In "Gods vs Humans" übernehmen Sie die Rolle eines Gottes, der die Menschen daran hindert, einen Bau bis zur Pforte Ihres göttlichen Reiches zu bauen. Ob der Einsatz der göttlichen Kräfte Spaß macht und ob dieser Titel mehr als nur reiner Zeitvertreib ist, lesen Sie in unserem Review.
In "Gods vs Humans" haben Sie die Möglichkeit, in verschiedene sagenhafte Götter zu schlüpfen. Dazu stehen Ihnen mehrere, genauer gesagt vier, Mythologien zu Verfügung: die nordische, ägyptische, römische und japanische. Grundsätzlich ist es Ihre Aufgabe, den ehrfurchtslosen Menschen Einhalt zu gebieten. Denn nach dem originalen Vorbild des Turmbaus zu Babel versuchen auch diese Menschen, einen Turm zu bauen, um sich mit Ihnen zu messen. Zur Einstimmung auf dieses Spiel gibt es hier einmal den Debut-Trailer:
In insgesamt vier, jeweils 16 Level umfassenden, Kampagnen können Sie als nordischer, ägyptischer, römischer oder japanischer Gott Ihre göttliche Macht spielen lassen. Um die Menschen an der Fertigstellung des Turmbaus zu hindern, können Sie sich zwischen zwei Arten von Mächten entscheiden, den Angriffs- und den Verteidigungsmächten. Die Angriffsmächte beschädigen den Bau, können ganze Stockwerke zerstören und treffen auch die Menschen. Dazu gehören Feuersbrünste, Blitze, Hagelwolken oder Wirbelstürme. Durch geschicktes Vorgehen ist es sogar möglich, mehrere Stockwerke auf einmal einstürzen zu lassen. Der Nachteil der Angriffsmächte ist, dass auch die Menschen getroffen werden können. Da gut gelaunte Menschen Ehrfurchtspunkte für Sie generieren, welche Sie für Ihre göttlichen Mächte benötigen, ist es eher schlecht, die Arbeiter mit Angriffen zu schädigen, da diese schnell wütend werden und dadurch nicht nur schneller und effizienter gegen Sie arbeiten, sondern Ihnen auch noch dazu viel weniger Ehrfurchtspunkte einbringen. Die Verteidigungsmächte hingegen verzögern lediglich die Bauarbeiten ohne den Menschen zu schaden. Sie werden lediglich vorübergehend abgelenkt oder vertrieben.
Manche lassen sich von Mumien in die Flucht schlagen oder von schönen Frauen von der Arbeit abhalten. Die verschiedenen Mächte sind zwar überschaubar und unterscheiden sich von Gott zu Gott nur geringfügig, aber dafür erfüllen sie ihren Zweck voll und ganz, und außerdem ist es lustig, zuzusehen, wie die Arbeiter von einem plötzlich auftauchenden Model abgelenkt werden. Es ist schön, ein Gott zu sein.
Leider ist das Absolvieren der Level sehr einfach gestrickt. Wenn man pausenlos das Fundament des Turms attackiert, kommt es zum Einsturz des gesamten Baus. Diese Taktik wird einem auch bereits im Tutorial nahe gelegt und funktioniert einwandfrei. Leider ist dies aber auch ein totaler Spaßkiller, und die Motivation verschwindet dabei so schnell wie der Turmbau der Menschen.
Im Herausforderungsmodus, in dem man mit Göttern spielt, die man im Verlauf der Solokampagne automatisch freigeschaltet hat, muss man von diesem Vorgehen abweichen. Leider auch wieder nur deswegen, weil es dort andere Ziele gibt, wie zum Beispiel die Zerstörung einer gewissen Anzahl von Stockwerken oder die Produktion von Ehrfurchtspunkten.
Weiters gibt es eine Möglichkeit, diese Herausforderungen oder die bereits gemeisterten Kampagnenabschnitten zu zweit in Angriff zu nehmen. Hier wird aber nicht mit, sondern gegeneinander gespielt. Wer die Aufgabe schneller erledigt hat, hat gewonnen. Geschickterweise wird mittels Splitscreen auch hier wieder viel Spielspaß-Potential verschenkt.
Grafik und Sound
"Gods vs Humans" ist ein Spiel im Comicstil. Im Großen und Ganzen passt dieser Grafikstil zu diesem Spiel, aber für etwas ältere Gamer könnte diese Art der Präsentation dann doch etwas zu kindisch wirken. Die Geräuschkulisse fällt weder positiv noch negativ besonders auf.
Steuerung
Gesteuert wird mittels der Maus, wobei es auch Tastaturabkürzungen gibt, um sich zum Beispiel die einzelnen Stockwerke ansehen zu können. Das Spiel ist einfach zu steuern und unterteilt sich im Grunde in die Befehle "Macht auswählen" und "Macht benutzen".
Atmosphäre
Durch die fehlende Abwechslung über die vier verschiedenen Mythologien hinweg hat dieser Titel einiges an Punkten für die atmosphärische Untermalung hergeschenkt. Schade!
"Gods vs Humans" kann mit einer interessanten Spielidee aufzeigen, die dann aber leider nicht so toll umgesetzt worden ist. Durch die Zerstörung des Fundaments kann man jedes Level schaffen und man muss sich nicht einmal großartig dafür anstrengen. Ansonsten kann dieser Titel schon ab und zu überzeugen, wenn man seine göttlichen Kräfte dafür gebraucht, um die Arbeiter mit schönen Frauen abzulenken und von der Arbeit abzuhalten. Auch die Gestaltung der Figuren selber ist sehr schön gelungen, während, wie bereits erwähnt, sich das restliche Leveldesign eher unscheinbar im Hintergrund hält und nicht viel Abwechslung bietet.
Die Vorteile für registrierte User auf GamingXP werden nach Abschluss der Beta-Phase noch weiter ausgebaut. Helfen Sie mit, das beste GamingXP aller Zeiten zu bauen!
Melde dich gleich jetzt für die Closed Beta des XP Clubs an! Es erwarten sich coole Community-Aktiväten und attraktive Preise! Hier geht's zum XP Club!