Electronic Arts veröffentlichte mit „NBA Jam“ Anfang Oktober das Comeback eines fantastischen Arcade Basketballspiel für die Nintendo Wii. Dank des Erfolgs auf der Wii und der Entwicklungseinstellung von „NBA ELITE 11“ entschied sich Electronic Arts nun den Titel auch für die PlayStation 3 und die Xbox 360 zu veröffentlichen. Ob der Titel auf der PlayStation 3 ähnlich wie auf der Wii überzeugt oder nicht, erfahren Sie im folgenden Review.
Background
Im Jahre 1993 veröffentlichte Acclaim den von Midway entwickelten Titel „NBA Jam“. Es handelte sich dabei um ein Arcade-Basketballspiel, das im Jahre 1994 auch für den Super Nintendo, den Sega Mega Drive, den Sega Game Gear und den Gameboy umgesetzt wurde. Diese Arcade-Version von „NBA Jam“ spielte im ersten Jahr mehr als eine Milliarde Dollar ein und auch die Konsolenumsetzungen wanderten mehr als fünf Millionen mal über den Ladentisch.
Review der Wii-Version
Wie bereits beschrieben, erschien die Nintendo Wii Version von „NBA Jam“ Anfang Oktober und wir liesen es uns nicht nehmen den Titel unter die Lupe zu nehmen.
„Warum gibt es keine Multiplayer-Sektion? Weil das Spiel für Multiplayer ausgelegt ist – und vor allem dann Spaß macht. Retro-Freunde, aber auch Fans von Action-Basketball werden „NBA Jam“ lieben. Einziger Wehrmutstropfen: Ein Release-Termin für Europa ist noch nicht angekündigt und das Spiel erscheint nur als abgespeckte Download-Version quasi als Wii-Werbung für PS3 und Xbox 360. Naja, Wii-Fans wird es freuen: Der Geist des Basketballs ist mit diesem Spiel, das absolut Spaß macht, zurück … Über kleine Schwächen kann man getrost hinwegsehen und schon mal die nächste „NBA Jam“-Party für einen ganzen Abend planen.“
Der Titel erreichte in unserem Test eine Gesamtwertung von 85% und wurde daher mit einem Silber-Award ausgezeichnet.
Hier ein Trailer zu den HD-Versionen des Arcade-Basketballtitels:
Nach dem Spielstart und den ersten Erkundungsmissionen des Spielumfangs, stoßt man verhältnismäßig oft auf den Hinweis, das man nach dem Absolvieren aller Jam Challenges den Big Head Modus freischaltet. Beispiele für solche Jam Challenges sind, das Gewinnen eines Spiels gegen den PC oder das Absolvieren eines Spiels ohne Fouls.
Hier ein kurzes Video, das den Big Head Modus vorstellt:
Gameplay
Spieltechnisch erwarten Sie gleich vorweg, eine Vielzahl am Spielmöglichkeiten. Es gibt beispielsweise das schnelle Spiel, die Klassik-Kampagne, die Remix Tour und vieles mehr. Doch wie spielt sich der Titel? Im Gegensatz zu „NBA 2K11“ steht hier ganz klar die Action und der Spielspaß über der Realtitätsnähe. Dies zeichnet sich auch durch die Regelauslegung aus. So ist es den „nichtvorhandenen“ Schiedsrichtern vollkommen egal, ob Sie einen Gegner umstoßen, mit dem Ball ins OUT laufen oder ähnliches. Kurz und knapp es gibt keine Regel. Das macht es besonders für Neulinge und Gelegenheitsspieler zum perfekten Partyspaß.
Schade ist es meiner Meinung nach trotzdem, dass verglichen mit „NBA 2K11“ hier weit nicht so viel Langzeitmotivation entsteht. Hier gibt es keinen Modus bei dem man sich beispielsweise vom Zero zum Hero hocharbeiten kann, was ich persönlich ein wenig schade finde.
Im Prinzip spielt sich alles auf einem kleinen Basketballfeld ab. Beispielsweise bestehen beide Team in der Klassik-Kampagne aus je zwei Spielern und nachdem der Ball freigegeben ist, kann der brutale Kampf um die höhere Anzahl an Korbwürfen losgehen. Schade ist allerdings, das es kein Pflichttutorial oder ähnliches gibt, womit man anfangs etwas planlos herumirrt. Doch spätestens nach dem 2. Spielabschnitt können Sie auf dem leichten Schwierigkeitsgrad locker mithalten. Je nach Spielmodus gibt es auch noch weitere Überraschungen wie zum Beispiel Power-Ups, die gewisse Fähigkeiten verbessern. Das errinnert ein wenig an „Super Mario Kart“ aber passt ziemlich gut ins Spiel.
Hier ein spannendes Behind-the-Scenes Video zum Spiel, das zwar Spielszenen aus der Wii-Version zeigt, aber trotzdem einige Background Infos bereit hält.
Alles in allem kann man sagen, das „NBA Jam“ auf der PlayStation 3 der Nintendo Wii um nichts nachsteht. Es macht Spaß und das ist das Wichtigste. Fans von realistischen Basketballspielen sollten allerdings gleich die Finger vom Spiel lassen.
Grafik und Sound
Grafisch ist der Titel nur geringfügig besser als auf der Nintendo Wii, was allerdings kein Nachteil sein muss. Denn die Animationen und auch die Präsentation des Titels sind trotzdem noch sehr gut. Es passt einfach optimal zum Spiel, denn realistisch wirkende Personen in einem Arcadespiel wären wohl ein wenig fehl am Platz. Das ist allerdings nur meine Meinung. Coll finde ich auch die Maskottchen, die hier und dar entdeckt werden können, wie zum Beispiel den Dancing Raptor.
Soundtechnisch präsentiert sich der Titel in einem fantastischen Licht. Mit Tim Kitzrow konnte man die Originalstimme aus „NBA Jam“ rekrutieren und damit kommen Kindheitserinnerungen auf. Mit Sprüchen wie „Kaboom!“ , „He’s on fire!“ oder „He’s heating up!“ kommt richtig Stimmung auf. Auch die Soundeffekte, wie zum Beispiel beim Slamdunk, klingen sehr gut.
Die Steuerung hätte ich gerne in einem kurzen Tutorial erklärt bekommen. Ich hab einfach keine Lust das Handbuch zu lesen, wenn man es auch in einem kurzen Learning by Doing Tutorial auch erlernen kann. Ansonsten funktioniert die Steuerung aber ganz gut und sollte auch für jung und alt kein großes Problem darstellen.
Ein wichtiges Kernstück des Titels ist der Multiplayermodus, der online und lokal gespielt werden kann. Maximal können jeweils vier Spieler zugleich in den vielen verschiedenen Spielmodi antreten. Leaderboards und alles was dazugehört wird Ihnen online zur Verfügung gestellt.
Atmosphäre
Ich sage nur Boomshakalaka is back! Die Atmosphäre is absolut gelungen, da der Kommentator als auch die Maskottchen für Stimmung sorgen. Ich hätte mir nur vielleicht einen Story-Modus oder ähnliches gewünscht, in dem man beispielsweise von Zero zum Hero wird.
Alles in allem kann man nicht meckern. Trotz des Ausfalls von „NBA ELITE 11“ hat Electronic Arts ein HD-taugliches Basketballspiel auf den Markt gebracht, das auch in puncto Gameplay, trotz des Arcadeansatzes, überzeugt.
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