Der nächste Teil der „Harvest Moon“-Reihe ist nun auf dem DS erschienen. Ob das Konzept immer noch Spaß macht, lesen Sie in unserem Review...
Nach „Harvest Moon DS“ und „Harvest Moon: Mein Inselparadies“ erscheint nun mit „Harvest Moon: Die Sonnenscheininsel“ der nächste Teil der äußerst populären sowie erfolgreichen Reihe auf dem Nintendo DS. Im Grundprinzip ähneln sich alle Teile natürlich, wenngleich es doch gewisse Änderungen gibt, die auch den neuesten Titel einzigartig machen. Um selbst zu sehen, wie das Game aussieht, hier ein Trailer:
In „Harvest Moon: Die Sonnenscheininsel“ müssen Sie versunkene Inseln mithilfe der Sonnensteine wieder über die Wasseroberfläche bringen. Doch nicht nur das, natürlich sollten Sie ebenfalls ein Land bewirtschaften, sich mit anderen Leuten aus dem Dorf anfreunden, einen Partner finden, diesen heiraten und Schätze finden.
Wie jedoch so oft steht vor dem Spaß einmal die Arbeit. Zu Beginn des Spiels dürfen Sie sich entscheiden, ob Sie lieber einen Jungen oder ein Mädchen spielen wollen. Dann noch einen Geburtstag ausgewählt, dem Hof einen Namen gegeben und los geht es in die geheimnisvolle und farbenfrohe Welt von „Harvest Moon“.
Glücklicherweise steht Ihnen immer wieder ein Mentor zur Seite, der ihnen die grundlegenden Handgriffe lehrt, so dass Sie bereits nach kurzer Zeit selbst entscheiden können, was Sie machen möchten. Am Feld gilt es natürlich zuallererst, dieses von unnötigen Gerümpel wie Steinen, Ästen und Baumstumpfen zu befreien.
Dann wird das Land gepflügt, das Saatgut gepflanzt und die Pflanzen danach gewässert. All dies benötigt Energie, wovon Sie anfangs noch recht wenig haben. Doch im Laufe der Zeit können Sie diese auch nachfüllen sowie Ihren Charakter verbessern. Auch neues Handwerkzeug wird gekauft, um schneller mehr Felder zu erreichen.
Dass „Harvest Moon: Die Sonnenscheininsel“ auch eine richtig vielfältige Wirtschaftssimulation wird, erkennen Sie am besten daran, dass Sie Kühe kaufen können, diese dann melken, um Milch zu erhalten und die Milch danach zu Käse oder Joghurt verarbeiten, bevor Sie Ihre selbst hergestellten Waren dann entweder verkaufen oder verschenken.
Sogar Erz kann abgebaut werden, Hühner können im Hühnerstall gehalten werden, wobei diese dann auch Eier legen, aus denen vielleicht neue Hühner schlüpfen. Nach dem Sie den Hühnerstall erworben haben, können Sie sogar ein Futtersilo füllen, damit diese von dort aus gefüttert werden. Nett ist auch die Tierhütte, wo Sie zum Beispiel eine Katze verwahren können, die Ihnen bei der Schatzsuche hilft.
Die Gebäude, die Sie kaufen, können Sie dann auch noch erweitern und verbessern. Gannon, der Bauherr, versteht sich hierbei auf sein Handwerk und benötigt lediglich einen Tag, um die Bestellung auszuführen. Sobald dies dann erledigt ist, können Sie aus noch mehr Möglichkeiten auswählen und die Arbeit besser ausführen.
Alles außer langweilig
Sie sehen also, dass „Harvest Moon: Die Sonnenscheininsel“ wesentlich mehr bietet als nur einfaches Fischen oder Pflügen. Die komplette Landwirtschaft ist jedoch nur ein Teil des Spiels. Einen Großteil der Zeit werden Sie auch noch rund um die Wirtschaft verbringen. Es gibt nämlich noch viel mehr zu entdecken als einfach nur Ihr Land und ein Dorf.
So gilt es die „Grüne Insel“, die „Sprosseninsel“, die „Hofinsel“, die „Leuchtturminsel“ und etliche Inseln mehr zu erforschen und zu heben. Sobald eine Insel mittels Sonnensteinen freigeschaltet ist, können Sie sich dort nach Belieben aufhalten und Aufträge annehmen, um mehr Geld oder auch neue Freundschaften zu erhalten.
Schön statt kalt
„Harvest Moon: Die Sonnenscheininsel“ punktet vielleicht nicht mit einer unglaublichen 3D-Grafik, sondern spielt sich ähnlich dem allerersten Teil auf dem „Super Nintendo“ in farbenfrohem 2D. Die einzelnen Details sind dennoch gut zu erkennen und die Vielfalt der Tiere, Pflanzen und Gegenstände sind durchaus ansehnlich.
Auch die Animationen können sich hier sehen lassen, so dass Sie bereits nach kurzer Zeit wirklich das Gefühl haben, sich auf einer lebendigen Welt zu befinden, die Sie selbst beeinflussen können. Von der Hintergrundmusik oder den Soundeffekten kann das Spiel zwar nicht leben, das Gesamtkonzept ist aber stimmig.
Alle Möglichkeiten von „Harvest Moon: Die Sonnenscheininsel“ hier aufzuzählen würde wahrscheinlich den Rahmen sprengen. Die Vielfältigkeit, der Tagesablauf, der Wirtschaftsfaktor und besonders der Entdeckungstrieb werden Sie immer wieder an den DS fesseln, bis auch die letzte Insel gehoben wurde und Sie einen zufriedenen Lebensabend vollbringen können.
Dadurch ist „Harvest Moon: Die Sonnenscheininsel“ jedoch auch kein Spiel für zwischendurch. Sie sollten schon einige Zeit mitbringen, um diese Simulation auch wirklich genießen zu können. Eines wird Ihnen dabei aber sicher nicht: langweilig. Dafür gibt es einfach zu viel zu erforschen und die Charaktere wachsen einem wirklich ans Herz.
„Harvest Moon“-Fans werden auf jeden Fall ein fantastisches Abenteuer erleben. Wer jedoch mit der Serie noch nie Freude hatte, wird auch diesmal kaum zugreifen. Generell gilt auch hier – am besten Probe spielen und dann entscheiden. Wirtschaftsfreunde, die sich mit der lustigen Grafik anfreunden können, werden keinesfalls enttäuscht.
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