Sie suchen Action für Ihre PSP? Dann könnte „Sky Force“ der richtige Titel für Sie sein. Schauen Sie sich das einmal näher an!
Das waren noch Zeiten, als auf alten Arcade-Automaten mit glühenden Augen stundenlang Vertikal-Shoot ‘em Ups gespielt wurden. Diese Zeiten wollen die polnischen Entwickler Infinite Dreams Inc. anscheinend wieder aufleben lassen, diesmal aber auf der PSP mit einem neuen Mini namens „Sky Force“.
Klassisch, aber gut
Viel Innovation dürfen Sie nicht erwarten, aber immerhin einiges an Action: In einem von drei Schwierigkeitsgraden besteigen Sie eines von drei Schiffen (schnell oder langsam, schwach oder stark gepanzert) und müssen neun Stufen von Feinden freiräumen. Dabei geht es nicht nur darum, die drei Bosse zu besiegen, sondern auch ein zuvor angegebenes Prozent-Limit an zerstörten Widersachern zu erreichen bzw. zu überschreiten.
Im Spiel selbst geht es dann sehr farbenfroh her: Sie fliegen von unten nach oben, bewegen sich mit dem digitalen Steuerkreuz und schießen, ungewöhnlicherweise für ein Shoot ‘em Up, automatisch und regelmäßig. Einzig und alleine den optional sammelbaren Laser können Sie per X-Taste auslösen. Auf der anderen Seite gibt es aber jede Menge Pick-Ups, die Sie von zerstörten Flugzeugen, Panzern und Gebäuden erhalten: Neben Schilden und Waffen-Upgrades regnet es auch Punkte in Form von Sternen.
Ganz nebenher sammeln Sie auch noch zusätzlich Flüchtlinge ein, die händeringend am Boden auf Ihre Rettung warten. Das Einsammeln geschieht genretypisch einfach per Darübergleiten. Die Gegner sind unterschiedlich: Von kleinen, klassischen Propeller-Maschinen und dicken Bombern über Panzer und Geschützen bis hin zu Leuchttürmen, Kreuzern und atomaren Raketenlagern, welche bei Zerstörung eine nukleare Welle der Verwüstung auslösen. Groovy!
Schnelles Gameplay
Das durch Explosionen und Schüsse farbenfrohe Gameplay schreitet schnell, aber nicht zu rasant voran, so dass Sie für eine Ebene etwa sieben Minuten Spielzeit einrechnen müssen. Haben Sie einen Level freigespielt, so können Sie diesen auch direkt als Start für das neue Spiel anwählen, was ein Durchspielen innerhalb von weniger als zwei Stunden möglich macht.
Auf der Jagd nach der höchsten Punktezahl finden Sie am Ende jedes Abschnitts auch eine Statistik wieder, die Sie leider viel zu einfach wieder wegklicken, da jeder Tastendruck direkt zum nächsten Abschnitt wechselt.
Die Grafik ist sehr bunt geraten, viele Effekte, aber nicht zu viele säumen das Bild. Man verliert, wie bei diesem Genre gewollt, den Überblick und muss sich auf bestimmte Teile des Bildschirms stark konzentrieren. Die Details, vor allem die Hilfe suchenden Überlebenden sind schwer sichtbar, aber schön designt. (Die Bilder sind bei diesem Bericht von der iPhone-Version, die aber sehr ähnlich ist – rechts oben Prozentsatz und Laser, wenn vorhanden, links oben Energie und Anzahl der noch verfügbaren Schiffe)
Der Sound ist pulsierend und nervt nach einiger Zeit etwas, schade, dass man hier nicht mehr Abwechslung in die musikalische Untermalung gepackt hat. Die Effekte sind gut gelungen und machen Lust auf weitere Spielstunden.
Die Steuerung ist direkt und einfach, dass es einfacher fast nicht geht. Die Schiffe steuern sich unterschiedlich und haben je nach Schildstärke auch eine gewisse Trägheit. Gut gelungen!
Zusammenfassung
Man darf sich von „Sky Force“ nicht zu viel erwarten: Anders als bei „Apache Overkill“ steht nicht das dauernde Schießen im Vordergrund, sondern sehr wohl ein etwas überlegteres Vorgehen, wobei man sich typisch Anspielungen an die klassischen Arcade-Spiele erlaubt. Ein Spiel für Fans von vertikalen Shoot ‘em Ups der alten Schule mit mittelmäßiger Langzeitmotivation, da der Schwierigkeitsgrad am Anfang lasch ist, aber dann stark anzieht.
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