Sie sind sportlich begabt? Auf der Konsole? Dann könnte Sie vielleicht der Kinect Titel „Sports Island Freedom“ interessieren. Ob Sie sich auf die zehn verschiedenen Sportarten freuen dürfen oder nicht, lesen Sie hier in unserem Review.
Mit „Kinect Sports“ wurde ja bereits ein halbwegs gut funktionierendes Kinect Spiel auf den Markt geworfen, und so sollten die nächsten Titel für die Xbox360 eher untereinander und nicht mehr mit den Wii-Spielen verglichen werden. Deswegen ist die Frage berechtigt, ob „Sports Island Freedom“ nun besser sei als „Kinect Sports“, weil einem diesmal statt sechs ganze zehn verschiedene Sportarten zu Verfügung gestellt werden. Für einen ersten kleinen Einblick in die Welt der Sport-Insel gibt es hier einen Trailer:
Nachdem Sie das Spiel gestartet haben und die üblichen Anfangseinstellungen abgeschlossen sind, befinden Sie sich mitten im Hauptmenü. Und wie es sich für ein echtes Kinect-Spiel gehört, wird alles, auch im Menü, per Handbewegungen gesteuert. Leider werden die Bewegungen zu ungenau umgesetzt, und teilweise muss man sogar eine Weile vor dem den Kinect-Sensor wie wild herumfuchteln um die angezeigte Hand, diesmal wird sogar zwischen linker und rechter Hand unterschieden, ins Bild zu bekommen. Sollten Sie es dann doch geschafft haben, sich mit der Steuerung anzufreunden, können Sie sich zehn verschiedene Sportarten aussuchen.
Haben Sie sich erst einmal für einen Sport entschieden, dann können Sie wählen, ob Sie sofort loslegen oder sich doch lieber zuerst das Tutorial ansehen möchten. Die Betonung dabei liegt auf „ansehen“, und das bei einem Spiel bei dem der volle Körpereinsatz gefragt ist. Nachdem Sie also genau betrachtet haben, wie es aussehen würde, wenn Sie diese oder jene Bewegung durchgeführt hätten, wird es Zeit selbst aktiv zu werden. Wenn Sie sich für Tennis entschieden haben, werden Sie vor lauter Vorfreude bemerken, dass neben den üblichen Verdächtigen Vor- und Rückhand dieses Mal auch der Lob und der Smash ins Repertoire aufgenommen worden sind. Das Spiel selbst läuft auch ohne viel Vorwissen über die genauen Bewegungsabläufe. So wird, sofern Sie Rechtshänder sind, mit der linken Hand der Ball hochgeworfen und dann mit der rechten Hand knallhart aufgeschlagen. Wenn es doch nur so einfach wäre! Sobald Sie nämlich den Ball hochwerfen, wird dieser manches Mal und ohne Ihr Zutun in die andere Hälfte befördert. Ob in diesem Fall eine Bewegung wahrgenommen wurde oder nicht, ist schwer zu sagen, aber auf jeden Fall wird dadurch der Spielspaß doch gehörig gebremst. Auch beim Zurückschlagen des Balles ist ein äußerst merkwürdiges Timing gefragt, da meist sehr früh mit der Bewegung begonnen werden muss, um halbwegs geplant ins gegnerische Feld spielen zu können. Hier baut sich schon relativ früh ein Frust- und Aggressionspotential auf. Nicht viel anders spielt sich Volleyball. Auch hier ist die ungenaue Steuerung ein Spaßkiller. Nachdem Sie sich auf die Knie fallen lassen, um den Ball für den Teampartner aufzuspielen, wirft sich auch das Ingame-Ich deutlich weniger motiviert auf den Boden und sieht zu, wie der Ball vor seiner Nase im Sand landet. So findet man durchgehend bei jedem Spiel etwas auszusetzen. Und wenn die Steuerung die Schwachstelle im Spiel ist, dann hilft es auch nicht mehr viel, dass man auch zu zweit spielen kann. Auch die verschiedenen Ligen- oder Turniermodi können nicht viel mehr Glanz auf die Sport-Insel bringen.
Grafik und Sound
Eine Augenweide ist „Sport Island Freedom“ nicht, und ein wirklich optischer Unterschied zu den „Sports Island“ Wii-Games ist nicht erkennbar, da die Spielfiguren den Miis sehr ähneln. Aber auch wenn es keine „Wow“-Effekte gibt, ist die Grafik trotzdem noch immer das Gelungenste bei „Sport Island Freedom“. Die Musik hält sich vornehm im Hintergrund und wirkt nie wirklich lästig. Die Soundeffekte passen auch immer zu den Aktionen und somit gibt es in der Soundabteilung nichts, das irgendwie negative oder störende Gefühle hervorruft.
Wie bereits angesprochen, ist die Steuerung das große Sorgenkind von „Sports Island Freedom“. Angefangen von der unhandlichen Menübedienung, bei der die Hand oft ruckweise über den Bildschirm „gleitet“, bis zur Spielsteuerung, die auch des Öfteren zu erhöhtem Blutdruck führen kann. Nun gut, immerhin werden keine Controller benötigt, es gibt keine Kabel, die im Weg liegen und für den Erfolg sind, normalerweise, nur Sie und Ihr Körpereinsatz notwendig. Und sofern obengenannte Probleme beseitigt wurden, sollten Kinect-Spiele in naher Zukunft bei Ihnen zu Hause für viel Spaß und Bewegung sorgen.
Sie können die verschiedenen sportlichen Herausforderungen im Zwei-Spieler-Koop-Modus bestreiten. Stellen Sie sich zusammen auf den Beachvolleyballplatz und beherrschen Sie den Gegner. Des Weiteren können Sie über das Internet nach Gleichgesinnten suchen und mit bis zu vier Spielern in den Wettstreit treten.
Atmosphäre
Wenn man zu zweit spielt, egal ob zusammen oder gegeneinander, gibt es schon so etwas wie eine Motivation, sich anzustrengen und voll ins Zeug zu legen. Hier wird dann der sportliche Wettkampf wirklich gelebt. Aber leider wird man durch die Steuerung wieder relativ schnell auf den Boden der Realität zurückgeholt und so kann, im Einzelspiel gar nicht und im Koop-Modus kurzzeitig, von Motivation und Atmosphäre nicht die Rede sein.
“Sports Island Freedom“, ein neues Kinect-Spiel, das Ihnen zehn verschiedene Sportarten ins Haus liefert, kann zwar mit den verschiedensten Herausforderungen, wie zum Beispiel Paintball oder Eiskunstlauf aufwarten, aber leider auch mit einer sehr umständlichen Menübedienung und einer mehr als fehlerhaften Spielsteuerung. Zusammenfassend kann man sagen, dass dies nach „Kinect Sports“ wieder ein kleiner Rückschritt für diese Art der Spiele ist.
Die Vorteile für registrierte User auf GamingXP werden nach Abschluss der Beta-Phase noch weiter ausgebaut. Helfen Sie mit, das beste GamingXP aller Zeiten zu bauen!
Melde dich gleich jetzt für die Closed Beta des XP Clubs an! Es erwarten sich coole Community-Aktiväten und attraktive Preise! Hier geht's zum XP Club!