Grafik und Sound
Optisch stellt "
LittleBigPlanet 2" in jedem Fall eine Verbesserung zum Vorgänger dar. Sei es die
Framerate, die Qualität der Charakter-Animationen, die Beleuchtung, die Flüssigkeit des Spiels selbst oder die Kamera-Einstellungen: Eindrucksvoll, wie "
LittleBigPlanet" im Direktvergleich trotz all seiner
Patches stets den Kürzeren zieht! So muss ein würdiger Nachfolger aussehen, und es macht einfach nur Spaß, eine kurze oder längere Runde mit den Sackboys zu drehen. Knallige Farben wechseln sich mit düsterer Stimmung ab, so gut wie alles scheint möglich zu sein, und die Augenweide nimmt kein Ende. Neu sind auch Zwischensequenzen, die Ihnen filmreif das Geschehen schildern und auch manchmal mitten im
Level eingebaut sind! Sackboy und seine Gefährten grinsen dann in die Kamera, wenn sie etwas wollen, setzen den Fürchteblick auf, wenn der Obermotz eine Ansprache hält oder aber werden wütend, wenn sie den Tod eines Mitsackboys miterleben. Unter Ihrer Regie ist so einiges möglich, also fangen Sie besser an, das Skript zu schreiben!
Akustisch hat sich auch einiges getan, denn die Jingles und Hintergrund-Tunes von Teil eins wurden erweitert und vermehrt, und in den vorhin angesprochenen Zwischensequenzen wurden nun die Hauptcharaktere vertont. Dies ist sehr angenehm und gefällt durchaus, umso unverständlicher ist es, dass im
Level selbst dann das von Teil eins bekannte
Simlish-Blabla verwendet wird und Ihre Ohren unnötig quält. Ansonsten klingt jedes Detail glaubwürdig, die Background-Musiken haben Ohrwurmniveau und werden nur noch von dem Gejohle Ihrer Mitspieler übertönt, wenn Sie entweder eine Herausforderung bravourös gemeistert oder einen Mit-Sackboy in den Tod geworfen haben!
Steuerung
Die auffälligste und gleichzeitig angenehmste Neuerung in "
LittleBigPlanet 2" ist das generalüberholte
Handling der Sackboys. Während Sie im ersten Teil mehr schlecht als recht zwischen den drei Ebenen wechselten und die Sprünge nicht immer so zielgenau funktionierten, wie der Spieler sich das vorstellte, hat Media Molecule hier gewaltig nachgebessert. Der Nachfolger besticht durch unglaublich flüssige Steuerung, sei es mit Enterhaken, Creatinator oder purer Sackboykraft: Nur noch ganz selten ist die Ebenenproblematik dafür verantwortlich zu machen, wenn Sie (wieder mal) Ihren Tod finden sollten. Vielmehr wurden die Fallen verfeinert, so gibt es nicht mehr ausschließlich die ständig stromführenden Pfeiler, sondern es kann schon mal vorkommen, dass Sie auf einem Eisengerüst balancieren und gleichzeitig über Wellen von elektrischer Energie springen müssen! Auch
Level-Verknüpfungen sind mit von der Partie und funktionieren ähnlich wie die Türen in "
Super Mario", die Sie einfach kurzerhand an einen anderen Ort im
Level bringen. Dank des
Handlings ist es keine große Kunst, die
Levels zu schaffen, doch wer alle Objekte, Materialien und
Goodies sammeln möchte, ist lang beschäftigt. Ganz zu schweigen, wenn Sie die Boni dafür abräumen möchten, ohne zu sterben durch einen
Level zu kommen...