Let‘s get ready to rumble! So in etwa würde der wahrscheinlich passendste Spruch zum neuen Game „Blacklight Tango Down“ lauten. Das neu entwickelte Spiel von Zombie Studios, das für ungefähr 15 Euro im Store erhältlich ist, verspricht einiges an hochgearbeiteten Details. Ob dieses Spiel aber wirklich etwas taugt, oder aber bereits
nach einem gut angelegten Headshot den Ring verlässt, lesen Sie am besten in unserem Review.
Gameplay
Bevor Sie letztendlich loslegen können, um Ihren Freunden oder Feinden den Marsch zu blasen, müssen Sie sich zwischen den zwei Hauptgruppen des Spiels entscheiden. Hierbei stehen Ihnen entweder die Gruppe „Blacklight“, die sich ihren Weg durch die verfallenen Straßen Baliks kämpfen, oder deren Feinde, die Gruppe der gegnerischen Soldaten namens „The Order“, zur Verfügung. Während Sie sich verbissen durch das Spielgeschehen kämpfen, erledigen Sie sogenannte Black-Ops Missionen, Koop-Herausforderungen die während des Spiels immer schwerer werden. Allerdings bekommen Sie für jede erfolgreich abgeschlossene Mission Belohnungen, wie zum Beispiel neue Waffen oder Upgrades für Ihre verfügbaren Geschütze. Auch das eigens eingebaute Levelaufstiegsystem, welches Sie nach jedem Auftrag mit Punkten belohnt, erhöht den Wiederspielwert des Spiels.
Die Optik des Spiels kann sich für einen downloadbaren Titel aus dem Store wirklich sehen lassen. Man bekommt dank Unreal Engine 3 einiges an gut ausgearbeiteten Arealen geboten und detailgetreuen Umgebungen zu sehen, zudem wurden die verschiedenen Waffen der Spieler ebenfalls sehr genau entwickelt und ähneln zumeist echten Waffen. Einzig die etwas hölzernen Animationen der verschiedenen Charaktere stören ein bisschen, welche aber durch den relativ billigen Preis und den vielen anderen Grafikdetails ausgemerzt werden.
Sobald der erste Schuss ertönt, bemerkt man sofort, dass auch die sehr gut gelungenen Waffensounds bis unter die Haut gehen, da diese oftmals klingen, als würde Ihr Nachbar ein Raketenfeuerwerk zünden. Unterlegt wird das ganze Geschehen dazu noch von einem passend dazu entwickelten Elektro- und Technosoundtrack, welcher sowohl im Einzelspielermodus als auch im Mehrspielermodus zu hören ist. Allerdings wurde dafür bei der Sprachausgabe während den Black-Ops-Missionen gespart, welche des Öfteren herzlos und hastig wirkt.
Steuerung
Erfahrene Spieler, die schon öfters einen Titel dieser Art gespielt haben, werden sich relativ einfach mit der Steuerung zurecht finden. Die Tastenbelegung funktioniert ähnlich wie im Titel „Modern Warfare“ oder „Crisis“, wurde allerdings etwas schwammig ausgelegt. Tutorial gibt es leider keines, welches für Neueinsteiger wahrscheinlich zur kleinen Herausforderung heranwächst, allerdings sollten Freunde des klassischen First-Person-Shooter keine großen Probleme damit haben. Wie auch in altbekannten Shootern dient die Steuerung großteils zur Verteidigung und zur Deckung. Während man sich durch die Gassen der Stadt bewegt, schießt man entweder wild um sich, in der Hoffnung jemanden zu treffen, oder jagt mit einer Granate sämtliche Gegner und wahrscheinlich auch sich selbst in die Luft. Tastenkombinationen gibt es keine, dafür aber Ihren eigenen HRV, den Hyper Realtiy Visor, der mittels Tastendruck aktiviert wird, mit denen Sie zum Beispiel durch Wände sehen können. Da aber in diesem Modus keine Selbstverteidigung möglich ist, sollte man nur selten davon Gebrauch machen.
Das wohl bestausgearbeitetste Engine in diesem Spiel ist der umfassende Online-Multiplayermodus, welcher den zahlreichen Versprechungen der Entwickler mehr als nur gerecht wird. Es gibt zahlreiche Spielmodi auszuwählen, viele Maps die durchforstet werden müssen und einen eigens angelegten Coop-Modus, indem sie mit ihren Freunden im Team gegeneinander kämpfen können. Ebenfalls wurde ein Ranking-System eingeführt, welches die weniger begabten aber auch die erfahreren Spieler anregt, es bis an die Spitze zu schaffen. Obwohl es lange Wartezeiten gibt, kommen Freunde der gepflegten, abendlichen Onlinepartien voll und ganz auf ihre Kosten und können sich mit ihren Kollegen einige hitzige Gefechte liefern. Das einzig schade allerdings ist, dass man seine Teamkameraden nicht wiederbeleben kann, sondern warten muss, bis sie nach einiger Zeit wieder vom Computer belebt werden.
Atmosphäre
Da die Grafik auch für hohe Ansprüche völlig passabel ist, der Sound an ein wahres Gefecht erinnert und man sich schnell wie im Kriegsgebiet fühlt, entwickelt sich bereits nach sehr kurzer Zeit eine packende Atmosphäre, die Sie schnell an die Konsole fesseln wird. Das komplette Spiel kann sich durchaus sehen lassen, da die sehr gut entwickelten Feinde auch ihre Vor- und Nachteile bergen, welches die Schwierigkeit in manchen Missionen etwas höher auslegt als gedacht. Sobald man sich aber eingespielt hat und die Vorzüge des Feindes einigermaßen kennt, findet man sich sehr schnell und gut zurecht.
„Blacklight Tango Down“ bietet eigentlich alles, was auch ein neuentwickeltes Game beinhaltet für nur wenig Geld. Der stattliche Umfang bestehend aus zwölf detailgetreuen Maps, bis zu 16 Spieler im Online-Modus, einem leicht überschaubaren Level-System mit insgesamt 70 Stufen und einer Koop-Kampagne für bis zu vier Spieler verspricht lange Spielstunden alleine oder auch gemeinsam. Da der Titel in der nahen Zukunft spielt, haben auch viele Spielelemente Bezug zu Elektronik und Internet wie zum Beispiel die verschiedenen Rüstungen, die mittels spezieller Waffen leicht auszuschalten sind. Das große Sammelsurium an Waffen enthält auch für komplexe Geschmäcker einen Favoriten, und die freischaltbaren Waffentags, sogenannte Aufkleber, mit denen die Waffen verziert werden können, garantieren für jeden eine individuelle Waffe.
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