Die Blütezeit der Hubschrauber-Simulationen liegt nun schon eine Weile zurück und so mancher Spieler wünscht sich nichts mehr, als endlich mal wieder abheben zu dürfen. Ob es „Apache: Air Assault“ schafft, dem Simulations-Genre wieder neues Leben einzuhauchen, lesen Sie in unserem Review.
So mancher Spieler denkt gerne zurück an die Zeit, in der man sich als virtueller Apache- oder Comanche-Pilot in die Lüfte schwang und spannende Kämpfe gegen Boden- und Lufteinheiten ausgefochten hatte. In eingangs erwähntem Genre ist aber schon länger kein wirklich herausstechender Titel erschienen, dadurch macht sich vor dem ersten Spielstart zwar Vorfreude breit, jedoch mischt sich ein kleines bisschen Skepsis in die Erwartungshaltung.
Diese Skepsis wird aber bereits während des Tutorials, welches den Spieler recht angenehm an die Steuerung des Helikopters sowie den Einsatz der verschiedenen Waffensysteme heranführt, zerstreut.
Natürlich versucht man es zuerst auf dem einfacheren Schwierigkeitsgrad, merkt dann aber sehr schnell, dass es irgendwie zu einfach ist, sprich zu sehr actionlastig, denn die Steuerung stellt einen vor keinerlei Herausforderung. Nach einem Restart im realistischeren Modus sieht die ganze Sache schon anders aus. Denn dieser Modus hat es in sich: Es bedarf Einiges an Übung um schnell und geschickt in Bodennähe um Felsen herum zu navigieren, und nebenbei auch noch den Feind unter Beschuss zu nehmen. Aber hat man erstmal den Bogen raus, ist es ein großartiges Gefühl mit hoher Geschwindigkeit die Landschaft zu erkunden und sich in aufregende Kämpfe zu stürzen.
Beginnt man nach dem Tutorial die ersten Missionen und stürzt sich in richtige Gefechte, dauert es natürlich etwas, bis man auch in einem Einsatz mit seinem Fluggerät zurechtkommt, da das Tutorial recht spartanisch gehalten wurde. Als Bewaffnung mit an Bord befinden sich das Bordgeschütz, sowie Hellfire-, Hydra- und (später) Stingerraketen.
Insgesamt gibt es 16 Missionen zu bewältigen, welche in den verschiedensten Teilen der Erde spielen. Leider laufen fast alle Missionen nach dem gleichen Schema ab: Nahende Gegner erledigen, Absturzgebiete sichern oder in der eigenen Basis aushelfen. Es gibt nicht wirklich eine Story, viel mehr startet man nach einem kurzen Briefing direkt mit der entsprechenden Mission.
Grafik und Sound
An der Grafik gibt es nichts auszusetzen, vor allem die Landschaftsgebiete sehen sehr detailreich aus und am Apache selbst gibt es auch nichts zu meckern, denn der sieht äußerst realistisch aus. Lediglich die Absturzsequenz sieht etwas seltsam aus, doch umso besser man wird, desto seltener bekommt man diese Sequenz zu Gesicht. Der Sound unterstreicht die Einsätze sehr gut und setzt die grafischen Effekte nochmals besser in Szene.
Steuerung
Die Steuerung bietet, wie bereits anfangs erwähnt, einen relativ einfachen Einstieg ins Spiel, so werden sowohl Neulinge als auch Simulations-Veteranen zufrieden sein. Schnell hat man die Steuerung verinnerlicht und somit steigt natürlich auch der Spaßfaktor.
Es gibt zwar einen Multiplayer-Modus, dem ist jedoch anzumerken, dass es sich hier eher um ein Singleplayer-Spiel handelt. So hat man lokal die Möglichkeit, mit einem zweiten Spieler gemeinsam Gegner ins Visier zu nehmen, wobei ein Spieler dann als Schütze fungiert. Spielt man online kann man etwa gemeinsam mit 3 anderen Helikopter-Piloten Aufträge abarbeiten, aber auch in diesem Modus stellt sich kaum Spaß ein. Das Herz des Spiels ist und bleibt der Einzelspielermodus.
Vom ersten Start des Rotors bis zur letzten Landung, die Atmosphäre wird permanent vorangetrieben durch die Funksprüche und das ganze Schlachtfeldambiente. Obwohl keine durchgängige Story vorhanden ist, bleibt man motiviert und freut sich auf jede neue Mission.
Zusammenfassung
Das Spiel sorgt für einige sehr unterhaltsame Stunden - wenn man einige Zeit in Kauf nimmt, um sich mit der Steuerung auseinanderzusetzen und die Missionen im realistischen Schwierigkeitsgrad bestreitet. Spielt man lediglich den leichten Modus, stellt sich einfach zu schnell Langeweile ein, da dieser Modus kaum fordert. Für Simulations-Fans macht dieses Spiel vieles richtig und macht Lust auf mehr. Bleibt zu warten, was im nächsten Jahr auf uns zukommt, eventuell auch mal eine nennenswerte Flugzeugsimulation. Auf jeden Fall ist es großartig, dass dieses Spiel einem bereits totgesagten Genre wieder etwas Leben einhaucht.
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