Im Jahre 1998 erschien zum ersten Mal „Need for Speed III: Hot Pursuit“ und fesselte uns alle auf der PlayStation. Nun plagte Electronic Arts anscheinend die Nostalgie, und 12 Jahre später dürfen wir Ihnen unser Review zur Neuauflage „Need for Speed: Hot Pursuit“ präsentieren.
Seacrest County ist der Umschlagplatz für die meisten und besten Racer überhaupt, doch gerade weil das so ist, ist die Polizei von Seacrest County die schnellste und härteste seit langem. Mitten in diesem Konflikt zwischen Polizei und Racern tauchen nun Sie auf, und Sie müssen sich nicht einmal für eine der beiden Seiten entscheiden. Helfen Sie ganz nach Lust und Laune der Polizei, oder liefern Sie sich ein heftiges Rennen mit ein paar Racern, während Sie von der Polizei verfolgt werden, es ist Ihre Entscheidung.
In „Need for Speed: Hot Pursuit“ steht der Konflikt zwischen Racern und der Polizei im Vordergrund, Sie können sich jedoch sowohl als Racer wie auch als Cop versuchen. Hier stehen für jeden unterschiedliche Missionen zur Verfügung, in denen Sie Rennen fahren, in einer bestimmten Zeit von A nach B kommen oder illegale Racer aufhalten müssen.
Nach Start einer Mission werden Sie immer eine kurze Videosequenz zu sehen bekommen, die Sie darauf vorbereitet, was denn gerade los ist, und danach geht es dann eigentlich auch schon los.
Für alle Aktionen im Spiel bekommen Sie Kopfgeld für Ihre Fraktion, wenn Sie also als Cop einen Racer zur Strecke bringen, erhalten Sie Kopfgeld welches Ihren Rang bei den Cops erhöht, und als Racer erhalten Sie für schnelles Fahren Kopfgeld, welches Ihr Ansehen bei den Racern steigert. Durch mehr Kopfgeld und höhere Ränge schalten Sie neue Wagen frei, oder können an neuen Missionen teilnehmen.
In vielen Missionen erhalten Sie jedoch nicht nur einen aufgemotzten Wagen, sondern auch noch Nagelbänder, die Möglichkeit Straßensperren zu errichten und vieles mehr, diese können Sie leicht während des Rennens einsetzen, und die Wirkung ist meistens ziemlich heftig. Zusätzliche Punkte bringen Ihnen diese Aktionen natürlich auch.
Autolog
Ein wichtiger Punkt in „Need for Speed: Hot Pursuit“ ist das Autolog-System, dieses zeigt Ihnen, ob Freunde Missionen besser abgeschlossen haben als Sie, schlägt Ihnen nach Multiplayerpartien auch Freunde vor, und begleitet Sie ebenso durch die Singleplayermissionen.
Grafisch besticht „Need for Speed: Hot Pursuit“ mit schönen weiten Landschaften, einer Vielzahl an unterschiedlichen aufgemotzten und frisch polierten Wagen, und einem Schadensmodell, welches Ihren Wagen bei schlechter Behandlung nach einer Zeit auch entsprechend aussehen lassen wird.
Auch in Sachen Sound lässt sich der Titel nicht einholen, und beschallt Sie während des Rennens mit jeder Menge sehr passender Sounds zu den Wagen selbst, und wie es für Need for Speed eigentlich inzwischen schon üblich ist, mit tollen Songs, die zusätzlich für Stimmung sorgen.
Steuerung
Die Steuerung im gesamten Spiel erfolgt über die Tastatur, wobei Sie zumindest wegen der Steuerung nicht ins Schwitzen kommen sollten. Sie können wie in anderen Spielen auch beschleunigen, bremsen so wie links und rechts lenken. Zusätzlich dazu können Sie in jedem Rennen Nitro verwenden und eventuell Waffen wie Nagelbänder, EMPs oder Straßensperren, welche Sie über eigene Tasten anfordern können. Alles in allem sollten Sie also mit neun Tasten leicht auskommen,
Nachdem wir uns an dem Multiplayer in einigen Rennen zusammen mit den Entwicklern des Titels versuchen konnten, lässt sich hier ohne Zweifel sagen, dass auch der Multiplayer sehr gut funktioniert. Sie können aus unterschiedlichen Strecken und Rennmodi auswählen, und sich an bis zu sieben weiteren Spielern messen. Hier stehen Ihnen sowohl normale Rennen, wie auch Cop vs. Racer-Modi zur Verfügung. Die Rennen selbst funktionieren dann wie normale Rennen im Singleplayer und machen jede Menge Spaß.
In puncto Atmosphäre macht „Need for Speed: Hot Pursuit“ einiges her. Die Mischung aus tollen Autos, rasanten Rennen, wilden Verfolgungsjagden, packendem Sound und der Herausforderung die Missionen in einer bestimmten Zeit abzuschließen, passt einfach richtig gut, und macht das Spielerlebnis zu einem besonderen. Langeweile sollten Sie hier nicht suchen.
Zusammenfassung
Abschließend bleibt nur zu sagen, dass „Need for Speed: Hot Pursuit“ mich in nahezu allen Punkten überzeugen konnte, und nicht nur Spannung, Spaß und Action verspricht, sondern diese auch sehr gekonnt umsetzt. Was mich als „Need for Speed Underground 2“-Fan traurig stimmt ist, dass es leider wieder keine Möglichkeit gibt, sich sein eigenes Auto zu tunen und nach eigenen Wunschvorstellungen zu gestalten. Ansonsten bieten EA und Criterion Studios zusammen mit DICE jedoch ein sehr solides Rennspiel mit toller Grafik, einem wirklich gelungenen Gameplay und einem gut umgesetzten Multiplayer.
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