscharakter verpasst werden. So können Sie das Leben Ihres Helden steigern, den Grundwert des Mutes (also dem Schaden, den er/sie anrichten kann), Angriff, Verteidigung und alles, was Sie von einem
RPG erwarten. Nebenbei erwähnt, Sie dürfen auch zwischen einem
RPG- und einem Action-Modus auswählen, wobei erstere Spieleinstellung dafür sorgt, dass auch weniger Actionversierte in den vollen Genuss von „
Dissidia 012“ kommen. In einem Geschichtsmodus werden Sie in der Perspektive von Lightning (der Hauptdarstellerin von „
Final Fantasy XIII“) durch die einzelnen Steuerungsmodalitäten geführt, und so ist das Game für Neueinsteiger als auch Altbekannte durchaus gut geeignet. Neu ist im Geschichtsmodus allerdings das freie Erforschen einer Welt: In „
Dissidia: Final Fantasy“ spielte sich der Storymodus rein auf einem Spielbrett ab, das Sie Schritt für Schritt erforschten und gegebenenfalls auch darauf kämpfen mussten. Dies hat seinen Weg in „
Dissidia 012“ gefunden, allerdings werden diese Passagen nun durch Erforschungslevel aufgelockert, in der Sie ähnlich wie in „
Final Fantasy XII“ oder „
Final Fantasy XIII“ herumlaufen, Truhen finden können und einfach ein bisschen abschalten dürfen. Guter Mix!
Allerdings gibt es auch einige Schwachstellen an „
Dissidia 012“, und diese will ich Ihnen keineswegs vorenthalten. Neben den Unmengen an Individualisierungsmöglichkeiten gibt es leider auch genau so viele Optionen, den Charakter „falsch“ zu entwickeln. Beispielsweise haben wir es geschafft, Tidus aus „
Final Fantasy X“ so auszurüsten, dass wir auf
Level 27 keine Chance mehr hatten, einen beliebigen
CPU-Gegner auf der selben Stufe (Schwierigkeitsgrad Normal) zu schlagen. Kaum war die Ausrüstung geändert, funktionierte es nur mit großer Müh und Not. Das ist insbesondere für Anfänger eine große Frustpartie, und obwohl Kollege Giefing in seinem Review zu „
Dissidia: Final Fantasy“ als einzigen Minuspunkt anführte, dass die Kämpfe nicht allzu anspruchsvoll seien, nun, dieser Bogen wurde in „
Dissidia 012“ überspannt. Das Balancing der Kämpfer ist durcheinander geraten, das ist für Fans von Vaan, Sephiroth und Tidus etwas ärgerlich, doch Anhänger von Cloud oder Squall dürfen getrost aufjubeln: Sie schlägt so schnell keiner in diesem PSP-Spiel.