Nun haben wir EA's „Create“ intensiv austesten können. Ob uns das innovative Game durch seine Kreativität von den Socken hauen konnte, oder ob wir mit dem Pinsel in der Hand eingeschlafen sind, lesen Sie in unserem Review.
„Create“ ist ein Spiel, in dem Sie mehrere Welten mit den Ihnen zur Verfügung gestellten Tools verwandeln können, und durch Kombinationsgeschick einer Vielzahl an unterschiedlichen Tools Aufgaben lösen sollen. Sollten Sie sich davon kein Bild machen können, haben wir hier einen kurzen Trailer für Sie.
Was im obigen Trailer noch ganz witzig aussieht, hat mich auf der Wii leider nicht so ganz überzeugen können, hier waren einerseits sowohl die nicht ganz einwandfreie Steuerung, welche auf einem PC sicherlich etwas angenehmer wäre, wie auch die ziemlich leblose Welt, der Sie einfach entgegen geworfen werden. Denn kaum, dass ich das Spiel gestartet hatte, fand ich mich einer Welt gegenüber, von der ich nicht wusste, was ich denn bitte mit ihr anstellen sollte. Hier war jedoch das größte Problem, dass die kleine Box die am Rand angezeigt wird, nicht einfach eine Hilfebox ist, die Ihnen anzeigt was Sie machen können, sonder eher eine Questbox, die Ihnen anzeigt, was Sie tun sollen.
Das ganze sieht nämlich so aus, dass Sie zumindest was die Gestaltung der Welt angeht, ein paar Bereiche haben, in denen Sie jeweils etwas Bestimmtes machen müssen, etwa Blumen pflanzen, wenn Sie das zur Genüge getan haben, springen Sie zum nächsten Bereich, und nach ein paar dieser Bereiche erhalten Sie einen Coupon, durch den Sie, wenn Sie genug gesammelt haben, neue Objekte freischalten.
Wenn Sie dies beherzigen, können Sie Ihre erste Welt relativ schnell gestalten, und nach einigen Platzierungen von Objekten auch schon Ihre erste Challenge antreten. Diese sind jedoch leider zumindest bis Ende der ersten Welt so gut wie gar nicht fordernd, lassen aufgrund von ihren Bedingungen zum Freischalten neuer Items kaum Kreativität zu und sind generell nicht wirklich erheiternd.
Dasselbe lässt sich leider auch über die zweite und dritte Welt sagen, die wir schnellstmöglich getestet haben, da wir uns nicht vorstellen konnten, dass hier so wenig Spielspaß zu finden ist. Doch leider hat sich unser Eindruck nicht verbessert. Die Welten sind so gut wie gar nicht fordernd, und bieten lediglich ab und zu ein paar witzige Levels, die Kreativität verlangen und Sie damit auch vor eine gewisse Herausforderung stellen.
Im der freien Gestaltung der unterschiedlichen Welten sind Sie leider auch eingeschränkt, da sich hier ein Chance füllt, wenn Sie neue Objekte platzieren, wodurch Sie auch hier keine all zu spannenden Sachen anstellen können.
Grafik und Sound
Grafisch sehen die Welten, Tools, Gegenstände, Tiere und was es da sonst noch so alles gibt, alle schön bunt und lustig aus, und lassen auch kaum einen Grund, sich zu beschweren, übrig.
Auch die Soundkulisse zu „Create“ ist gut gelungen, da Sie sich in Ihren Welten Hintergrundsounds aussuchen können, und manche Gegenstände auch mit sehr passenden Geräuschen verknüpft sind.
Die Steuerung ist ein wenig umständlich, da Sie oft viel herumklicken müssen, bis Sie ein Objekt so platziert haben, wie Sie es wollen, und trägt damit auch nicht unbedingt zu einem gelungenen Spielerlebnis bei.
Atmosphäre
Da die Challenges so gut wie keinen Spaßfaktor und auch keine Herausforderung mit sich bringen, lässt sich über die Atmosphäre an dieser Stelle kaum etwas sagen. Hin und wieder sind in jeder Welt zwar ein paar Challenges dabei, die einem ein kurzes Lachen abgewinnen können, aber wirklich überzeugen konnte mich “Create” damit nicht. Was zumindest ein bisschen Leben in das Ganze bringt, sind hin und wieder witzige Objekte, wie Gummienten und merkwürdige Lebewesen, die herumlaufen (jedoch zu Anfang schwer zu platzieren sind), hier ist jedoch das Problem, dass Sie wieder nur ein paar setzen können, da Sie ansonsten gar nichts mehr kreieren können. Ähnlich wie bei „Scribblenauts“ gibt es nämlich eine Obergrenze an gleichzeitig aktiven Objekten.
Zusammenfassung
Damit kann ich leider nicht allzu viel Gutes über „Create“ sagen, denn die Challenges sind ziemlich eintönig und wenig fordernd gestaltet, der Spaßfaktor bleibt damit eher niedrig, und Kreativität konnte bei mir auch nicht wirklich aufkommen. Ich persönlich finde das wirklich schade, da ich mich eigentlich durchaus auf den Titel gefreut habe, dieser jedoch mit einem missglückten Einstieg gekonnt abschreckt. Hier kann ich leider nur sagen, „Create“ hätte sehr cool werden können, bringt hin und wieder ein paar gute Challenges, die auch interessant gestaltet sind, ist jedoch meistens eher ziemlich erdrückend, und kann meiner Meinung nach sicher nicht an einen Titel wie „LittleBigPlanet“ anknüpfen, der sowohl in der Bedienung wie auch vor allem in puncto Spielspaß einiges mehr zu bieten hat.
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