1914 - The Great War - Spielinformation
1914 - The Great War
Vertrieb:
JoWooD ProductionsWebsite:
www.1914-online.com| Platform: | Entwickler: | Releasedatum: | Genre: |
|---|---|---|---|
| PC | Trinode Entertainment Gmbh | 18.08.2002 | Strategie |
Anfang August 1914 beginnt der Erste Weltkrieg und die Millionenheere der Mittelmächte und der Alliierten prallen an mehreren Fronten aufeinander. "1914 - The Great War" - von der nun leider insolventen TriNodE Entertainment GmbH entwickelt und von JoWooD nach der übernahme von Fishtank Interactive vertrieben - beschränkt sich auf das Kriegsgeschehen an der Westfront, wo zu Beginn alles nach einem deutschen Sieg aussieht.
Gemäß dem Schlieffenplan marschieren starke deutsche Streitkräfte durch das neutrale Belgien, was den Kriegseintritt Englands auf Seiten der Entente zur Folge hat. Die sechs belgischen Divisionen sind schnell besiegt und die Deutschen marschieren unaufhaltsam bis in das Herz Frankreichs weiter - bis sie nur noch 40 Kilometer weit von Paris entfernt sind. Doch die Franzosen erkennen noch eine letzte Chance in einem Großangriff auf die deutschen Armeen an der Marne. Statt eines geplanten deutschen Siegs gemäß des Schlieffenplans am 39. Tag nach der Mobilmachung erstarren die Fronten zum erbitterten Stellungskrieg, der noch vier Jahre lang dauern soll ...
"1914 - The Great War" ist zur Abwechslung mal wieder ein rundenbasierendes Strategiespiel, das auf dem Szenario des Ersten Weltkrieges beruht. Sie spielen die Laufbahn eines Offiziers an der Westfront nach, entweder auf deutscher oder auf alliierter Seite.
Spielablauf
Zu Beginn jeder Mission steht Ihnen eine bestimmte Anzahl von Einheiten zur Verfügung, die Sie aber nicht durch den Bau irgendwelcher Kasernen oder ähnlicher Einrichtungen erhöhen können. In diesem Spiel geht es einfach nur darum, die gegnerischen Truppen mit der richtigen Taktik so schnell wie möglich zu besiegen oder zum Rückzug zu zwingen. Während Sie am Zug sind, können Sie Ihre Einheiten in aller Ruhe befehligen, sie vor- oder zurückrücken lassen, sie angreifen oder sich in die Schützengräben zurückziehen lassen. Jede Einheit kann nur einmal pro Runde in Aktion treten. Haben Sie Ihren Zug beendet, so ist der Gegner an der Reihe.
Einheiten
Im Verlauf des Spiels werden Ihnen ungefähr 60 verschiedene Einheiten aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA zur Verfügung stehen. Zunächst bestreiten Sie die Eröffnungsschlachten größtenteils nur mit Infanterieeinheiten. Zu ihnen gehören gewöhnliche Infanterietrupps, Sturmtruppen, bewaffnet mit Handgranaten, Flammenwerfer, die mit verheerender Feuerkraft gegen Bodenziele vorgehen, Pioniere, die mit Stacheldrähten den Feind fernhalten und die Wracks wegräumen können sowie die MG- Schützen, die die Angreifer niedermähen. Gegen Ende des Spieles steht den Deutschen auch noch die Panzerbüchse zur Verfügung, welche die Schwachstellen der alliierten Tanks durchdringen kann und diese stark beschädigt. Alle diese Einheiten können pro Runde bewegt werden und danach angreifen. Sie unterscheiden sich in Bewegung, Stärke, Trefferpunkte und Angriff.
Unerlässlich sowohl für den Angriff als auch für die Verteidigung ist die Artillerie. Unter Ihrem Kommando werden leichte Minenwerfer, Feldartillerie, mittlere Haubitzen, schwere Mörser, schwere Haubitzen, schwere Minenwerfer und (mobile) Flak stehen. Das Prunkstück der Alliierten ist ein überschweres Eisenbahngeschütz, doch die Wunderwaffe der Deutschen, die Dicke Bertha, übertrifft an Zerstörungskraft sogar dieses. Sie ist das schwerste Geschütz im Spiel und besitzt über 42 cm Kaliber. Ihr Nachteil ist, dass sie unbeweglich ist und dass unbedingt ein Munitionswagen in der Nähe sein sollte, der neue Geschosse bereitstellt.
