Altes Spiel in altem Gewand? Böse, wer so etwas von „Mortal Kombat“ behauptet. Der Titel kehrt zurück zu seinen Wurzeln und wir zeigen, welcher Boden am Besten dafür geeignet ist. Lesen Sie unser Preview!
Für dieses Preview muss ich ein wenig weiter ausholen. Nicht, weil ich aufgrund von Embargos sonst zu wenig Text zusammenbekommen würde, sondern weil „Mortal Kombat“ ein Franchise ist, das mich wirklich seit vielen Jahren begleitet. Bei jeder Wiederausstrahlung des Films aus den 1990er Jahren bin ich dabei und selbst die Serie (nicht gerade Golden Globe-Niveau) musste ich sehen. Von den acht bisherigen Spielen hab ich zwar nicht jedes gespielt, dennoch kann ich behaupten, ein Fan zu sein. Das liegt vermutlich an meinem Alter. Für meine Generation war „Mortal Kombat“ das verbotene, brutale Spiel, das wir nur bei Freunden zocken durften, und wehe unsere Eltern erwischten uns dabei. Das Spiel war einer der ersten richtig kontroversen Titel am Markt und löste in mehreren Ländern eine Diskussion über brutale Computerspiele aus. Stimmen die Gerüchte, wurde die ESRB, die Rating-Behörde in den USA, erst wegen „Mortal Kombat“ gegründet. Sowohl Blut und vor allem die als Fatalities bekannten Endmoves waren für Eltern und Politiker einfach zu viel. Dabei muss festgehalten werden, so wie das Blut in den ersten beiden Teilen spritzt, hat das wenig mit der Realität zu tun. Über die Jahre gab es dann mehr oder weniger brutale Teile der Serie, bis mit „Mortal Kombat vs. DC Universe“ das erste MK-Spiel mit Teen-Rating auf den Markt kam. Fans der Serie waren davon nicht so begeistert. Da der Entwickler Nether Realm (ehemals Midway, das heißt, die selben Jungs wie immer) sehr viel Wert auf den Input der Fans gelegt hat, wurden (fast) alle Bedenken zum Thema Rating über Bord geworfen und „Mortal Kombat“ wieder zu einem Spiel für Erwachsene. Mit jeder Menge Gore- und Splatter-Elementen. Bevor ich gar nicht mehr aufhöre, in der geschichtlichen Mottenkiste zu kramen, hier ein Trailer. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte: