Düsen Sie über die Straßen von Köln mit „Alarm für Cobra 11: Das Syndikat“. Mit Ben und Semir jagen Sie Verbrecher oder führen hitzige Rennen in und um die deutsche Metropole. Ob Sie hier zuschlagen sollten, erfahren Sie in unserem Review.
„Alarm für Cobra 11“ gehört womöglich zu den erfolgreichsten Serien im deutschen Fernsehen. Seit 1996 läuft das Action-Spektakel rund um die Hochgeschwindigkeitsverschrottung hübscher Autos auf deutschen Autobahnen in der nunmehr 17. Staffel, und noch scheint kein Ende der Abenteuer in Sicht. Mit „Alarm für Cobra 11: Das Syndikat“, das im Englischen (sehr passend) „Crash Time 4“ getauft wurde, setzen Sie sich einmal mehr hinters Lenkrad und steuern Semir und Ben durch und um Köln.
GameplaySo manch einer würde „Alarm für Cobra 11“ als auto-zentrierte TV-Show bezeichnen, und auch im Spiel selbst steht eigentlich das Fahren im Vordergrund - so sehr, dass Sie keinen Schritt zu Fuß gehen. Im Karriere-Modus kommen Sie als Ben & Semir dem namensgebenden Syndikat auf die Schliche, indem Sie Rennen fahren, Autos beschatten und Streife fahren. Mit über 100 Kilometern Straßennetz können Sie auf Ihren Abenteuern einiges der Metropole Köln erforschen. Verschiedene Racing-Modi runden das Paket ab.
Grafik und Sound
Optisch sind sowohl die Fahrzeuge wie auch die Umgebung sehr hübsch. Nach Crashs sind auch Blechschäden und zerklüftete Windschutzscheiben äußerst ansprechend. Einzig die grafische Verbesserung zum Vorgänger ist ausgeblieben. Der Sound des Spiels ist von Motorengeheul dominiert, das regelmäßig von einem grausam klickenden Schaltgeräusch unterbrochen wird.
Steuerung
Entsprechend echter Rennspielmanier sind Ihre wichtigsten Inputs Gas und Bremsen, wobei auch mittels Handbremse und Blaulicht gekonnt umgegangen werden will. Die Autos steuern sich sehr gut und die Fahrzeuge „kleben“ förmlich auf der Straße. Wirklich von der Strecke abkommen werden Sie kaum, und Dreher passieren nur bei sehr hohen Geschwindigkeiten.
Die Rennspiel-Modi stehen für Mehrspieler lokal im Splitscreen und System-Connect sowie via Xbox Live zu viert bzw. zu acht zur Verfügung. Die Rennen machen lokal sehr viel Spaß, online steht das Problem gähnender Leere in den Lobbys dem Spielspaß leider zur Zeit noch etwas im Weg.
Atmosphäre
“Alarm für Cobra 11: Das Syndikat“ glänzte vor allem mit Rennspielflair, zu blöd nur, dass es primär eigentlich keines ist. Kriminalistische Atmosphäre kommt nur selten auf, jedoch die eigentlichen „Neben“-Modi wie die verschiedenen Rennen vermögen zu fesseln.
Zusammenfassung
Echte Fans der „Alarm für Cobra 11“-Serie werden sich hier wohl fühlen, polizeiliche Herausforderungen suchen Sie hier allerdings vergebens und ein Vollblutrennspiel finden Sie hier auch nicht.