Eine weitere schwere Waffengattung sind die Panzer. Insgesamt gibt es sieben verschiedene Modelle, angefangen vom englischen Mark 4 male über den A7V bis zum Spähpanzer.
Doch im Ersten Weltkrieg wurde nicht nur am Boden gekämpft. Bomber von beiden Seiten flogen regelmäßig Angriffe über zivilen Städten und der berühmte Manfred von Richthofen, besser bekannt als der "Rote Baron", der beste Jagdflieger der Welt, lehrte den alliierten Jägern das Fürchten. Insgesamt gibt es sieben verschiedene Flugzeuge, sowohl diverse Bomber, als auch Jagdflieger. Deren stärkster ist wie bereits erwähnt der "Rote Baron", ein Dreidecker, der allen anderen Lufteinheiten überlegen ist. Bomber sind zwar im direkten Luftkampf chancenlos, knacken aber dafür den stärksten Bodenbunker.
Mit jeder überstandenen Schlacht gewinnen Ihre Einheiten an Erfahrung, bis sie mit der Zeit zu Elitetruppen herangebildet sind. Damit vergrößert sich sowohl die Bewegungsmöglichkeit, als auch die Sichtweite und die Schlagkraft. Einheiten, die ein Gefecht überlebt haben, können Sie beim nächsten Angriff wieder einsetzen oder sie gegen unerfahrene Einheiten austauschen.
Grafik
Die Grafik ist eher mager ausgefallen. Der Boden ist pixelig und aufgrund der Tatsache, dass im wirklichen Krieg durch tagelanges Trommelfeuer der Artillerie wirklich kein Baum mehr gestanden ist, wollen wir darüber hinwegsehen, dass fast jede Welt gleich aussieht.
Jedoch enttäuschen auch die Animationen der Einheiten, die bei jedem Angriff die gleiche Bewegungen herunterspulen und, nachdem sie getötet wurden, einfach vom Feld verschwinden.
Sound
Während unaufhörliches Gewehr- und Artilleriefeuer das Schlachtfeld nicht verlassen will, untermalt sehr passende Orchestermusik in dramatischer Weise das traurige Spektakel. Wird eine Einheit angeklickt, ertönen Sprüche und Rufe wie zum Beispiel "Für das Vaterland!", "Es lebe der Kaiser/Frankreich/König!" oder "Zum Angriff!".
Zusammenfassung
Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir aufgrund der Werbungen und Vorberichterstattungen doch etwas mehr erwartet, denn mit der Zeit wird das ganze Spiel leider einfach etwas eintönig. Das recht nett und informativ gestaltete Missionbriefing lässt meist nur zwei Aufgaben herausklingen: "Greifen Sie den Feind an!" oder "Wehren Sie den feindlichen Angriff ab und drängen Sie den Feind zurück!". Auf der anderen Seite bringen die neuen Einheiten wieder frischen Wind in die Sache und da das Spiel auf Taktik und Realität basiert, kann man auch über die schwache Grafik hinwegsehen. Gilt es zum Beispiel, die Franzosen aus dem Fort Douamont zu vertreiben, kann ein unüberlegter Infanterieangriff katastrophale Folgen haben. Vielmehr ist ein massiver Artillerieangriff angebracht, bis die Festung sturmreif geschossen ist. Alles in allem hat das Spiel seinen besonderen Reiz - dennoch kann ich es nur absoluten Genre-Liebhabern und Leuten, die am Ersten Weltkrieg interessiert sind, empfehlen.
PROS von 1914 - The Great War
- Viele Einheiten
- Historisch korrekte Schlachten
- Taktik
- Musik
CONS von 1914 - The Great War
- Grafik
- Mit der Zeit eintönig
- Schlechte Animationen
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Minimale Systemvoraussetzungen
Prozessor: 0MHz, Arbeitsspeicher: 128MB, Festplatte: 1500MB
Empfohlene Hardware
Prozessor: 0MHz, Arbeitsspeicher: 256MB, Festplatte: 1500MB
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