Steuerung
Das
Handling des Titels ist stark an die Steuerung der Vorgänger angelehnt, so weit erwartet Sie also nichts Neues. Ausschließlich mit der Maus können Sie eine Vielzahl von Erledigungen durchführen, doch mit der Tastatur und den damit einhergehenden Tastenkürzeln können Sie ebenselbe in Nullkommanichts auslösen. Sei es das Wechseln zwischen den Etagen, das Verfolgen Ihres Sims oder aber das Umschalten der Anzeige zwischen Bedürfnissen und Zielen: Hier hat sich „Die Sims: Mittelalter“ leicht verbessert. Auch die Mini-Icons, welche Ihnen weit entfernte Sims anzeigen, ohne, dass Sie diese suchen müssen, tragen zu einer Verbesserung des Spielverhaltens bei. Allerdings ist es noch immer so, dass ein richtig dynamisches Spielen kaum möglich ist: Sie suchen Ihr Ziel (sei es der Kleiderschrank, ein Sim oder ein Strauch), klicken es an, wählen aus dem Radialmenü Ihre Aktion, gehen schlimmstenfalls noch in einen Unterpunkt und wählen dann die gewünschte Tätigkeit. Alles andere lässt sich umgehen, abkürzen oder gar überspringen, aber bei der grundlegenden Spielmechanik - dem Interagieren - spielt sich auch dieser Teil wie jeder andere. Das ist eigentlich schade, doch das sind Tränen über vergossene Milch: Das Game ist auch so eines der spaßigsten der Serie, und genau das ist es, was zählt.
Atmosphäre
Die ansprechende Optik, eine überarbeitete Geschichte, der coole Sound sowie das ganze Drumherum (Animationen, Dekoration, Ausdrucksweise) tragen zu einem großen Ganzen bei, welches frischen Wind in die „
Die Sims“-Reihe bringt. Während „
Die Sims 3“ mit all seinen
Add-ons schon langsam repetitives Gameplay nachgesagt wurde, so hat Electronic Arts mit „Die Sims: Mittelalter“ wohl alles richtig gemacht. Was mir persönlich bei „
Die Sims“, „
Die Sims 2“ und „
Die Sims 3“ gefehlt hat - eine Art persönliche Bindung an den Charakter -, wurde nun mit Pauken und Trompeten nachgereicht, und ich muss sagen: So gefällt mir das
Franchise viel besser! Ebenso ist das Flair weg, welches meiner Meinung nach die alten Teile verfolgt hat: Früher ging es nur um das reine Überleben und das regelmäßige Duschen, den Harn an der richtigen Stelle abzulassen und nicht im Pool zu ertrinken. In „Die Sims: Mittelalter“ fand Electronic Arts endlich zu dem Spiel, auf das Spieler wie ich schon lange warteten, und hier scheint die Balance zwischen Bedürfnisbefriedigung und Erleben einer Geschichte endlich intakt.