Was braucht es, um einen guten Puzzler zu machen? Reicht lediglich ein Ball, ein Hammer und Ihr Verstand? Diese Frage werden wir versuchen, in unserem Review zu beantworten.
Ein altes Artefakt liegt vergraben unter der Erde, in einem weitläufigen unterirdischen Labyrinth. Als Sie durch ein Loch im Erdboden rutschen und das Artefakt, den "Ball", finden, beginnt ein spannendes Abenteuer. Dazu zeigen wir Ihnen nun den Trailer zum Spiel, sowie ein Video, das die ersten Minuten im Spiel zeigt, und Ihnen hoffentlich schon einen Einblick geben kann, worum es in „The Ball“ geht.
Eine einfache Frage, oder? Zum Glück ist diese in „The Ball“ auch genau so einfach zu beantworten. Sie steuern „den Ball“ in 3rd Person-Manier durch eine Vielzahl an Labyrinthe und unterirdische Welten, und müssen dabei jede Menge an Rätseln lösen. Dies können Sie dank der sehr einfachen Steuerung zum Glück auch rasch angehen. Dank einer alten Kontrolleinheit, die eine nicht abzustreitende Ähnlichkeit mit einer Waffe hat, können Sie den Ball mit Hilfe der linken und der rechten Maustaste zu Ihnen rollen lassen oder wegstoßen. Allein durch diese zwei Möglichkeiten ergeben sich eine Vielzahl an spannenden Rätseln. Ob Sie den Ball nun als Schutzschild verwenden, Monster überrollen, Schalter aktivieren oder Wände zum Einsturz bringen, Ihnen bieten sich eine ganze Menge an Möglichkeiten.
Neben der normalen Kampagne, die in den großen unterirdischen Arealen schon einiges zu bieten hat, gibt es auch den Survival-Modus. Hier geht es, wie Sie sich vielleicht schon denken, darum, möglichst lange in unterschiedlichen Welten mit unterschiedlichen Gegnern und Fallen zu überleben. Der Survival Modus bietet auf jeden Fall jede Menge Action und fordert Ihren Überlebensinstinkt.
Grafik und Sound
Grafisch kann „The Ball“ durchaus überzeugen, der Ball selbst ist sehr schön modelliert, und die vielen Gravuren und Kratzspuren sehen auch bei genauerer Betrachtung sehr gut aus. Während die Monster wie zum Beispiel Mumien zwar etwas trashig daher kommen, sind die Welten dafür sehr schön gestaltet. Denn auch wenn der Titel zwar nicht ganz mit Triple-A-Titeln mithalten kann, haben mich die Welten ausserhalb der der grafisch etwas eintönig Labyrinthe sehr überzeugen können.
Auch was den Sound betrifft, weiß „The Ball“ zu überzeugen, denn abgesehen davon, dass die meisten Sounds relativ stimmig sind, passt auch die Hintergrundmusik sehr gut zu der Stimmung im Spiel wodurch eine gute Atmosphäre aufkommt.
Steuerung
Wie bereits weiter oben beschrieben, ist die Steuerung sehr einfach, mit dem Ball können Sie mit der linken und rechten Maustaste interagieren, und manchmal können Sie den Ball in Verbindung mit anderen Objekten benutzen, wozu Sie die Taste E benötigen, dies wird Ihnen jedoch immer, wenn sich die Möglichkeit ergibt, angezeigt. Bewegen können Sie sich natürlich auch, dies funktioniert wie in den meisten Spielen über W, A, S, D, mit der Leertaste können Sie zusätzlich noch springen und mit C können Sie sich ducken.
Atmosphäre
Was die Atmosphäre angeht, ist mir „The Ball“ etwas sprunghaft vorgekommen, denn während mich der Titel in den düsteren Abschnitten des Spiels, gemischt mit ein paar Monstern und tollen Welten sehr überzeugen konnte, verliert es in den teilweise eher langatmigen Labyrinthen sowohl an Spannung wie auch an Kreativität. Denn auch wenn es zu Beginn noch sehr interessant sein kann, mit einem Ball alle möglichen Rätsel zu lösen, so wird dies über einen längeren Zeitraum doch ein wenig anstrengend.
„The Ball" ist ein Spiel mit Schwächen, so könnte ich mich an dieser Stelle natürlich über die teilweise schwächliche Grafik, und die manchmal eintönigen Labyrinthe aufregen, doch „The Ball“ bringt auch jede Menge tolle Elemente mit sich, die die Schwächen des Titels aus meiner Sicht durchaus aufwiegen. Mein Fazit ist daher, „The Ball“ ist ein gut gelungenes Spiel, das die Elemente Puzzle und Action sehr gut kombiniert und damit ein ziemlich unverbrauchtes Spielgenre auf eine sehr gut gelungene Art und Weise präsentiert. Vor allem die oft gut gelungene Atmosphäre lässt über hin und wieder auftauchende kleine Mängel hinwegschauen. Für Freunde von Puzzlegames ist „The Ball“ auf jeden Fall eine sehr gute Umsetzung im dreidimensionalen Raum.
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