Activision veröffentlichte nun einen neuen Videospielableger im „Bakugan“-Universum. Dieser trägt den Namen „Bakugan: Beschützer des Kerns“ und ist ab sofort für die PlayStation 3, die Xbox 360, die Nitendo Wii, die PlayStation Portable und den Nintendo DS erhältlich. Wir haben für Sie die PlayStation 3-Version unter die Lupe genommen und für Sie das folgende Review verfasst.
Background
“Bakugan: Die Spieler des Schicksals“ ist eine japanische Anime-Fernsehserie, die auch schon in Deutschland ausgestrahlt wurde (Erstausstrahlung: 19. Januar 2009 auf Cartoon Network Deutschland).
Passend dazu veröffentlicht Activision 2009 den Multiplattformtitel „Bakugan: Battle Brawlers“, der für die PlayStation 3, die PlayStation 2, die Xbox 360, die Nintendo Wii und den Nintendo DS erschien. Nun rund ein Jahr nach dem Release dieses Titels folgte der Verkaufsstart der Fortsetzung, die den Beinamen „Beschützer des Kerns“ trägt.
Zur Einstimmung möchten wir Ihnen einen Trailer zum Spiel vorstellen:
Bakugans sind überdimensionale Roboterwesen, die sich aus einer Art Ball in verschiedenste Wesen verwandelt. Diese mächtigen Wesen treten in Kämpfen gegeneinander an und können darüber hinaus mit speziellen Fähigkeitskarten noch weiter verbessert werden.
Gameplay
Kommen wir nun zum Spiel an sich. Los geht’s das Ganze mit der Erstellung eines eigenen Charakters, der im Stil einer Animefigur gehalten wird. Große Augen, knallige Farben und der typische Japanostyle sind nur ein paar Markenzeichen. Mein Charakter sieht ein wenig wie Son Goku als Super Saiyajin aus der Animeserie „Dragonball Z“ aus.
Danach folgt ein kurzes Video mit anschließendem Tutorial. In diesem Tutorial erklärt Ihnen Dan, ein zwölfjähriger Junge, der mit seinen Freunden das Spiel „Bakugan“ entwickelt, die Basisfunktionen des Spiels. Sie lernen unter anderem einfache Attacke auszuführen, sich zu bewegen und die Verwendung Superattacken, wie Feuerblitzangriffen.
Das ganze ist recht intuitiv und wird mit einem finalen Kampf gegen den Lehrer beendet. Sobald dieser besiegt ist, startet wieder eine Videosequenz und das wirkliche Spiel beginnt.
Gespielt wird dabei recht einfach. Sie steuern in einer 3D-Welt, die abgegrenzt ist, einen vorher ausgewählten Bakugan. Mit diesem Megamonster versuchen Sie, gute Kombinationsangriffe zu landen und dem Gegner zu besiegen. Das geht recht flott von der Hand und macht auch Spaß, am Anfang jedenfalls. Zwischendurch gilt es immer, kleine Erkundungen in einer 3D-Umgebung zu machen. Dabei müssen Sie Kameras und Wachposten umgehen und möglichst nicht auffallen. Das erinnert ein wenig an die alten „Metal Gear Solid“-Teile.
Neben den beiden Spielelementen gibt es auch einen Hauch von Rollenspielelementen zu entdecken. Ihr Bakugan kann im Kampf zwei Fähigkeitskarten einsetzen, die verschiedene Angriffs- oder Verteidungsmanöver auslösen. Solche Karten können Sie im Spielverlauf sammeln. Weiters können Sie noch Energiekerne in den Schleichmissionen sammeln, um so die Fähigkeiten der Bakugans weiter zu verbessern. Beispiele hierfür wären Lebensenergie oder die Superattacken.
Alles in allem ist das Spielvergnügen ganz ok, aber alles andere als prickelnd. Dafür wiederholt sich alles zu schnell und das Ganze ist ein wenig zu einfach.
Grafik und Sound
Grafisch ist der Titel maximal durchschnittlich in meinen Augen. Das hat allerdings nichts mit dem Anime-Grafikstil zu tun, sondern einfach nur mit der Präsentation. Die Spielumgebungen wirken etwas detailarm, und auch die Kampfanimationen sind jetzt nicht der Überbrüller. In puncto Grafik hat mir da beispielsweise das kürzlich erschienene Beat’em Up „Dragon Ball: Raging Blast 2“.
Soundtechnisch ist der Titel auch nur durchschnittlich. Zwar ist die Lokalisierung mit einer kompletten deutschen Sprachausgabe ganz ok, dafür sind die restlichen Sounds im Spiel ohne große Highlights.
Steuerung
Die Steuerung wird, wie bereits eingangs erwähnt, zu Beginn ganz gut erklärt. Es gibt dabei eigentlich keine großen Komplikationen, weshalb auch Neulinge in diesem Genre keine großen Probleme haben dürften. Was mich allerdings stört, ist die Kameraführung, die zu allem Überfluss auch nicht per Hand nachjustierbar ist. Zu oft kann man die Spielwelt nicht optimal einsehen und verliert so einen beachtlichen Teil an Spielspaß.
Der Titel bietet sich so richtig für einen Mehrspielermodus an und ein solcher wurde auch im Spiel integriert. Es handelt sich dabei um einen 2 Spieler Versus-Modus, der mit Hilfe einer Bildschirmteilung realisiert wurde. Am Spielprinzip ändert sich allerdings nichts.
Atmosphäre
Die Atmosphäre an sich ist ganz in Ordnung. Zwar ist die Spielwelt nicht der Brüller, aber die Geschichte wird ganz nett erzählt und die Zwischensequenzen sind auch ganz in Ordnung.
Alles in allem ist „Bakugan: Beschützer des Kerns“ eine typische Videospielumsetzung einer Anime-Serie, in der die Abwechslung und die Spieltiefe meiner Meinung nach etwas auf der Strecke bleibt. Fans der Serie können allerdings ohne Bedenken zugreifen.
Die Vorteile für registrierte User auf GamingXP werden nach Abschluss der Beta-Phase noch weiter ausgebaut. Helfen Sie mit, das beste GamingXP aller Zeiten zu bauen!
Melde dich gleich jetzt für die Closed Beta des XP Clubs an! Es erwarten sich coole Community-Aktiväten und attraktive Preise! Hier geht's zum XP Club!